Landes, die Turnlehrerbildungsanstalt dahier, an die Direktion der wissenschaftlichen Sammlungen des
Staates, die Verwaltung der Staatsbibliothek, die Verwaltung des Naturaliencabinets, an die Direktion
der Kunstsammlungen des Staates, an den Verwaltungsrath der Staatssammlung vaterländischer Kunstund
Alterthumsdenkmale, an sämmtliche geistliche und weltliche Bezirksbehörden der Stadt Stuttgart,
an die Stadtgeistlichkeit aller Confessionen, sowie an die bürgerlichen Collégien der Stadt Stuttgart.
Alle diese Einladungen fanden die freundlichste Aufnahme. Von ehemaligen Schülern der Anstalt,
und zwar von Schülern aller Zeiten, seit der Gründung der Schule bis auf die letzten Jahre, von alten
Schülern im In- wie im Auslande, von Männern in den verschiedensten Lebens- und Berufsstellungen
liefen Erwiderungen ein, die nicht nur von der wärmsten Theilnahme an dem für die Schule so bedeutungsvollen
Feste, sondern auch von ihrer fortdauernden Dankbarkeit und Anhänglichkeit an die
Schule und ihre Lehrer höchst erfreuliches Zeugniss gaben. Mit welcher Bereitwilligkeit zugleich der
an die ehemaligen Schüler der Anstalt gerichteten Bitte um Lieferung von Arbeiten und Produkten zu
der beabsichtigten Ausstellung von jenen entsprochen wurde, wird sich aus der weiter unten folgenden
besondern Beschreibung dieser Ausstellung ergeben. Ebenso wurden die an auswärtige polytechnische
Schulen und Akademieen erlassenen Einladungen aufs Freundlichste erwidert. Die Schule in Zürich
sollte durch ihren Direktor, Professor Dr. Bolley, und ihren Vizedirektor, Professor Zeuner vertreten
werden, von der Schule in Karlsruhe wurde der Besuch von 6—8 ihrer Professoren angekündigt, von
der Schule in München wurde das Erscheinen ihres Rektors, Dr. Alexander, und von derjenigen in
Augsburg das Erscheinen des Professors Decher in Aussicht gestellt, für die polytechnische Schule in
Dresden wurde der Hofrath Dr. Schlömilch, und für die Akademie der bildenden Künste in Dresden
der erste Professor der Bauschule und Vorstand des Atelier für Architektur, Professor Nikolai, mit der
Vertretung beauftragt. Die anderen polytechnischen Schulen und Akademieen, die theils wegen der
gerade bestehenden Schulferien, theils wegen der eben stattfindenden Eröffnung des neuen Lehrkurses
verhindert waren, sich durch Absendung von Deputirten vertreten zu lassen, brachten fast alle
ihrer Schwesteranstalt in Stuttgart wenigstens auf schriftlichem Wege die herzlichsten Glückwünsche
zu dem ihr bevorstehenden freudigen Ereignisse dar. Von den zum Feste eingeladenen inländischen
Lehranstalten Hess die Landesuniversität sich durch eine aus dem dermaligen Rektor, Prof. Dr. Vierordt,
dem Kanzler Dr. v. Gessler, dem Professor Dr. Schüz von der staatswirthschaftlichen Fakultät, und
dem Professor Dr. Reusch von der naturwissenschaftlichen Fakultät (früherem vieljährigen Lehrer an
der hiesigen polytechnischen Schule) bestehende besondere Deputation vertreten. Leider wurden von
den angekündigten Vertretern auswärtiger Schulen in der Folge einige abgehalten, bei der Feier wirklich
zu erscheinen.
Während die Festcommisson, deren Vorsitzender, Direktor Dr. Holtzmann, schon nach der
ersten Sitzung durch eine schwere Krankheit von jeder weiteren Betheiligung an ihren Arbeiten fern
gehalten wurde, unter dem Vorsitze des Rektors Dr. v. Gugler die Vorbereitungen zu Ausführung
des Programms für die auf den 30. September und 1. Oktober bestimmte Feier traf, erhielt letztere
eine höchst erfreuliche Beigabe, das Festprogramm eine sehr ansprechende Einleitung dadurch, dass
die bürgerlichen Collégien der Stadt Stuttgart beschlossen, am 29. September eine Begrüssungsfeier
für die Ehrengäste, die Lehrer und Schüler der polytechnischen Schule zu veranstalten, welche von
Nachmittags 4 Uhr an im Garten der Museumsgesellschaft, auf der sog. Silberburg, stattfinden, und
Abends mit dem Besuche der von Sr. Majestät dem König der Stadt Stuttgart zum Geschenk gemachten,
eben vollendeten neuen Markthalle, in der zur Feier ihrer Vollendung eine Ausstellung von
Blumen, Früchten, Gartengeräthschaften u. s. w. hergerichtet worden war, schliessen sollte.
Dem hienach in höchst dankenswerther Weise erweiterten Programm zufolge begann nun das
Fest am Donnerstag den 29. September Nachmittags 4 Uhr mit der von Seiten der Stadt Stuttgart