Full text: Rings fallen Sterne

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Die Träume 
Ich ruh in tief verglastem Meer 
und alle Gassen der versunknen Stadt 
vorüber. 
In schlanken Händen toller Freudenhäuser 
blitzt Gold 
und ihren Schatten steht ein Lächeln im Gesicht. 
Im Hafen starrt der Chor der vielen Segel 
mit fremden Augen 
flutversinkend 
in den Meeren. 
Ein Brunnen schluchzt auf lautem Markte. 
Dort schöpft ein Greis 
alt 
wie der letzte Schlag der Mitternacht 
die Stunden aus dem Tage. 
Ich fühle 
morgen bin ich alt wie er 
Ja morgen 
klingen mir die Dome dieser Stadt. 
Rings ernste Teppiche an den Wänden. 
Seit tausend Jahren 
sehen sie die Nächte östlicher Lust 
flammend 
wie Feuer in der Wüste. 
Unter der gelben Lampe vertobt der heiße Wind 
Küsse 
die Karawanen verschütten. 
Die Sklavin nimmt die Hand von meinem Leibe 
ich hülle meine Hüften stumm in grüne Seide 
hinbettend 
in die Qual der toten Augen. 
Die weißen Monde reiten über Nacht 
und vielen Sterne 
haben selbe Gebärde: 
Sie lächeln ewig 
wenn ich weine. 
Mein Stab sind die Himmel 
und ich will gehn bis zur Morgenwache. 
Still liegt die braune Brust des Weibes. 
Ihr Traum trinkt Ruhe
	        

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