Title:
Die Härte der Weltenliebe
Creator:
Walden, Herwarth
Shelfmark:
2Fa 144-65
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1442223239938/26/
Was ist Ihnen. 
Ich bin gestolpert. 
Er hat sich nicht umgesehen, Irma. 
Sehen Sie, Marie, er geht die selbe Straße. Leider. 
Ich habe auf Sie gewartet, mein Herr. 
Mein Fräulein. 
Sie müssen mir helfen. 
Wenn ich es vermag. 
Kommen Sie von der Tür fort. Hier wohnen Menschen, die mich 
kennen. 
Wohin wünschen Sie zu gehen. 
Kommen Sie nur schnell, ganz schnell. Gehen Sie mir immer 
nach, damit es niemand merkt. Ich habe keine Angst, aber 
sie sollen mich nicht fangen. 
Ein Sperling fliegt von Baum zu Baum. 
Ein Stein fliegt von Baum zu Baum. 
Der Mond schielt. 
Kommen Sie hier auf die Bank hinter den Mond. 
Wollen Sie den Mantel nehmen, mein Fräulein. Sie müssen 
frieren in Ihrem zarten Kleide. 
Können Sie mich heiraten. 
Ich will Ihnen meinen Mantel geben. 
Sie müssen mich heiraten. Sonst muß ich sterben. Ich brenne 
nach dem Leben. Man will mich in einen Käfig stecken. 
Dann will mich der Mann quälen. Dann kann ich nie mehr 
heraus. Sie müssen das verstehen. 
Der Käfig 'ist die Freiheit, mein Fräulein. 
Das glauben Sie nicht. Wenn Sie mich nicht heiraten, springe 
ich in den Fluß. 
Auch das Wasser hat Grund. Ihr zartes Kleid wird Sie tragen, 
eine Dolde auf den Wassern. 
Lieben Sie mich doch. Lieben Sie mich doch. Ich habe solche 
Angst. Ich will mich unter Ihrem Mantel verkriechen, 
damit er mich nicht anfassen kann. Er hat so lange Nägel, 
die will er in meine Schenkel graben. 
Haben Sie Niemanden außer mir, der ihnen helfen kann. 
Wenn Sie mich nicht heiraten wollen, dann töten Sie ihn, 
bitte. Ich will Sie sofort hinführen. Haben Sie ein Messer. 
Sie müssen zu Gott beten. 
Gott hilft mir nicht. Morgen soll ich mich vor ihm ausziehen 
und er wird mir die Nägel in die Schenkel graben.
        

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