Full text: Die Härte der Weltenliebe

51 
Jetzt sind wir alle gesund. Leben Sie wohl, wenn Sie es können. 
Emil, wie sie läuft, ohne Hut, zum Arzt, verwirrt, die Frau 
Justizrat hat sich sicher vergiftet. 
Komm doch nach Hause, Agnes, ich friere. 
Warum bist Du Beamter geworden, Andere Herren in Deinem 
Alter haben stets einen Pelz. 
Wie kann Dir das nur Freude machen, hier eine geschlagene 
Stunde zu stehen. 
Jetzt hat meine Stunde geschlagen. Jetzt werde ich diese hoch 
näsige Person nackt sehen. 
Ich verzichte auf das Vergnügen. 
Weil Du kein Herz für Deine Frau hast. Wie hat mich diese 
Person täglich beleidigt. 
Deshalb muß ich frieren. Du hast sie doch nur alle acht 
Tage getroffen. 
Klaube nicht so mit den Worten. Du hast kein Verständnis 
für feinere Gefühle. 
Ich friere. 
Geh doch nach Hause, Du hast mich oft genug allein gelassen. 
Sei vernünftig, Agnes. Die Leute werden doch ihre Tra 
gödie nicht auf der Straße abspielen. Wenn was geschehen 
ist, wirst Du es schon morgen früh in der Zeitung lesen. 
Wir als alte Freunde des Hauses haben ein Recht darauf, es 
früher zu wissen als die Welt. 
Siehst Du, Agnes, nun wird das Licht ausgemacht. Also komm. 
Irma muß doch gleich mit dem Arzt zurückkommen. Verstehst 
Du übrigens, warum er nicht telephoniert hat? 
Meine Sorge. 
Du hast eben keine Interessen. So ein Egoismus, immer nur 
an sich zu denken. 
Ich denke gar nicht. Ich friere. 
Gut. Komm. Wir Frauen sind eben unglückliche, schwache 
Geschöpfe. 
Herr Doktor ist nicht zu Hause, Fräulein. 
Kann ich warten, Schwester? 
Ich weiß nicht, wann Herr Doktor zurückkommt, aber bitte. 
Eine Dame wartet schon seit mehreren Stunden. 
Mutter. 
Irma.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.