Full text: Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1872)

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Herr Sekretär Hutzel ist der Ansicht, daß Bestimmungen 
hierüber in die noch zu erlassenden besonderen Instruktionen aufzu 
nehmen seien, und der Verein beschließt, über ähnliches Detail in 
läteren Versammlungen zu berathen. 
§. 38. Rinnen und Ablaufrohre. 
Die Commission beantragt unveränderte Beibehaltung der 
Fassung des Entwurfs. Auf den Antrag des Herrn Ober 
baurath Schlierholz und Bauinspektor Rheinhardt beschließt 
der Verein, bei den Worten: „bei neuen Gebäuden und bei neuen 
Trottoiranlagen" einzuschalten: „sowie bei den bestehenden Trot 
toirs, soweit es möglich ist". 
§. 39. Abwasser. 
Die Commission beantragt den Schluß des ersten Absatzes: 
„oder, wo noch keine Dohlen bestehen in — auf der Hofseite an 
gebrachte wasserdichte Senkgruben einzuleiten" zu streichen, welchem 
nmunge^ Mtrag der Verein beitritt. — Abschnitt 2 wird ungeändert an 
genommen. 
Mit Bezug auf §. 40 erbittet sich Herr Sekretär Hutzel die 
Ansicht des Vereins, ob für die Construktion der Abtrittsgruben 
der dazi besondere Vorschriften gegeben werden sollen. Rach längerer De- 
a^gemest hatte, an welcher sich insbesondere die Herren Schlierholz und 
dern auH Rheinhardt betheiligen, beschließt der Verein, seine Ansicht dahin 
auszusprechen, daß, wenn bei den besonderen Vorschriften, welche 
von Seiten der städtischen Behörden nach §. 40 des Ortsbaustatuts 
über die Einrichtung der Abtritte in Aussicht gestellt werden, von 
Abtrittgruben die Rede sein sollte, mit Hinweglassung aller Be 
timmungen über die vollständig frei zu gebenden Einzelheiten der 
Construktion dieser Gruben nur gesagt werden sollte, daß dieselben 
vollkommen wasserdicht herzustellen seien. 
§. 40. Abtritte, Ausgüsse rc. 
wird, dem Antrag der Commission entsprechend, unverändert bei 
behalten. 
§. 41. Gebäude-Abstände. 
Statt dem Wortlaut des Entwurfs beantragt die Commission 
olgende Fassung: 
„Gebäudeabstünde sind nur an solchen Straßen zu verlangen, 
welche im Ortsbaustatut als „Landhausstraßen" bezeichnet 
werden. 
„In diesem Fall darf der Abstand nicht unter 6 m be 
tragen." 
Der Verein beschließt, dieser Fassung beizutreten, statt des Zusatzes 
>er Commission: „Wollen in geschlossenen Straßen freiwillige Ab- 
iände gemacht werden, so dürfen sie nicht unter 3°° betragen", 
lber, auf den Antrag des Herrn Professor Silber, mit Rücksicht 
uf die Schwierigkeit, für die Behandlung der bei Abständen sicht 
bar werdenden Nebenseiten geeignete Bestimmungen zu erlassen, zu 
chm: „In allen anderen Straßen sind Gebäudeabstünde nicht ge- 
attet", und auf einen späteren Antrag des Herrn Oberbaurath 
vchlierholz vorstehender Fassung des §. 41 noch hinzuzufügen: 
„Jedoch muß in der Regel jedes dieser Häuser eine Durch- 
chrt von 2,3°° Breite nach dem Hofe erhalten, soweit nicht von 
er Rückseite her eine Zufahrt gesichert erscheint. 
8. 42 u. 43. Vertheilung des Abstands rc. 
werden auf den Antrag der Commission zu streichen beschlossen. 
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§. 44. Ueberbauung der Einfahrten. 
Hier beantragt die Commission eine andere Fassung, welche 
nach längerer Debat!e wie folgt beschlossen wird: 
„Die Ueberbauung bestehender Abstände kann gestattet wer 
den, wenn zwei Abstünde von mindestens je 2,3 m zusam 
mentreffen , und wenn der Ueberbau auf allen drei Seiten 
massiv aufgeführt wird." 
Von einer Möglichkeit, auf welche Herr. Bauinspektor Vöh- 
ringer aufmerksam macht, daß hiebei doch noch Abstände von 2' 
verbleiben könnten, glaubt der Verein als von einer sehr unwahr 
scheinlichen abstehen zu können. 
§. 45. Doppelhäuser, 
im Sinne des Entwurfs existiren nach den Bestimmungen der vor 
hergehenden Paragraphen künftig nicht mehr, und wird auf den 
Antrag der Commission beschlossen, sowohl Abs. 1 als 2 zu streichen. 
8. 46. Hintergebäude. 
Die Commission beantragt, den Abs. 1 und 2 wie folgt 
zu fassen: 
„Die Herstellung von Hinter- und Flügelgebäuden soll dahin 
beschränkt sein, daß diejenigen Seiten derselben, welche Fen 
ster erhalten, von gegenüberliegenden Gebäuden oder nach 
barlichen Grenzen überall mindestens 6 m Abstand erhalten. 
„Sie ist ferner nur insoweit zulässig, als eine gehörige, 
mindestens 2,3 m breite, 3,0 m hohe Zufahrt zu den einzelnen 
Hosräumen besteht." 
Der Rest des Abs. 2 wird zu streichen beantragt, und tritt 
der Verein diesen Antrügen bezüglich der Fassung des Abs. 1 
und 2 bei. 
Abs. 3 soll nach der Ansicht der Commission verbleiben, Abi. 4 
aber gestrichen werden. 
Der Verein beschließt jedoch, sowohl Abs. 3 als 4 zu belassen. 
8- 47. Fortsetzung von 8- 46. 
Hier wird auf den Antrag der Commission beschlossen, den 
1. Absatz zu streichen, und statt des Abs. 2 zu setzen: 
„Die Hintergebäude sollen in der Regel nicht mehr als drei 
Stockwerke und mit Einschluß des Dachs nicht mehr als 
12™ Höhe erhalten;" 
ferner wird beschlossen Abs. 3 u. 4 zu streichen, Abs. 5 aber zu 
belassen. 
Außerdem werden auf den Antrag des Herrn Prof. Silber 
und anderer Vereinsmitglieder noch folgende Zusätze zu 8- 47 
beschlossen: 
„Bei besonders großen Höfen kann für die Hintergebäude 
auch eine größere Höhe gestattet werden;" 
ferner: 
„Unbedeutende, hinter den Hauptgebäuden befindliche Bau 
ten, namentlich Schupfen, Gartenhäuser, in welche keine 
Feuerwerke eingerichtet werden wollen, und ähnliche Bau 
wesen, können auch fernerhin in Fachwerk ausgeführt werden." 
8- 48. Wohnhinterhäuser. 
Die Commission beantragt und der Verein beschließt, den 1. 
und 2. Absatz des Entwurfs anzunehmen, den 3. und 4. Absatz 
aber zu streichen. 
Herr Sekretär Hutzel gibt die Erläuterung, daß das Wort 
„Zubehörden" nicht in räumlichem Sinne, sondern so zu verstehen 
sei, daß hiedurch ein und derselbe Besitz bezeichnet werden solle.
	        

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