Full text: Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1877)

Bei §. 41 Abs. 1 bei bett letzten Sätzen die Worte 
„mit Leisten" zu streichen. 
Abs. 2. Die Abstände vermindert und für dieselben be 
stimmt werben: 
von größern massiven Gebäuden 4,5 m. 
von Fachwcrksgcbäuden 10,0 m. 
von Waldungen aber der seither vorgeschriebene 
Abstand von 100 m. 
wesentlich gemindert werden. 
§. 42 bis 45 unverändert bleiben. 
Bei tz. 46 Abs. 1. 
Dem 1. Absätze anzuhängen: 
Bei Gebäuden in denen leicht entzündbare Stoffe auf 
bewahrt werden, oder zwischen einem Wohnhause und einer 
Scheuer muß die Brandmauer 50 cm. über das Dach hinaus 
geführt werden. 
§. 47 unverändert zu belassen. 
Bei 8. 48 2 a zu gebrannten und Platten, zu setzen: 
„in Mörtel gelegt". 
8. 49 und 50 belassen werden. 
Bei 8- 51 sollte beigefügt werden, (analog des Minist.- 
Erlasses vom 26. Aug. 1873): 
Zu den die Verbreitung des Feuers befördernden Ma 
terialien gehören: Heu, Stroh, Häcksel, Hobel- und Säg- 
spähne, nicht aber Spreuer. 
8. 52 bis 56 belassen werden, ebenso betreffs 
Abschnitt V. 
8 55 und 56. 
8. 57 Abs. 2 weist die baupolizeiliche Verhandlung von 
Staatsbauten nicht selten untergeordneten, wenig ausgebildeten, 
Technikern zu, von welchen höhere Techniker die Vorschriften 
zu empfangen haben, woraus häufig Chikanen und Verschlepp 
ungen in den Baugesuchsverhandlungen entstehen, was von 
höheren Technikern tief empfunden und beklagt und in dieser 
Beziehung an die früheren Ausnahmsbestimmungen bei Staats 
bauten vom 30. Jan. 1837 und 4. Dezbr. 1854 erinnert wird, 
weshalb dieser Abschnitt zu dem Wunsche Veranlassung gab: 
es möchten geprüfte höhere und verpflichtete Techniker j 
in feuerpolizeilicher Beziehung einfach auf die gesetzlichen Be- j 
stimmungen hingewiesen und sie für deren Vollzug verant 
wortlich gemacht werden. 
Vergl. weiter das zu 8- 67 Gesagte. 
8. 58 dürfte belassen werden. 
8- 59 dahin abzuändern: 
daß in jedem Oberamte ein besonderer Hochbau- und j 
ein besonderer Straßen- und Wasserbautechniker angestellt | 
werde, wobei Letzterer mehrere Oberämter versehen könnte. 
8. 60 belassen werden. 
8. 61 Abs. 1 sollte für größere Komplexe ein Maßstab 1 , 00 
gestattet werden. 
Abs. 5 dürfte als zu viel verlangt gestrichen und 
. 8. 62—66 belassen werden. 
8. 67 dürfte bei Bauten, welche in keinerlei Beziehung zum 
Ortsbauplane stehen, (z. B. bei Einödebauten, Gebäuden auf 
einem größeren Complexc entfernt von dessen Grenze) jedenfalls 
die zweite Controle unterbleiben, auch die 3. Controle könnte 
unterbleiben bei Gebäuden, welche keine Fcuerungseinrichtungen 
enthalten, z. B. Scheunen, wonach somit 3 heißen könnte: 
3) vor der Beendigung des Rohbaues falls darin Feue- 
rungsanlagcn sich befinden und zwar vor Beginn der Gypscr- 
arbeitcn. 
Ferner sollte der Baukontroleur Anzeige machen, wenn er | 
zur Visitation kommt, und in erster Linie etwaige Mängel dem ! 
Baulcitcnden mit einem kurzen Termine für die Verbesserung 
bezeichnen. 
8- 68 kann belassen werden. 
ä. Verfügung. 
betreffend die Herstellung von Feuerungseinrichtungen. 
8- 1. Die Entfernung der Oefen von dem Holzwerke mit 
35 cm., soweit nicht §. 2 Abweichungen enthält, genügt. 
8- 2. Ziff. 1 dürfte zu Erläuterung der feuersichern 
Unterlage beigefügt werden: 
daß auch eine doppelte Lage gut in Mörtel versetzter 
in den Fugen sich überbindender Backsteine zu einer solchen 
gerechnet werden. 
Ziffer 2 dürfte beigefügt werden: 
daß bei Aschenschubladen, welche ein Futter habet: wie 
bei manchen Eremitage-Regulieröfen und dergl., der Abstand 
von 6 cm. fallen gelassen werden bezw. auch ein kleinerer 
Abstand genüge. 
Ziffer 4 Abs. 1 dürfte 
bei freiem Holzwerke und eisernen Oefen ein Abstand 
statt 1,2 m. ein solcher von 1 m. genügen, bei übergipstem 
Holzwcrke statt 60 cm. 50 cm. und bei thönernen Oefen 
statt 80—50 cm. wohl 40—30 cm. genügen, 
ebenso Abs. 2 der Passus: 
mit Gelassen von weniger als 2,3 m. Höhe 
weggelassen werden, da eine solche Grenzbestimmung der Höhe 
in großen aber niederen Gelassen sehr hinderlich sein könne. 
Ziffer 6 dürfte in den Abständen ermäßigt werden und 
lauten: 
Eiserne Oefen sind von freiem Holzwerke in Wänden 
wenigstens 50 cm., von vergipstem Holzwerke wenigstens 
35 cm., thöncrne Oefen von freiem Holzwcrke in Wänden 
wenigstens 20 cm., von vergipstem Holzwerke wenigstens 
10 cm. entfernt zu stellen, wobei Mantelöfen wie thönernc 
Oefen zu behandeln sind. 
Ziffer 7. 
Den Abstand für den doppeltert Verschluß der Schür- 
! öffnung dürfte, den neuen Backsteindimensionen entsprechend, 
auf 12 cm. ermäßigt werden. 
8- 3 kann belassen werden. 
8. 4. Hält der Verein die Ueberragung der Verkleidung 
an Oefen und Rauchöfcn für genügend mit 35 cm. 
Bei 8- 5 sollte Abs. 1 folgende Fassung erhalten: 
1) a. Die Umfassungswände der Räume, in welchen 
dergleichen Oefen aufgestellt werden, müssen wenigstens bis 
auf 2 m. Entfernung vom Ofen aus ausgemauertem uub 
vergipstem Fachwerke bestehen; 
b. Die Decke muß auf eine den Ofen allseits um 2 m. 
überragende Fläche ebenfalls vergipst sein. 
8- 6 kann belassen werden. 
8- 7. Abs. 4 sollte das Wort „undurchbrochcneu" 
gestrichen werden. 
8- 8. a und b sollten die Entfernungen auf 10 cm. als 
genügend ermäßigt werden. 
8§. 9 und 10 können unverändert bleiben. 
8. 11 sollte als in hohem Grade dringend wie folgt ge 
staltet werden: vid. Motive 
Abs. 1. 
Wenn Dampf- und Heißwasscrheizungsröhrcn, in denen 
| vermöge der Konstruktion des Heizapparates ein Druck von 
mehr als 10 Atmosphären entstehen kann, weniger als 3 cm. 
vom Holzwerk entfernt sind, muß letzteres mit Blech ver 
kleidet sein. 
Abs. 2. 
Wo es nöthig ist, sie zum Schutze gegen Abkühlung 
mit brennbaren Stoffen zu umhüllen, sind diese Hüllen mit 
feuerfestem Ueberzug zu versehen.
	        

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