Volltext : Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1877)

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Schinkel  als  Architekt  der  Stadt  Stuttgart  gehalten
von  Professor  Herrmann  Grimm.
77)  Jahresbericht  des  Ingenieur-Vereins  am  Polytechnikum
zu  Stuttgart  über  das  Vereinsjahr  1875/76.
78)  Erzeugnisse  der  Photo-Copie  von  Benneder.
A)  Vier  Blätter  Zeichnungen  aus  der  Praxis.
1)  Drahtzug-Barriere.
2)  Eiserne  Brücken  der  Vorarlberg-Bahn.
3)  Rahmen  für  Photo-Copie.
4)  Kunstbauten  der  Vorarlberg-Bahn.
B)  Drei  Blätter,  Reise-Skizzen  aus  Berlin,  Stettin,
Copenhagen,  Schweden,  Hamburg.
6)  Der  Stuttgarter  Bahnhof.
79)  Das  Terrain-Relief,  seine  Aufnahme  mittelst  distanzmessender ­
  Winkelinstrumente  und  seine  Darstellung
mittelst  Horizontalkurven.  Unter  Beifügung  einer
Tachymeter-Tabelle  kurz  dargestellt  durch  Marcks  und
Balke.
80)  Theorie  der  kreisförmigen  symetrischen  Tonnengewölbe
von  vr.  Ludwig  Pilgrimm,  Docent  an  der  polytechnischen ­
  Schule  in  Stuttgart.  (Geschenk  vom  Verfasser). ­

81)  Berlin  und  seine  Bauten  (Geschenk  des  Architekten-Vereins
  in  Berlin).
82)  Festschrift  zur  Feier  des  400jährigen  Bestandes  der
Eberhard-Karls-Universität  Tübingen  vom  K.  Polytechnikum ­
  in  Stuttgart,  Geschenk  des  Herrn  Oberbaurath ­
  v.  Leins  als  Verfasser.

83)  InA6niör8-Bör6mnA6U8  BörbandlinZar.
1876.  1—6c.  Haftet.
1877.  la.  Haftet.
84)  Zur  Prüfung  von  Portland-Cement.
Separat-Abdruck  aus  dem  Notizblatt  des  deutschen
Vereins  für  Fabrikation  von  Ziegeln,  Thonwaaren,
Kalk  und  Cement.
Ueber  Prüfungs-Methoden  von  Portland-Cement.
Vorlage  zu  Beschlüssen  für  einheitliche  Lieferung  und
Prüfung  von  Portland-Cement.
Normen  für  die  einheitliche  Lieferung  und  Prüfung
von  Portland-Cement.
85)  Mittelrheinischer  Architekten-  und  Ingenieur-Verein.
Hauptversammlung  Frankfurt  30.  Juni  1877.
86)  Vereinbarung  zwischen  den  Architekten-  und  Ingenieur-Vereinen
  für  Bayern,  Württemberg,  Baden,  zu  Straßburg, ­
  Frankfurt  a/M.,  für  den  Mittelrhein,  für  Niederrhein-Westsalen
  und  zu  Cassel  über  die  Herausgabe
*  einer  gemeinschaftlichen  Zeitschrift.
87)  Worte  am  Grabe  des  Herrn  Oberbaurath  Binder,
Professor  am  Polytechnikum.
88)  Denkschrift  über  die  Pflege  der  Kunst  an  den  öffentlichen ­
  Bauwerken.  München  1877.  7  Exemplare.
89)  Notizblatt  des  Architekten-  und  Ingenieur-Vereins  für
Niederrhein  und  Westfalen  Band  II.  1876.
90)  Ehrenberg's  Baulexikon  1840.  Heft  1—6.

Beilage  3  zur  17.  Versammlung
mit  2  Zeichnungsbeilagen.
Mittheilungen
des  städtischen  Sauraths,  Herr  Kaiser
über  seine

im  Spätjahr  1876  nach  Brüssel  gemachte  Reise  zum  Besuch  der  internationalen  Ausstellung  für  Gesundheitspflege ­
  und  Rettungswesen,  sowie  über  die  von  ihm  gemachten  Wahrnehmungen  in  Betreff  der  Anlage  und
Reinigung  der  Straßen,  über  Kanalisation  re.  dieser  Stadt,  und  über  die  auf  das  Jngenieurfach  bezüglichen
Ausstellungsgegenstände.

An  der  Hand  einer  Reihe  von  Plänen  und  Zeichnungen
verbreitet  sich  der  Redner  über  die  Anlage  der  Straßen  und
Boulevards  und  deren  Dimensionen,  über  Pferdebahnen  und
Pissoirs  und  bespricht  in  eingehender  Weise  den  musterhaft
eingerichteten  Dienst  der  Straßenreinigung;  (da  es  für  einen
großen  Theil  von  Fachgenossen  von  Wichtigkeit  sein  dürfte,  zu
erfahren,  welches  Personal,  Inventar  und  Material  die  Reinigung ­
  einer  Stadt  von  der  Ausdehnung  Brüssels  mit  etwa
200,000  Einwohner  bedarf,  so  folgt  am'  Schluffe  dieser
Mittheilung  die  Uebersetzung  einer  kleinen  Broschüre  (mit
dem  Titel  Organisation  cke  la  ferme  des  boues),  welche  über
die  Verwaltung,  Geschäftseintheilung  ic.  näheren  Aufschluß  gibt).
Im  Allgemeinen  soll  deshalb  hier  nur  hervorgehoben
werden,  daß  die  Stadt  dieses  Reinigungsgeschäft  in  eigener
Regie  betreibt,  und  daß  dasselbe  die  Abfuhr  des  Straßenmorastes, ­
  sowie  der  Küchenabfälle,  das  Begießen  der  Straßen,
Boulevards  und  öffentlichen  Plätze,  sowie  das  Reinigen  der
Dohlen  und  Pissoirs  umfaßt.
Der  Dienst  zerfällt  in  einen  Tages-  und  einen  Nachtdienst; ­
  die  Fläche  der  Straßen  und  öffentlichen  Plätze,  welche
während  der  Nacht  gekehrt  werden,  beträgt  42  Hektar,  während
das  ganze  Straßenareal  incl.  der  Boulevards  141,5  Hektar
groß  ist.

Die  Stadt  ist  in  64  Bezirke  getheilt  und  ist  für  jeden
Bezirk  genau  vorgeschrieben,  weryn  die  Reinigung  der  Straßen
zu  beginnen  und  aufzuhören  hat,  und  von  welchem  Personal
die  einzelnen  Arbeiten  zu  besorgen  sind.
Das  Gesammt-Personal  besteht  aus  366  Mann,  worunter
19  Beamte,  16  Handwerksleute  und  331  Arbeiter  sind;  zum
Fuhrwesen  sind  84  kräftige  Pferde  vorhanden.
Als  Depot  zur  Ablagerung,  Sortirung  und  Verfrachtung
des  sämmtlichen  Kehrichts,  sowohl  des  Straßenmorastes,  als
der  Küchenabfälle,  dient  die  städtische  Anlage  in  der  Straße
du  Mat  mit  einer  Gesammtfläche  von  36,000  gm.,  wovon
etwa  12,000  gm.  auf  das  Schiffsbassin  entfallen,  welches
mit  dein  Kanal  de  Villebrock  in  Verbindung  steht.
Auf  dieser  Stelle  sind  auch  die  Lagerplätze  und  Magazine
für  die  städtische  Bau-  und  Unterhaltungsmaterialien,  die
Wohnungen  der  Beamten,  die  Werkstätten,  Stallungen  Remisen  rc.
plazirt.
Nach  Ankunft  der  Kehrichtwagen  wird  deren  Inhalt  in
der  Weise  sortirt,  daß  Stoffe,  welche  als  Dünger  zu  verwenden ­
  und  deßhalb  werthvoller  sind,  alsbald  ausgeschieden  und
auf  das  Schiff  zum  Weitertransport  und  Verkauf  gebracht
werden,  während  die  weniger  verkäuflichen  Stoffe,  wie  Küchenreste, ­
  Schlacken  rc.  auch  auf  Schiffe  geladen  und  zunächst  auf
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