Volltext : Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1884)

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mit  der  Bitte,  die  Bkitglieder  möchten  in  ihrem  Teile  bestrebt
sein,  zum  Gelingen  der  Verbandsgeneralversammlung  im  August
nach  Kräften  beizutragen.
Der  Schriftführer:
L  a  i  st  n  e  r.
Ausschußsthungen  während  der  Aerien,
als  sechste  und  verstärkte  Ausschnßsthung  am  30.  Juli  1884.
Anwesend:  Oberbaurat  v.  Schlierh  olz,  als  Vorsitzender,  Canz,  v.  Egle,
Guggeiihahn,  Hang,  Huber,  Kaiser,  v.  Leins,  Laistner,  Lupfer,
v.  Landauer,  Ockert,  Reinhardt,  Rheinhard,  Tafel,  Weyrauch, ­
  Walter.  Entsch.:  Dobel,  zusammen  17  Mitglieder.
Nachdem  der  neben  Oberbaurat  v.  Schlierholz  zum
Abgeordneten  zur  Verbandsdelegiertenversammlung  in  einer  vorhergegangenen ­
  Ausschußsitzung  gewählte  Prof.  >>r.  Weyrauch
zur  Annahme  verhindert  ist,  werden  in  erster  Linie  die  Herren
Oberbaurat  Leib  brand  und  wenn  dieser  ablehnen  würde
v.  Hänel  delegiert  und  die  Aufnahmegesuche  der  Herren
Baumeister  Mützel,  Reg.Bauführer  v.  Tröltsch,  Abteilungsbaumeister ­
  Benke  als  hiesige,  Baumeister  Schad  von  Cannstatt, ­
  Weiß  von  Ellwangen  und  Pohlhammer  von  Hall
als  auswärtige  Mitglieder  genehmigt  worden  sind,  referiert
Prof.  Reinhardt  über  die  Verhandlungen  wegen  der  Zeitschrift ­
  für  Baukundc.  Mit  dem  Austritt  des  Aachener,  Oldenburger, ­
  Badischen  und  Elsaß-Lothringischen  Vereins  nämlich  ist
die  Fortführung  der  „Zeitschrift  für  Baukunde"  nicht  mehr
möglich;  die  Hannovcranische  Zeitschrift,  mit  der  man  wegen
des  Ersatzes  verhandelt,  zeigt  sich  zu  keinerlei  Konzessionen  für
Berücksichtigung  der  süddeutschen  Wünsche  und  deren  Vertretung
geneigt  und  so  bleibe  nach  Ansicht  des  Herrn  Referenten  wohl
nichts  anderes  übrig,  als  Verhandlungen  mit  einer  der  norddeutschen ­
  Wochenschriften  anzuknüpfen.  Letzterer  Vorschlag  und
speziell  mit  der  „deutschen  Bauzeitung"  wird  von  Direktor
v.  Egle  empfohlen.  Professor  Or.  Weyrauch  macht  die  Mitteilung, ­
  daß  Buchhändler  Witwer  die  Geneigtheit  zur  Herausgabe ­
  einer  süddeutschen  Zeitung  auf  eigene  Rechnung  gezeigt
habe.  Direktor  v.  Egle  bezweifelt  die  Möglichkeit  der  Erlangung
eines  geeigneten  Redakteurs,  und  betont  das  Bedürfnis  einer
größeren  Konzentration  der  Vereinszeitschriften,  da  man  bei  der
bisherigen  Zersplitterung  unnötig  viel  ausgeben  und  lesen  müsse.
Ing.Assistent  Laistner  macht  dagegen  geltend,  daß  ein  besonderes ­
  Organ  in  der  Verschiedenartigkeit  der  persönlichen
und  sachlichen  Verhältnisse,  namentlich  auch  zum  Austrag  von
Personalfragen  immer  noch  wünschenswert  sei.  Auf  Vorschlag
des  Vorsitzenden  wird  der  Anschluß  an  die  Hannoverische  Zeitschrift ­
  einstimmig  abgelehnt,  dagegen  daß  seitens  des  Redaktionsausschusses ­
  mit  einer  der  norddeutschen  Wochenschriften  für  den
Fall,  daß  sich  nicht  ein  besonderes  süddeutsches
Organ  erzielen  läßt,  in  erster  Linie  mit  der  deutschen  Bauzeitung ­
  in  Verhandlung  getreten  werden  wolle,  genehmigt.  Demgemäß ­
  ergeht  an  die  Redaktion  der  Zeitschrift  für  Baukunde
folgende  Zuschrift:
1.  Der  württ.  Verein  für  Baukunde  vermag  dem  Ansinnen
der  Redaktion  der  hannoverischen  Zeitschrift,  wonach  den
beitretenden  Vereinen  keinerlei  Mitwirkung  zustünde,  nicht
zuzustimmen.

2.  Derselbe  bedauert,  daß  die  süd-  und  westdeutsche  Vereinigung ­
  durch  Aufgabe  der  Zeitschrift  für  Baukunde  in
ihrem  Fortbestehen  gefährdet  ist  und  wünscht  bei  deren
Erlöschen  in  erster  Linie,  daß  dahin  gestrebt  werde,  in
irgend  welcher,  den  Interessen  unseres  seitherigen  Verbandes
entsprechenden  Form  wieder  eine  Publikation  zu  gewinnen;
oder  falls  dies  nicht  erreicht  werden  könnte,  daß  zunächst
mit  der  Berliner  Bauzeitung  in  einer  unseren  Interessen
entsprechenden  Weise  und  mit  Erzielung  eines  mäßigen
Preises  pro  Mitglied  in  Verbindung  getreten  werde.
3.  Gegen  den  Austritt  des  bad.  Vereins  zu  Ende  1884
hätten  wir  für  den  Fall  nichts  zu  erinnern,  wenn  die  Zeitschrift ­
  für  Baukunde  vertragsmäßig  mit  dem  Jahre  1884
aufhören  könnte  oder  überhaupt  keine  finanzielle  Steigerung ­
  dadurch  für  die  verbleibenden  Vereine  entstehen
würde.
Zum  Schlüsse  werden  noch  2Vs  Stunden  lang  die  Mitglieder ­
  mit  den  Vorbereitungen  zur  VI.  Generalversammlung  bekannt ­
  gemacht:  mit  den  beiden  für  die  Abgeordneten  projektirten
Abendkneipen,  dem  Exkursionsplan,  der  Einteilung  des  Wohnungsbureaus ­
  und  der  Finanzkommission,  und  dem  Programm
für  die  Damen.
Der  Schriftführer:
vr.  Huber.
Sieöente  und  verstärkte  Ausschußsitzung  am  16.  August  1884.
Anwesend:  die  Herren  Oberbaurat  v.  Schlierholz  als  Vorsitzender,  v.  Egle,
Rheinhard,  Beitter,  Berner,  Dolmetsch,  Eisenlohr,  Hauck,
Jooß,  v.  Landauer,  Ockert,  Tasel,  Weigle,  Wolfs,  14  Mitglieder.
1.  Zum  Vortrag  gelangen  die  Danksagungsschreiben  der
beiden  Majestäten  und  die  Mitteilung  der  Bewilligung  von
100  Freibillets  zum  K.  Hoftheater.  Die  Austeilung  soll  durch
die  Delegierten,  je  nach  Verhältnis  der  Mitgliederzahl  geschehen.
Infolge  Andeutung  S.  Majestät  des  Königs  wird  noch  Bebenhausen ­
  in  den  Exkursionsplan  eingefügt.
2.  Sodann  werden  die  Aufnahmegesuche  von  Baumeister
Ott  Böblingen  und  Architekt  Stahl  II.  in  Firma  Stahl  u.
Wittmann  genehmigt,  und  den  beiden  Fabrikanten  Karl
Schwenk  in  Ulm  und  Dopfer  in  Wasseralfingen  erwidert,
daß  erst  mit  Beginn  des  Winterhalbjahrs  die  Sitzungen,  in
denen  weitere  Aufnahmegesuche  erledigt  werden,  wieder  beginnen,
und  den  Gesuchen  statutengemäß  ein  kurzes  Nationale  unter
Nachweis  eines  accademisch-technischen  Studiunis  beizulegen  feie,
im  übrigen  aber  nichts  im  Wege  steht,  daß  sie  schon  jetzt  der
Generalversammlung  als  Gast  gegen  Lösung  der  Teilnehmerkarte ­
  anwohnen.
3.  In  Betreff  der  Gäste  wird  deren  Einführung  durch
Vereinsmitglieder  resp.  Vorschlägen  dem  Vereinsvorstand  gegen
Lösung  der  Teilnehmerkarte  willkommen  geheißen.
4.  Zum  Schluffe  wird  das  Besichtigungsprogramm  am
Montag  und  Dienstag  früh,  die  Exkursion  nach  Bebenhausen
und  der  Ausflug  nach  den  K.  Schlössern  durchbesprochen.
Der  Schriftführer:
vr.  Huber.
            
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