wald, auf der Alb und im Unterland „in verschiedenen Abände-
rungen“ finde.
Unsre Albexemplare stimmen mit solchen, die uns Clessin
von dem für Mollusken classisch gewordenen Dinkelscherben bei
Augsburg sandte, vollständig überein, wie er denn auch die
ihm von uns übersandten Stücke als „sehr characteristische“ be-
zeichnete.
Leicht scheidet sie die Schalensculptur von CI. dubia,
denn bei 07. cruciata findet sich nicht nur keine Netzzeichnung,
sondern die Leisten sind auch viel.gröber und weiter auseinan-
der gerückt, ähnlich wie bei CI. plicatula. Diese Leisten sind
bei CZ. cruciata immer abgerieben, daher sie grau und glanzlos
erscheint, wogegen CI. mylicatula dunkelbraun glänzend. Vor
Allem aber ist die Mündung unsrer Schnecke characteristisch.
Diese ist sehr klein, schmal, länglich, birnförmig, überdem der
Gaumen durch zwei Wülste ausserordentlich verengert.
Unter einer Menge Exemplare, die wir gesammelt, begeg-
nete uns nur ein einziger Albino, bei welchem wegen der Durch-
sichtigkeit der Schale die Structur des Schlundes und seine Be-
waffnung sehr schön zu sehen ist.
NB. Die ächte CZ. nigricans Pult. mit rhombischer
Mündung und bogiger Unterlamelle haben wir hier noch nicht
gefunden.
64. Clausilia (Iphigemia) parvula Stud.
Länge der Schale 71/,—10 Mm., Breite 2 Mm.
Diese hübsche, kleine Clausilie ist wohl die individuen-
reichste auf der Alb, an- ihrer glänzend violettbraunen Schale
und reinen Spindelform sofort kenntlich. Sie erscheint glatt,
zeigt aber unter der Loupe doch feine Riefen. Varlirt in Grösse
und Form, indem sie bald bauchiger und kürzer, bald schlanker
und länger, auch stumpfer oder spitzer auftritt. Ist bei uns
vorzüglich Felsenschnecke, überall im Moos der südlich und
nördlich gelegenen Jurafelsen versteckt, doch findet sie sich auch
im Moos alter Baumstämme häufig. Bei langer Trockene kriecht
sie einfach in das Moos selbst hinein, während die anderen
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