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Jahrgang 1898. 
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Heft 3. 
Inhalt: Bereinelhätigkeit. — Protokoll der zweiten ordentlichen Versammlung am 8. Januar 1898. — Gesellige Vereinigung ane 29. Januar 1898, ver 
bunden mit der Besichtigung des Hotels Marquardt. — Protokoll der dritten ordentlichen Versammlung am 5. Februar 1898. — Die neuen Ver 
kehrsverhältnisse zwischen Bayern und Württemberg in Ulm und Neu-Ulm, von Bauinspektor Braun in Ulm. (Schluß.) — Astronomische 
Betrachtungen über das Endliche und das Unendliche im Universum, Vortrag von Fabrikant Tesdorpf. 
UereinsthiLtigKeit. 
Am 31. März 1898 Besichtigung der Glockengießerei von H. Kurtz in Stuttgart, verbunden mit Probeläuten der für Heidenheim 
bestimmten Glocken. 
Am 2. April 1898 fünfte ordentliche Versammlung. (Vcrbaudsangclegenheitcn; Vortrag von Baudirektor v. Hänel über Berg 
bahnen in der Schweiz.) 
Am 7. Mai 1898 sechste ordentliche Versammlung. (Geschäftliches; Vortrag von Direktor Walter über den neuen Saalbau in 
Ulm, und von Prof. Dr. Lueger über die Kanalisation und die Wasserversorgung von Pforzheim.) 
Zweite ordentliche Iersavlvllnng am 8. Januar 1898. 
Vorsitzender: Mayer. Schriftführer: Neuffer. 
Anwesend: 77 Mitglieder. 
Der Vorsitzende begrüßt zunächst die in der Versammlung er 
schienenen Mitglieder des Vereins deutscher Ingenieure und bringt 
sodann eine Einladung dieses Vereins zu seiner am Donnerstag den 
15. Januar stattfindenden Versammlung zur Kenntnis, bei welcher 
die Photographien der neuen, großen Eisenbahnbrückc bei Müngsten 
mittelst des Dioptikons vorgeführt werden sollen. 
Zur Verlesung kommt hienach ein Schreiben des Herrn Prä 
sidenten von Schlierholz, worin derselbe seinen Dank ausspricht 
für die ihm anläßlich seines 80. Geburtsfestes seitens des Vereins 
zu teil gewordenen Ehrungen. 
Vom Verbandsvorstand ist ein Schreiben eingelaufen, betreffend 
ein Gesuch des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Stettin um 
Aufnahme in den Verband deutscher Architekten- und Ingenieur- 
Vereine. Der Vorsitzende stellt den Antrag: 
1. das Aufnahmegesuch als dringlich zu erklären, 
2. die Aufnahme des Vereins zu Stettin in den Verband zu 
empfehlen. 
Der Antrag wird ohne Widerspruch angenommen. In einem 
weiteren Schreiben teilt der Verbandsvorstand mit, daß der Vertrag 
mit der Verlagsbuchhandlung Gebrüder Jaenecke in Hannover über 
die Herausgabe der Verbandszeitschrift noch vor Ablauf des Jahres 
1897 (am 12. Dezember) zum Abschluß gekommen sei. Die erste 
Nummer der neuen Zeitschrift liegt nunmehr vor. Jedem Verbands 
mitglied wird seitens der Verlagsbuchhandlung eine Probenummer 
zugehen. 
Der Vorsitzende knüpft hieran die Aufforderung zu möglichst 
zahlreichem Abonnement auf die Verbandszeitschrift und ersucht zu 
gleich die Vereinsmitglieder, die Zeitschrift durch Zuwendung von 
Beiträgen thunlichst zu unterstützen. 
Ter vom Verbandsvorstand eingekommene Bericht über die 
Abgeordneteu-Versammlung in Roiheuburg an der Tauber wird den 
anwesenden Mitgliedern durch Zirkulation zur Kenntnis gebracht. 
Nach Schluß des geschäftlichen Teils folgt der angekündigte 
Vortrag „über die Hochwasserkatastrophc im Bezirk Ba 
lingen im Jahr 1895 und über die Wiederhcrstellungs- 
arbeiten im Zerstörungsgebiet" durch die Herren Bauinspektor 
Roller, Baurat Canz, Bauinspektor Mörike, Professor Maurer. 
Roller giebt an Hand der aufgehängten Pläne und Zeich 
nungen ein Bild über die hydrographischen Verhältnisse der von der 
Ueberschwemmung heimgesuchten Gegend, schildert eingehend den Ver 
lauf des Hochwassers und die in den einzelnen Orten des Eyach 
thales aufgetretenen Zerstörungen. Sodann giebt Redner einen Ueber- 
blick über die Thätigkeil der mit der Wiederinstandsetzung der Hoch 
wasserschäden beauftragten staatlichen Organe, sowie über die Aktionen 
des Hilfs-Komites und beschreibt dann die durch die K. Ministerial- 
Abteilung für den Straßen- und Wasserbau, unter seiner Bauleitung 
durchgeführten Neubauten der zerstörten Brücken, und der vorge 
nommenen Korrektionsarbeiten an der Eyach, welche zum Zweck der 
künftigen ungehinderten Abführung der Hochwasser ausgeführt wurden. 
Die Herren Canz, Mörike und Maurer geben anschließend 
an die Ausführungen des Herrn Roller eingehende Erläuterungen 
über die Wiederherstellung der durch das Hochwasser zerstörten Wehr 
anlagen, wobei jeder der drei Herren diejenigen Wehrbauten an Hand 
der aufgehängten Detailpläne des näheren beschrieb, welche von dem
        

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