Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 15-16, 1859-1860)

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derselben stimmt mit schwäbischen Vorkommnissen überein, so
insbesondere: Anatina praecursor, A. Suessi, Leda Deffneri,
Tancredia Marcignyana(?) Mart., Cypricardia Suevica, Cardium
tloacinum , C. Rhaeticum, Neoschizodus posterus, Myophoria
praecursor, Lima praecursor, Mytilus minutus, Gervillia praecursor,
 Avicula contorta, Pectın Valoniensis, Anomya n. sp.
Wenn schon hiezu noch einige weitere Arten kommen, von
welchen nachher die Rede sein wird, so genügt diese Liste doch,
um den Beweis für den. Synchronismus der dortigen Ablagerungen
 mit den schwäbischen Contorta-Schichten auf das Bestimmteste
 zu liefern.
Ueber der Zone der Avicula cöntorta folgen in den Umgebungen
 von Semur an den von M. Martin untersuchten Loca-Jitäten
 kalkige und mergelige Muschelbreccien mit Amm. glanorbis,
 sowie mit einer in jenen Distrieten weit häufigeren
Ammoniten - Species, welche M. Martin Amm. Burgundiae *

Eine dem Ammonites laqueus Quenst. Jura S. 43, tab. 3, fig, 5
sehr nahestehende Species. Beide Vorkommnisse verdienen grosses Interesse
und es wäre wünschenswerth, die Originale vergleichen zu können. M. Martin
bildet seinen Amm. Burgundiae in ‘der auf der folgenden Seite citirten Abhandlung
 tab, 1, fig. 2 ab. Seinen Angaben zufolge findet sich derselbe in
den Umgebungen, von Semur sehr häufig. Prof. Quenstedt beschrieb das
einzige in seiner Sammlung befindliche Exemplar von Amm. laqueus, drückte
jedoch die Vermüthung aus, dass die Brut dieser Species zu Bebenhausen
unmittelbar über der Kalkbank des Amm. glanorbis (== Amm. psilonotus
Quenst.) nicht selten vorkomme.
Dem Seitherigen zufolge würde nicht allein Amm. Burgundiae Mart.
sein Lager in der Zone des Amm. planorbis haben, sondern auch
Amm. laqueus Quenst.,. was im Bestätigungsfalle von Interesse wäre, insbesondere
 wenn sich die Identität von Amm,. laqueus und Amm. Burgundiae
noch bestimmter erweisen liesse,
Zum Schlusse dieser Betrachtung habe ich noch auf ein drittes Vorkommen
 aufmerksam zu machen. Herr Hofrath v, Fischer brachte im
letzten Herbste einige Ammoniten (von circa 4 Zoll Durchmesser) aus den
Umgebungen von Ischl mit, welche sich als zwei von einander verschiedene
 Arten bestimmen liessen, deren eine vollständig mit Amm, planorbis
übereinstimmt, während die andere entweder eine neue Species bildet, oder
zu obigen Ammoniten (A, laqueus und A. Burgundiae) gehört. Abweichend
ist der an den äussern Windungen blossgelegte, abgerundete, aber dennoch
            
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