iisasGzaaas 
rnaaiitxncii 
Monatsschrift 
Protokoll der fünften ordentlichen Versammlung am 26. März 1904. — MitteilungefN^öi 
Versicherungsgesetzes. — Photographie und Vervielfältigung von technischen und Werkzem 
Kujmtwurf des neuen Brand- 
.gen. — Die Kugelprüfung. — 
mmn 
mmw 
Protokolle, Berichte etc. 
Protokoll der fünften ordentlichen Versammlung am 26. März 1904. 
Vorsitzender: Zügel. 
Schriftführer: Laistner. 
Anwesend: 35 Mitglieder. 
Nach Eröffnung der Sitzung gibt der Vorsitzende zunächst 
das Protokoll der letzten Versammlung in Umlauf, teilt sodann 
die Einläufe mit und gibt bekannt, dass die Herren Landes- 
feueriöschinspektor G m e 1 i n, Architekt Glockerund Regierungs 
baumeister Storz durch Vorstandsbeschluss als Mitglieder in 
den Verein aufgenommen worden sind, nachdem gegen deren 
Aufnahme innerhalb der vorgeschriebenen Frist eine Einwendung 
nicht erhoben worden ist. 
Um Aufnahme in den Verein hat Herr Bauinspektor 
Euting nachgesucht; vorgeschlagen ist derselbe durch 
Reihling. 
In Betreff der anderweitigen Unterbringung der Vereins 
bibliothek berichtet der Vorsitzende, dass er, nachdem die 
Rosenbergschule ihrer ungünstigen Lage wegen nicht in Betracht 
kommen werde und eine Unterkunft im alten Gymnasium 
vermutlich nicht von langer Dauer wäre, den Versuch gemacht 
habe, ein Zimmer im alten Katharinenstift zu bekommen. Die 
Generaldirektion der Posten und Telegraphen habe sich zur 
mietweisen Ueberlassung von zwei Zimmern bereit erklärt, und 
der Vorstand habe beschlossen, der Versammlung die Miete 
des Zimmers Nr. 17 um den Jahresbetrag von 72 M. zu 
empfehlen. 
Der Vorsitzende wird hierauf zum Abschluss des ab 
1. April d. Js. laufenden Vertrages ermächtigt. 
von Schlierholz wünscht, dass im neuen Bibliothek 
zimmer womöglich Gelegenheit zum Nachschlagen von Werken 
geschaffen werde, worauf der Bibliothekar bemerkt, dass dann 
bestimmte Zeiten für die Benützung vorgeschrieben werden 
müssten und der Bibliothekar anwesend zu sein hätte. 
Gsell macht darauf aufmerksam, dass wiederholte frühere 
Versuche zur Einführung bestimmter Bibliothekstunden, bezw. 
eines Lesezimmers, stets an der Teilnahmslosigkeit der Mitglieder 
gescheitert sind, und verspricht sich daher auch von der heutigen 
Anregung keinen Erfolg. 
Pantle hebt noch besonders hervor, dass das Dringendste 
die Aufstellung eines neuen Katalogs sei, ohne welchen eine 
Benützung der Bibliothek für die Vereinsmitglieder überhaupt 
kaum zu ermöglichen wäre. 
Der Vorsitzende sagt zu, das von den Vorrednern Vor 
gebrachte im Auge behalten zu wollen. 
Uebergehend auf die Frage der Begutachtung des Entwurfs 
emer neuen Bauordnung bringt der Vorsitzende in Erinnerung, 
dass dieser Entwurf dem Verein im abgelaufenen Jahre ohne 
eine Aufforderung zur Begutachtung zugegangen ist, der 
Sommerferien halber aber nicht hat in Behandlung genommen 
werden können. 
Der Vorstand hat nun in seiner letzten Sitzung beschlossen, 
dem Vereine die Einsetzung einer siebengliederigen Kommission, 
bestehend aus den Herren Feil, Gebhardt, Hofacker, 
Mayer (ev. Pantle), Mörike, Neuffer und Walter, zu 
empfehlen, welche möglichst bald über den Entwurf berichten 
sollte, da das Ministerium des innern Wert darauf legt, vor 
endgültiger Fertigstellung dieses Entwurfs auch die Anschauungen 
des Vereins für Baukunde über denselben kennen zu lernen. 
Auf von Lauser an den Vorsitzenden gelangte Anregung 
wird beschlossen, die vorgeschlagene Kommission durch Zu 
ziehung weiterer Privatarchitekten — und zwar Eisenlohr 
und Woltz — auf neun Mitglieder zu verstärken. 
Aus der Mitte des Vereins ist der Wunsch laut geworden, 
die von Camillo Sitte begründete Zeitschrift „Städtebau“, 
welche im Jahresabonnement 20 M. kostet, für den Verein zu 
beschaffen. Gegen diesen Antrag erhebt sich kein Widerspruch. 
Vom Verband sind vorläufige Vorschriften für den Eisen 
betonbau, die von einer gemeinschaftlichen Kommission des 
Verbands und des Deutschen Beton Vereins aufgestellt worden 
sind, mit dem Ersuchen eingegangen, dieselben alsbald zu be 
gutachten und das Ergebnis der Begutachtung spätestens bis 
zum 1. Mai d. Js. einzusenden. 
Der Vorsitzende bemerkt hiezu, dass das Ersuchen erst 
heute bei ihm eingelaufen sei, so dass die Sache nicht mehr 
habe auf die Tagesordnung der heutigen Versammlung gesetzt 
werden können. Der Dringlichkeit wegen schlage er aber vor, 
gleichwohl auf den Gegenstand einzugehen. 
Nach kurzer Beratung wird eine Kommission, bestehend aus 
den Herren Kräutle, Neuffer und Mörike, gewählt, welche 
die obengenannten Vorschriften prüfen und sodann der nächsten 
Versammlung über das Ergebnis ihrer Prüfung berichten soll. 
Nunmehr erhält Ehmann das Wort zu den letzten 
Gegenstand der Tagesordnung bildenden „Mitteilungen über das 
Projekt der Wasserversorgung der Filder“,
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.