Nr. 7 und 8 
Monatsschrift des Württembg. Vereins für Badkunde in Stuttgart. 
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An die Vereinsmitglieder! 
Betreffend Normalien für Hausabflussleitungen. 
Die XXXII. Abgeordneten-Versammlung des Verbandes 
deutscher Architekten- und Ingenieurvereine in Dresden hat am 
31. August 1903 die in Gemeinschaft mit den in Betracht 
kommenden anderen Vereinen und Interessentengruppen durch 
den Verband neu bearbeiteten Normalien für Hausabflussleitungen 
„Deutsche Normalab flussröhren, D. N. A. 1903“ ein 
stimmig angenommen. 
Die Normalien sind in drei Tabellen, A, B und C dargestellt, 
welche samt der dazu gehörigen Erläuterung zum Preise von 
1,70 Mk. einschliesslich Porto von der Geschäftsstelle des Ver 
bandes in Berlin N. W. 52, Flemmingstrasse 16, bezogen werden 
können. Von der Geschäftsstelle können auch Normalzeichnungen 
in natürlicher Grösse bezogen werden und zwar: 
Satz A, Gusseisenröhren — 37 Blatt — 200 Mk. 
„ B, Steinzeugröhren — 5 „ — 20 „ 
Nachträglich, am Anfang des Jahres 1904, sind gegen die 
Normalien Angriffe erhoben worden, über welche sodann der 
Verbandsvorstand einen Bericht des mit der Nachprüfung der 
Normalien beauftragten Verbandsausschusses eingefordert hat. 
Dieser Bericht kommt zu dem Schlüsse, dass die erhobenen 
Angriffe nicht berechtigt sind. 
Eine die Angelegenheit betreffende Bekanntmachung des 
Verbandsvorstandes vom April 1904 ist als Beilage der „Deutschen 
Bauzeitung“ erschienen — zusammen mit der zu den Normalien 
gehörenden Erläuterung und dem oben erwähnten Bericht des 
Prüfungsausschusses — und wird nachstehend zum Abdruck 
gebracht. 
Stuttgart, den 8. Juli 1904. 
Der Vorsitzende: Zügel. 
An die Vereinsmitglieder! 
Der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf hat 
aus Anlass der im Monat September d. Js. dort stattgehabten 
Abgeordneten- und Wanderversammlung des Verbandes ein 
schönes und interessantes, reich illustriertes Werk über Düssel 
dorf und seine Bauten herausgegeben. Der Düsseldorfer 
Verein hat das Werk den Mitgliedern der übrigen Verbands 
vereine zum Vorzugspreise von 15 Mark für das gebundene 
Exemplar bis zum 1. Januar 1905 zur Verfügung gestellt. 
Bestellungen sind an den Vorsitzenden des genannten Vereins, 
Herrn Landesbaurat Görz, Kronprinzenstrasse Nr. 84 in Düssel 
dorf, zu richten. 
Den verehrl. Mitgliedern des W. Vereins f. Baukunde wird 
hievon in empfehlender Weise Kenntnis gegeben. 
Stuttgart, den 14. Oktober 1904. 
Der Vorsitzende: Zügel. 
An die Vereinsmitglieder! 
Das nachstehende Schreiben des Vorstandes des Verbands 
deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine, betr. die Er 
ledigung der Stelle eines Geschäftsführers des 
Verbandes wird zur Kenntnis der verehrl. Mitglieder gebracht. 
Stuttgart, den 12. Oktober 1904. 
Der Vorsitzende: Zügel. 
Verband deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine. 
Die Stelle des Geschäftsführers des Verbandes 
deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine soll 
zum 1. Januar 1905, entsprechend dem Beschlusse der 23. Ab 
geordneten-Versammlung in Düsseldorf 1904, neu besetzt werden. 
Dieselbe war bisher eine nebenamtliche, in Zukunft aber 
soll sich der Geschäftsführer vorwiegend dem Verbände 
widmen. Art und Umfang seiner sonstigen Tätigkeit unter 
liegen der Genehmigung des Verbandsvorstandes. 
Der Geschäftsführer muss beim Eintritt in sein Amt Mitglied 
eines Verbandsvereines sein und seinen Wohnsitz in Berlin 
nehmen. Er ist Mitglied des Verbandsvorstandes. Die Wahl 
erfolgt zunächst auf 4 Jahre, jedoch mit beiderseitigem viertel 
jährigen Kündigungsrecht. Antritt spätestens zum 1. Januar 1905 
erwünscht. 
Meldungen mit kurzen Angaben über Lebenslauf, Vor 
bildung und bisherige Tätigkeit, sowie über Gehaltsansprüche 
werden bis zum 23. Oktober erbeten an die Geschäftsstelle 
des Verbandes, Berlin N.-W. 52, Flemmingstr. 16, die auch 
nähere Auskunft erteilt. 
Frankfurt a M. — Berlin, den 19. September 1904. 
Der Verbandsvorstand: Neher, Vorsitzender, 
Eiselen, Geschäftsführer. 
Zur Frage der Normalisierung der Hausabfluss 
leitungen. 
Gegen die vom Verbände deutscher Architekten- und 
Ingenieurvereine nach Anhörung von Vertretern der in Betracht 
kommenden Interessentengruppen bearbeiteten neuen Normalien 
für Hausabflussleitungen, welche durch die XXXII. Abgeordneten- 
Versammlung in Dresden am 31. August v. Js. einstimmig an 
genommen und darnach veröffentlicht wurden, sind von einem 
Teile der zu den Beratungen im Dezember 1902 hinzugezogenen 
Vertreter anderer Vereine und Interessentengruppen Angriffe ge 
richtet worden, die wir nicht unerwidert lassen können. 
Diese Angriffe zielen darauf ab, die vom Verbände auf 
gestellten Normalien, zu deren wesentlichen Grundlagen übrigens 
dieselben Personen, welche sie jetzt angreifen, bei den Beratungen 
nachweislich ihre Zustimmung gegeben hatten, als verfehlt hin 
zustellen und ihre Einführung zu verhindern. Statt dessen 
werden andere Normalien empfohlen, die in irreführender Weise 
als die „Normalien der deutschen Ingenieure“ bezeichnet werden 
und Unterschriften für diese und gegen die Verbandsnormalien 
gesammelt. 
Wir drucken daher nachstehend Skizzen und Erläuterungen 
ab, welche die vom Verbände aufgestellten „Deutschen Normal 
abflussröhren“ erkennen lassen, und geben dazu den Bericht, 
welchen der vom Verbände seinerzeit eingesetzte Ausschuss 
infolge der Sachlage an den Vorstand erstattet hat. 
Wir richten nunmehr die Bitte an die staatlichen und 
kommunalen Behörden, sowie an die Architekten und Ingenieure, 
die mit der Frage der Hausabflussleitungen zu tun, bezw. in 
derselben entscheidende Stimme haben, die Vorschläge des Ver 
bandes einer eingehenden Prüfung unterziehen zu wollen, und 
sind überzeugt, dass diese Prüfung das Ergebnis haben wird, 
dass die „deutschen Normalabflussröhren“ trotz der jetzt gegen 
sie gerichteten Agitation sich allgemeinen Eingang verschaffen 
werden. — 
Im April 1904. 
Der Vorstand desVerbandes deutsch er Architekten- 
und Ingenieurvereine. 
Neher. Bubendey. v. Schmidt. Haag. Eiselen. 
Erläuterung zu den vom Verbände Deutscher 
Architekten- und Ingenieurvereine aufgestellten 
Normalien für Deutsche Normalabflussröhren, 
D. N. A. 1903. (Hiezu drei Tabellen A, B und C.) 
1. Gusseiserne Röhren. 
(Alle Masse in Millimeter.) 
1. Die lichten Durchmesser und die normalen 
Wandstärken sind wie folgt festgesetzt: 
Normaler lichter Durchmesser 50, 70, 100, 125, 150, 200 mm 
Normale Wandstärke ... 5, 5, 6, 6, 7, 8 mm 
2. Für die Formstücke und deren Gewichts- 
b|e r e c h n u n g ist für alle Durchmesser eine um 1 mm grössere, 
mittlere Wandstärke bestimmt. Diese Verstärkung erfolgt bei 
allen Formstücken, abgesehen von der Uebermuffe, im Inneren 
d. h. unter Verengung der Lichtweite des Rohres. 
3. Eine Abweichung der Wandstärke an zwei 
einander gegenüber liegenden Stellen soll zulässig sein: 
bei Röhren von 50 und 70 mm Durchmesser bis zu 15°/ 0 , 
bei Röhren von 100, 125, 150 u. 200 mm Durchm. bis zu 10°/, 
von der normalen Wandstärke.
        

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