B 
d) Rückgewähr der Prämien nach dem Tode, späte st ens 
bei Vollendung des 55. Lebensjahres des Versicherten. 
Gefahrenklasse A Gefahrenklasse B 
Alter des 
Versicherten beim 
Beginn des 
t. Bersicherungs- 
jahreS 
Tod 
Inva 
lidität 
tägl. 
Entschä 
digung 
Alter deS 
Versicherten beim 
Beginn des 
1. Versicherungs 
jahres 
Tod 
Inva 
lidität 
tägl. 
Entschä 
digung 
20-25 
1.— 
1.50 
3.- 
20—25 
1.40 
2.10 
4.20 
26-30 
1.15 
1.75 
3.45 
26-30 
1.65 
2.50 
4.95 
31-35 
1.50 
2.25 
4.50 
31-35 
2.15 
3.25 
6.45 
36-40 
2.20 
3.30 
6.60 
36-40 
3.20 
4.80 
9.60 
41-45 
5.55 
8.35 
16.65 
41—45 
8.- 
12.- 
24.— 
Wird die Entschädigung erst vom 15. Tage an bezogen, 
so ermäßigen sich die Prämiensähe für die Tagesentschädigung durch 
aus um 40°/»; es werden jedoch in diesem Falle die in den ersten 
14 Tagen notwendigen Kurkosten für ärztliche Behandlung, Ver 
bandstoffe und Medikamente ersetzt. 
Bei Vorauszahlung der Prämie auf die ganze Ver 
sicherungsdauer werden folgende Vergünstigungen gewährt: 
Auf 5 Jahre 1 Freijahr, 
„ 10 „ 2 1 /a Freijahre. 
Sämtliche Prämien sind fest; es werden also keine Nach 
zahlungen verlangt. 
8 10. 
Für Lebensversicherungen von Mitgliedern des Vereins 
für Baukunde erhält letzterer 8 °/vo der Versicherungssumme als Ab 
schlußvergütung. Die Abrechnung mit der Vereinskasse erfolgt je 
auf den Schluß des Kalenderjahres wie in 8 2. — Den Vereins 
mitgliedern wird vollständig kostenfreie Aufnahme zugestanden. 
Die Gesellschaft hat auch einen Tarif für Abgelehnte, 
welche ihr Leben versichern lassen können. 
8 ll. 
Dieser Vertrag wird auf die Dauer von 5 Jahren, vom 
1. April 1898 an abgeschlossen und erneuert sich vom 31. März 1903 
an stillschweigend auf je ein weiteres Jahr, wenn von keiner Seite 
eine Kündigung mittelst eingeschriebenen Briefes erfolgt. Durch 
das Erlöschen des Vertrags werden die noch bestehenden Versicherungen 
in ihren durch den Vertrag erworbenen Rechten nicht berührt. 
8 12. 
Die Magdeburger Lebensversicherungs-Gesellschaft erklärt sich 
bereit, über entsprechende Abänderungen dieses Vertrages mit dem 
Mirttemb. Urrein für Baukunde in Verhandlungen einzutreten, 
falls von einer angesehenen Konkurrenz-Gesellschaft dem Verein nach 
weislich günstigere Bedingungen als die gegenwärtig vereinbarten an 
geboten werden. 
Wird hierbei eine Einigung nicht erzielt, so behält sich der 
Verein für Baukunde das Recht vor, mit 1 Jahr Frist zu kündigen. 
Die derzeitigen Versicherungs-Bedingungen haben für die ver 
sicherten Vereinsmitglieder nur Geltung, soweit sie mit den Bestim 
mungen gegenwärtigen Vertrags nicht im Widerspruch stehen. 
Erfahren die derzeitigen Versicherungs-Bedingungen seitens der 
Direktion Abänderungen, so ist dem Verein hievon Kenntnis zu geben, und 
sind auf Antrag der Versicherten die neuen Versicherungs-Bedingungen 
an Stelle der alten auf den Policen in Anwendung zu bringen. 
Stuttgart, den 30. April 1898. 
Für den Württembergischen 
Verein für Baukunde 
der Vorstand: 
(gez.) Mayer. 
(Alte) Magdeburger Lebens-Ver- 
sicherungs-Gesellschaft. 
Die Subdirektion Stuttgart: 
(gez.) I. E. Bernhard, 
Waisenhaus-Kassier. 
Bestätigt: 
Die Direktion: 
(gez.) Linde. (gez.) Richter. 
Hinsichtlich der Untersuchungen und Verhandlungen, welche den 
Ausschuß des Vereins zum Entwurf des Vertrages geführt haben, 
und bei welchen Herr Reg.-Baumeister Blümer in eingehendster 
Weise durch Sammlung und Zusammenstellung der nötigen Unter 
lagen mitgewirkt hat, möge das Folgende aufgeführt werden: 
Im Frühjahr 1897 wurden dem Verein Angebote von ver 
schiedenen Unfallversicherungs-Gesellschaften gemacht. Um einen rich 
tigen Vergleich zu erhalten, wurde eine Tabelle angefertigt, in welcher 
alle Bestimmungen der betreffenden „Allgemeinen Versicherungs-Be 
dingungen", die Tarifsätze, sowie alle Angaben, welche sonst von 
Wert sein konnten, einander gegenüber gestellt wurden. In Betracht 
kamen die folgenden 4 Gesellschaften: 
Allgemeiner Deutscher Uersicherungs-Uerein in Stuttgart, 
gegründet 1875; 
Kölnische Unfall-Derficherungs-Aktien-Eefellschaft, gegründet 
1879; 
Magdeburger Lebens- (und Unfall-) Uerficherungs-Gefellfchaft, 
(alte Magdeburger, zum Unterschied von der „Wilhelms") 
gegründet 1855; 
Schweizerische Unfall-Uerstcherungs-Aktien-Gesellschaft in Win 
terthurs errichtet 1875. 
Die Ergebnisse der Prüfung wurden dem Vereinsausschuß vor 
gelegt und eingehend erörtert. Es wurde sodann, in Erwägung, daß 
die mit wenigen Ausnahmen im allgemeinen ziemlich gleichartigen 
Versicherungs-Bedingungen den Ausschlag allein nicht zu geben ver 
mögen, beschlossen, sowohl bei den einzelnen Mitgliedern, als bei 
einigen Verbaudsvereinen und dem Württemb. Bezirksverein Deutscher 
Ingenieure eine Umfrage zu halten, um zu hören, welche Erfahrungen 
die Mitglieder, bezw. die Vereine mit den verschiedenen Gesellschaften 
schon gemacht haben. Es zeigte sich, daß von den erwähnten Ver 
einen bis jetzt noch keiner in ein Vertragsverhältnis zu einer Ge 
sellschaft getreten ist. Die Beantwortungen der an die Mitglieder 
ausgesandten Fragebogen ergaben, daß die meisten der versicherten 
Mitglieder noch keine Erfahrungen über die sogenannte „Coulauz" 
ihrer Gesellschaft sammeln konnten, da sie zwar seit Jahren versichert, 
aber glücklicherweise noch nicht verunglückt sind. Diejenigen Mit- 
glieder dagegen, welche schon Entschädigungen bei eingetretenen Un 
fällen bezogen haben, wußten meistens nicht viel Günstiges über die 
betreffenden Gesellschaften zu berichten; die allerdings begreifliche Ab 
sicht, möglichst wenig in Schadenfällen zahlen zu wollen und dem 
Versicherten dann den Vertrag zu kündigen, scheint nicht wenig ver 
breitet zu sein, sogar bei Gesellschaften, welche in weiten Kreisen 
eingeführt sind. Es mußten deshalb verschiedene Mitglieder energisch 
auftreten, um ihren Standpunkt zu wahren und zu ihrem Recht zu 
gelangen. Eine Reihe von weiteren Mitgliedern, welche die Frage 
bogen überhaupt nicht beantworteten, scheint bis jetzt nicht versichert 
zu sein. 
Der Ausschuß beriet nun über die eingegangenen Antworten 
und die ganze Frage an der Hand des reichhaltigen Aktenmaterials 
in einer weiteren Sitzung; hier wurde auch eine vom Berichterstatter 
gefertigte und vervielfältigte Tabelle vorgelegt, welche für die drei 
Gesellschaften Magdeburg, Köln und Winterthur unter Annahme einer 
Versicherung mit mittlerem Betrag und bei Unterscheidung der für 
die Mitglieder hauptsächlich in Betracht kommenden Gefahrenklassen 
(A. Bureauarbeit, B. Oberaufsicht bei Bauten) die verschiedenen Prä 
miensätze, die von den Gesellschaften angebotenen prozentualen Ver 
günstigungen und die vom Versicherten zu leistenden Prämienbeträge 
in einen übersichtlichen Vergleich stellt. 
Es sei hier erwähnt, daß 
Magdeburg dem Mitglied und dem Verein 10"/o, 
Köln „ „ 4°/°, „ „ „ 6°/o, 
Winterlliur „ „ 10°/o, „ „ „ 5°/o 
Ermäßigung, bezw. Vergünstigung aus den jährlichen Prämienzah 
lungen angeboten hatte. Besonders zu betonen ist, daß 
„Magdeburg" die einzige Gesellschaft ist, welche laut 
8 10 der „Allgemeinen Versicherungs-Bedingungen"
        

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