Volltext : Die Württembergische Landes-Gewerbe-Ausstellung des Jahres 1881 in Stuttgart ([Hauptbd.])

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ausserdem  circa  450  000  Abonnenten  und  Inhaber  von  Freikarten.  Rechnet
man  hiezu  die  20  000  Besucher  der  Frühjahrsblumen-Ausstellung,  so  ergibt
sich  eine  Gesammtzahl  von  1  Million  Besuchern.  Am  höchsten  steigerte
sich  der  Zudrang  am  14.  August,  wo  nicht  weniger  als  20  218  Zahlende  und
circa  3000  Abonnenten  eintraten;  die  schwächste  Ziffer  fiel  auf  deil  16.  September ­
  mit  1512  Zahlenden  und  circa  1500  Abonnenten.  Da  am  ersteren  Tag
bedenkliche  Verkehrsstörungen  eintraten,  auch  bei  Gelegenheit  einer  vom  Stuttgarter ­
  Liederkranz  in  dankenswerthester  Weise  auf  dem  Ausstellungsterrain
abgehaltenen  höchst  gelungenen  Produktion,  eine  gewaltige  üeberfüllung  des
Gartens  und  damit  verbundene  Beschädigungen  und  Belästigungen  sich  zeigten,
so  musste  fortan  von  der  Veranstaltung  von  Illuminationen,  Musikfesten  und
dergleichen  leider  abgesehen  werden.

Sclilussfeier  der  Ausstellung.
Da  mit  Beginn  des  Monats  Oktober  die  Witterung  einen  unbeständigen
Charakter  angenommen,  so  wurde  der  Schluss  der  Ausstellung  auf  Sonntag
den  9.  Oktober  festgesetzt.
Seine  Majestät  der  König  geruhten  unter  dem  5.  Oktober  1881  von
Schloss  Friedrichshafen  aus,  folgendes  Handschreiben  an  den  Königlichen  Minister
des  Innern  zu  erlassen:
Mein  lieber  Staatsminister  des  Innern  Dr.  v.  Sick!
Dank  dem  einmüthigen  und  aufopfernden  Zusammenwirken  aller  Betheiligten,
insbesondere  der  Stadtgemeinde  Stuttgart  und  der  Staatsbehörden,  welche  der
Württembergischen  Landes-Gewerbe-Ausstellung  eine  würdige  Stätte  bereitet,
des  Präsidenten  und  der  Mitglieder  des  Exekutivausschusses,  sowie  der  Ausstellungskommission, ­
  welche  in  uneigennützigster  und  umsichtigster  Weise  ihre
Kraft  zum  Besten  des  Werkes  eingesetzt,  insbesondere  aber  der  so  zahlreich
erschienenen  Aussteller  aus  Württemberg  und  Hohenzollern,  die  sämmtlich  das
Beste,  was  sie  vermocht,  mit  Geschick  und  Geschmack  zur  Erscheinung  zu
bringen  bestrebt  waren,  hat  unsere  Landesausstellung  einen  Erfolg  errungen,  der
alle  zuvor  gehegten  Erwartungen  übertrifft.  —  Es  drängt  Mich  daher,  jetzt  bei
dem  Schlüsse  derselben  allen,  welche  zu  dem  schönen  Ergebnisse  beigetragen,
ebenso  wie  auch  den  Mitgliedern  des  Preisgerichts,  die  sich  ihrer  mühevollen
Aufgabe  mit  Eifer  und  Hingebung  entledigt,  Meinen  Königlichen  Dank  und  Meine
volle  Anerkennung  auszusprechen.  Ich  wünche  von  Herzen,  dass  die  Ausstellung,
            
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