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Die Schul-Ausstellung.
atte die Württembergische Regierung seit Jahrhunderten dem ünterrichtswesen
im Allgemeinen schon die sorgsamste Pflege angedeihen
lassen, so schenkte sie dem technischen, insbesondere dem Zeichenunterrichte
seit Jahrzehnten die grösste Aufmerksamkeit. Zur Förderung
des letzteren wurden periodisch wiederkehrende Zeichenausstellungen
veranstaltet, zuletzt im Jahre 1872 im Königlichen Orangeriegehäude zu Stuttgart;
(ein Theil der dort aufgelegten Arbeiten wanderte zur Wiener Weltausstellung
und wurde so in weiteren Kreisen bekannt). Da es längst wieder
an der Zeit war, eine solche Ausstellung abzuhalten, so ordnete das Königliche
Ministerium des Kirchen- und Schulwesens auf das Jahr 1881 die Veranstaltung
einer allgemeinen Zeichenausstellung der Lehranstalten des Landes
an. Dieselbe wurde am 22. August in der geräumigen, dem Ausstellungsparke
gegenüberliegenden Baugewerkeschule, deren drei Etagen sie in Anspruch nahm,
eröffnet und am 1. Oktober, noch vor der Landes-Gewerbe-Ausstellung, geschlossen
— ein kurzer Zeitraum von 6 Wochen, der jedoch wegen der in
denselben fallenden Schulferien vollkommen hinreichte, um den Lehrern und
Schülern der verschiedenen Lehranstalten den Besuch zu ermöglichen. — Wenn
diese Ausstellung auch nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Landes-Gewerbe-Ausstellung
stand, so bot sie doch die anschaulichste Gelegenheit dar,
Vergleiche anzustellen zwischen der Theorie und üebung der Schule einerseits