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Die Resultate der Handwerkerbank, die halbjährlich veröffentlicht werden, —
die raschen Fortschritte des Consumvereins haben den Beweis geliefert, wie aus kleinen
Quellen und Bächen ein mächtiger Strom entstehen kann. Hier liegt der Beweis vor
Augen, dass das freiwillig, auf den Grund strenger Solidität zusammengebrachte
Capital ganz andere Früchte, als der vom Socialismus dem Staate abgeforderte Schweiss
der Steuerzahler, zu tragen vermag.
Es gibt in Württemberg aber noch eine andere Erscheinung, die älter ist, als
diese modernen Einrichtungen. — die württembergische Sparkasse. Hier
hat die arbeitende Classe seit mehr als 50 Jahren die mit immer neuen Thatsachen
belegte Erfahrung machen können , dass nur die moralische Kraft des Sparens und
Verdienens der Weg sei, auf dem man zu Eigenthum und Vermögen gelangen könne.
Im Jahre 1818 gegründet, eine Frucht des Nothjahres 1817. ein Saatkorn, von
der hochseligen Königin Katharina in schwäbische Erde gelegt, ist die Anstalt zu
einem mächtigen Baume herangewachsen, von dem Tausende und Tausende von Angehörigen
der arbeitenden Classe Früchte gepflückt, — der Tausende und Tausende
von Familien-Existenzen gründen half. Es ist ein Baum geworden, dem allseitig die
aufmerksamste Pflege und in ganz besonderem Grade die Protection Th rer Majestät
der Königin Olga zu Theil geworden ist.
Nur wenige Zahlen erlaubt der Verfasser sich bezüglich einer Einrichtung zu
veröffentlichen, die eine Landes-Anstalt und nicht Stuttgart eigenthümlich ist. Die
Zahlen sollen den glücklichen Fortgang der Anstalt darthun.
Das Activ-Vermögen, das Passiv-Vermögen
betrug am 1. Juli 1841 2,290,316 fl. 2,166,390 fl.
„ „ 1. „ 1862 8,481,861 fl. 7,800,489 fl.
„ „ 1. „ 1870 11,400,475 fl. 10,237,287 fl.
Seit der Gründung der wilrttembergischen Sparkasse sind bis zu diesem Zeitpunkte
bei ihr eingelegt worden
33,497,074 fl.
der Ueberschuss
123,926 fl.
681,372 fl.
1,163,188 fl.