Title:
Das K. Württembergische Landes-Gewerbemuseum in Stuttgart
Creator:
Württemberg. Landesgewerbeamt Gaupp, Robert Gärttner, Oskar von Dolmetsch, Heinrich Knoblauch, August Petzendorfer, Ludwig
Shelfmark:
1Aa 147
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1484296054802/90/
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lichem Fleiss und nicht gewöhnlicher Sachkenntnis, mit Liebe und 
Eifer sind die reichen Sammlungen zusammengebracht worden, welche 
dieses Musterlager enthält. Der Nutzen für das Gewerbe und Kunst 
gewerbe, den diese Sammlungen gewähren, ist gewiss gar nicht hoch 
genug anzuschlagen und gerade gegenwärtig bei dem heissen Wett 
kampf der Gewerbe ist die Belehrung und Unterstützung, die das 
Gewerbe und Kunstgewerbe aus solchen Sammlungen zieht, von 
ausserordentlichem Wert;« 
des Abgeordneten der Stadt Stuttgart, Stälin: 
»Dieses Gebäude wird mit seinen im Lauf von Jahrzehnten gesam 
melten Schätzen, die in schöner planvoller Aufstellung erst recht 
zur Geltung und Wirkung gelangen können, eine Quelle der Be 
lehrung für das Land und zugleich eine Stätte der Anregung und 
Förderung werden für den heimischen Gewerbefleiss, damit er in 
den Bahnen fortschreite, die schon der verdienstvolle Präsident der 
K. Zentralstelle, v. Steinbeis, ihm gewiesen hat, der Mann, dessen 
Name bei der württembergischen Industrie allezeit mit Dankbarkeit 
und Verehrung genannt werden wird.« 
Die bevorstehende Feier des 25jährigen Regierungs-Jubiläums Seiner 
Majestät des Königs Karl gab noch weiter den Ständen Anlass zu dem 
Beschlüsse, zur Erinnerung an die reichgesegnete Regierung Sr. Majestät 
die mittlere grosse Halle im Landes-Gewerbemuseum künstlerisch auszu 
schmücken mit Werken der Bildhauerei und der Malerei, welche Bezug 
haben sollen auf die vaterländische Geschichte und den freudigen Anlass 
der Festfeier. Zur Herstellung dieses Gedenkzeichens wurden der ständischen 
Kasse 180000 dt aus dem Vermögen der Restverwaltung zur Verfügung 
gestellt (Finanzgesetz vom 7. Juni 1891, Art. 11, Rgbl. S. 97). 
Im Nachtrag zum Finanzgesetz-Entwurf für 1891/93 wurde sodann als 
letzte Baurate eine Exigenz von 1350000 di eingebracht. Im Sinne der 
obenerwähnten ständischen Beschlüsse war den bauleitenden Architekten die 
bestimmte Weisung erteilt worden, bei Ausarbeitung der definitiven Plane 
auf möglichste Kostenersparnis Bedacht zu nehmen, auch war Architekt 
Neckelmann, welcher als möglich erklärt hatte, durch Verminderung der 
Stockhöhe der Bureauräume den Gesamtaufwand auf 2 800 000 dt herabzu 
bringen, beauftragt worden, die Stockhöhe des zweiten Obergeschosses gegen 
über dem Konkurrenzprojekt von 5,20 m auf 4 m zu vermindern, und in 
Betracht der hiedurch zu erzielenden Ersparnisse den Ausführungsplan nebst 
Kostenvoranschlag zu fertigen. Trotz der infolge hievon eingetretenen 
Verminderung des Kubikinhalts des Gebäudes Hess sich die Summe von 
2800000 als höchste Grenze nicht einhalten und es berechnete sich bei 
der eingebrachten Exigenz (Begründung s. Verb, der K. der Abg. 1890—91. 
II. Beil.-Bd. S. 5305) die letzte Baukostenrate:
        

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