Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1906)

20. JANUAR 1906 
BAUZEITUNG 
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Globus und Blitzableiter: G. Zimmeemann. — Gipser 
arbeit: V. Schnell & L. Hagenmaibe. — Stuckateur 
arbeit: A. Hilligbe. — Schlosserarbeit: Ieion, Hugbn- 
dubel. — Eiserne Yolltüren, Glastüren, Glaswände, 
eiserne Fenster im Haupttreppenhaus und Lichtschacht, 
Oberlichter, eiserne Schieber, Rahmen, Treppen, Stege, 
Rohrschlitzdeckel, Roste u. s. w., eiserne Glasverschläge 
an den Treppenhäusern: Beand & LAMPEECHT-München, 
Ad. Zaisee, Eichbbegee & Lexjthi, Leins & Co., W. 
Knödel, Stuttgart. — Bronzetüren am Haupteingang; 
Haasis & Hahn. — Eiserne Patenttüren; König, 
Kücken & Co., Berlin, Vertreter A. Maetin. — Tresor 
türe : K. Ade. — Oberlicht über der Kuppelhalle: Kant- 
lehnee; Rauchklappenvorrichtung: R. Stahl.— Eiserne 
Geländer: Ieion, Rösslee, Klöpeee, Schümm, Haas 
& Jägee. — Eisernes versenkbares Gittertor und Tor an 
der Schmalestraße; Leins & Co., A. Thueingee. — Eiserne 
Schaufenster: Ad. Zaisee; Beand & LAMPEECHT-München. 
— Gesamte Schreinerarbeit und Schaufensterauslagen; 
W. Schillingee; Pfeilersockel in den Anprobierzimmern: 
P. Wieths Söhne, im Brfrischungsraum: G. Schöttlb. — 
Treppenbelag aus Eichenholz samt Fußsockel: A. Hang 
leitee; P. Baeth Söhne; E. Zeeweck. — Glaserarbeit: 
G. Schumachee, E. Glöckle, W. Schicklee, Y. Sailb. 
— Malerarbeiten: E. & O. Henningee, Jeebmias & Ge 
nossen. — Plattenböden, Wandverkleidungen mit Fliesen; 
G. SCHÄEEE, F. MÜLLEE, Th. OSTEEEITTEE, 0. SCHMOHL. 
— Korkisolierung: Stettinee & Co., — Treppenhandgriffe 
und Lichthofgeländergriffe: Hangleitee, P. Baeth Söhne, 
E. Zeeweck, A. Ebeehaedt. — Parkettböden: Paekbtt- 
eabeiken Längenaegen und Ravensburg, Schorles Wwe., 
Hblbig, Fisohee.—Asphaltarbeit; 0. Beaün. — Monier- u. 
Rabitzarbeit: Ed. Zeeweck, Meess & Kees, L. Hagbn- 
maiee. — De Bruynsche Wände: Jak. Kill. — Bronze 
dekoration im Innern: Haasis & Hahn. — Markisen: 
A. Kemptee. — Eiserne Rolläden: C. Leins & Co. — 
Marmorwandbekleidung: E. Kellbb. — Dekorative Archi 
tektur im photographischen Atelier und Empfangsraum: 
KoHLBECKEE-München. — Dekorative Malerei: Kartons 
der Glasmalerei Senglaub, Bemalung des Kuppelober 
lichtes: R. Nachbauee. — Elektrische Beleuchtungs 
installation ; W. Reissee. — Beleuchtungskörper: P. Stotz, 
Haasis & Hahn. — Aufzüge: 2 Personenaufzüge C. Flohe - 
Berlin; 1 Waren-, 1 Aktenaufzug Ad.Zaisee. — Telephon 
anlage ; W. Reissee. — Alarmsignale, Feuermelder: C. & E. 
Fein. — Wasser- und Gasleitung: Gas- und Wassee- 
LEiTUNGSGESCHÄET-Stuttgart. — Dampfheizung (Nieder 
druckdampf); E. Möhelin. — Müllverbrennungsofen: 
Aktiengesellschaft eue Feueeungsanlagen, Köln. — 
Warmwasserbereitungskessel und Boiler: Maecus Adlee- 
Berlin. — Kühlanlage in der Küche: KiscH-Berlin, Allein 
vertreter Coenelius KAHN-Stuttgart. 
WIRTSCHAFTLICHE BETONBAUWEISE 
VON ABTEILUNGS-INGENIEUR WAAS IN ULM 
Das Verwendungsgebiet des Betonbaues ist in den letzten 
Jahrzehnten in erstaunlicher Weise gewachsen. Erfah 
rungsergebnisse im Verein mit weit ausgedehnten Ver 
suchen in den Ingenieurlaboratorien ließen die Eigen 
schaften des Betons mehr und mehr erkennen, die Be- 
rechnungs- und Konstruktionsarten wurden gefördert und 
durch die fortschreitenden Verbesserungen der Zemente 
sowie durch maschinelle Verarbeitung der Rohstoffe die 
Güte des erzeugten Betons nach Möglichkeit gehoben. 
Eine Seite hielt bei dieser Weiterentwicklung insbesondere 
des Stampfbetons da und dort nicht gleichen Schritt, 
nämlich die der wirtschaftlichsten Herstellung des Betons. 
Von einem nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten berei 
teten Beton ist zu verlangen, daß derselbe neben nied 
rigsten Herstellungskosten eine für den jeweiligen Zweck 
mindestens hinreichende Güte erhalte, ln welcher Weise 
wird nun diesen beiden Forderungen heutzutage noch in 
vielen Fällen Rechnung getragen? Nicht nur bei kleinen 
Bauwerken, sondern auch bei nicht wenigen Ausführungen 
größeren Umfanges ist es üblich, ohne weitere Vorunter 
suchungen eines der seit vielen Jahren angewandten 
und bewährten Mischungsverhältnisse mit verhältnismäßig 
reichlichem Zusatz von Zement bester Qualität festzu 
setzen. Alle nicht vollständig einwandfrei scheinenden 
Rohstoffe werden ausgeschlossen oder, soweit angängig, 
gereinigt; anscheinend zu großer oder zu kleiner Gehalt 
an Sand wird beseitigt, größere Steine ausgelesen, kurz, 
es wird nichts versäumt, um, manchmal mit Aufwendung 
nicht geringer.,Kosten, einen guten Beton zu erzielen. 
Auf diese Weise wird nun beispielsweise ein Beton her 
vorgebracht, der eine Druckfestigkeit von 250 kg/qcm be 
sitzt, während für diesen besonderen Fall die rechnungs 
mäßige Beanspruchung unter Umständen nur 10 kg beträgt. 
Man kann wohl einwenden, daß durch diese Art der 
Betonbereitung und durch einen solch hohen Sicherheits 
grad allen unvorhergesehenen und mitunter erheblichen 
Beeinträchtigungen der Güte des Betons durch mangel 
hafte Herstellung, Temperatureinflüsse, Wasserzudrang 
zur Baugrube und ähnlichen schädlichen Einwirkungen 
Rechnung getragen werde. Im Grunde genommen ist 
jedoch außer der Vorliebe für das Bewährte und Alt 
hergebrachte noch ein gewisses aus früherer Zeit stam 
mendes Mißtrauen gegen die Betonbauweise mitbestim 
mend, ein Mißtrauen, das mit Rücksicht auf die eingangs 
erwähnte Entwicklung des Betonbaues längst geschwunden 
sein sollte. Gegen den hauptsächlichsten Vorteil der be 
schriebenen Betonbereitungsweise in dem gedachten Fall, 
den hohen Sicherheitsgrad, ist außerdem einzuwenden, 
daß er ein willkürlicher und im voraus nicht festzu 
setzender ist. 
Es ist klar, daß das vorerwähnte Betonbereitungsverfahren 
in sehr vielen Fällen zu teuer und daher unwirtschaftlich 
sein muß. Die Beschaffenheit der Rohstoffe, ihre Korn 
größe, der Grad ihrer Reinheit u. s. w. ist doch so lange 
vollkommen gleichgültig, als sich aus ihnen mit einem 
Mindestaufwand an Kosten ein für den jeweiligen Zweck 
hinreichend brauchbarer Beton erzeugen läßt. Das 
Waschen des zur Verwendung kommenden Kieses, das 
Werfen, Auslesen oder irgendeine ähnliche, zur Ver 
besserung der Rohstoffe vorzunehmende Arbeit ist nur 
dann wirtschaftlich, wenn die hierdurch entstehenden 
Kosten durch etwaige Ersparnisse am Zementzusatz oder 
sonst irgendwie ausgeglichen werden können. 
Die Güte eines Betons, für welche im allgemeinen die 
Druckfestigkeit ein direktes Maß ist, läßt sich jedoch nur 
durch Druckversuche mit verschiedenen Betonproben aus 
den in Betracht kommenden Rohstoffen ermitteln. Diese 
Versuche müssen gleichzeitig zur Ermittlung des wirt 
schaftlichsten Mischungsverhältnisses dienen. Dasjenige 
Mischungsverhältnis ist für gewöhnlich das wirtschaft 
lichste, das bei Erreichung einer vorgeschriebenen Druck 
festigkeit die geringsten Herstellungskosten verursacht. 
Um diese Druckversuche in dem notwendigen ausgedehnten 
Maße vornehmen zu können, ist ihre größtmögliche Ver 
billigung anzustreben. Ein Mittel zur Ermäßigung der 
Kosten wäre dadurch zu finden, daß die Bauverwaltungen 
und Bauunternehmer das Prüfungsverfahren durch Be 
schaffung einfacher Betonprüfungsmaschinen selbst in die 
Hand nehmen würden. Insbesondere dürften für die 
oberen staatlichen Baubehörden, welche derartige Ma 
schinen für ihre Verwaltungsbereiche beschaffen, diese 
Ausgaben mit Rücksicht auf die zu erzielenden großen 
wirtschaftlichen Vorteile kaum in Betracht kommen. 
Aber auch für städtische Verwaltungen und Bauunter 
nehmer dürfte sich die Anschaffung solcher Maschinen 
in vielen Fällen lohnen. Selbst für kleinere Bauwerke 
würde sich dann das Versuchsverfahren empfehlen. — 
Außer den wirtschaftlichen Vorteilen ist mit dem eben 
beschriebenen Verfahren der weitere Vorzug verbunden,
	        

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