Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1907)

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BAÜZEITÜNG 
Nr. 4 
Die Feier wurde durch die Wiedergabe eines sinnigen, 
von Frau E. Münz verfaßten Prologs eröffnet, dem sich 
Vorträge des wohlgeschulten Singchors unter seinem 
Dirigenten P. Fauth, des Streichorchesters der Kapelle 
Stork und mit verdientem Beifall aufgenommene Gesangs 
spenden der Frau Martha Fein anreihten. In einer An 
sprache gab der Meister, Hofwerkmeister Alb. Hangleiter, 
einen anschaulichen Rückblick über Veranlassung und 
Schaffung des eignen Heims, während der langjährige 
Vorstand des Singchors, Bezirksbaumeister Herre, die 
Entwicklung des Chors aus kleinen Anfängen bis zu seiner 
gegenwärtigen Höhe schilderte. Einen wohltuenden Be 
griff von dem Opfersinn und der Freigebigkeit Angehöriger 
des Vereins bekam mau durch eine Reihe wertvoller Gaben 
und Stiftungen. Der vorzügliche Eindruck, den das 
stattliche Heim mit seiner gediegenen, vornehmen Aus 
stattung macht, wie die festliche Stimmung des Abends 
kam zum Ausdruck in einer großen Zahl von Reden, die 
während des gemeinschaftlichen Mahles gehalten wurden 
AP&lS 
und der „Bauhütte“ und ihrem Meister, dem Baugewerbe, 
der Kollegialität, Einigkeit, den Erbauern des Hauses 
und den Damen galten. Es sprachen Prof. Thomann für 
denWürttembergischen Ingenieur-Verein, Direktor Schmohl 
für die Lehrerschaft der Baugewerkschule, Oberbaurat 
Findeisen für den Württemhergischen Verein für Bau 
kunde, Bauwerkmeister Busch für den Baugewerkeverein, 
Bauwerkmeister Rebmann für den Verein der Bauwerk 
meister Württembergs, Verwalter Palm für den Württem- 
bergischen Baubeamten -Verein, techn. Eisenbahnsekretär 
Krassei für den Bautechniker-Verband Württembergs, 
Bauwerkmeister Braunwald für die Ulmer Bauhütte, der 
Vorstand des Liederkranzes, Präzeptor Schairer, für die 
Nachbarschaft, dann Architekt Hummel, Bezirksbaumeister 
Burkhardt und Gemeinderat Gieß. Von nah und fern 
waren Glückwunschschreiben und Telegramme eingelaufen. 
Dank der trefflichen Anordnung des Ganzen und der 
tadellosen Durchführung der Festordnung herrschte in 
der Versammlung, der auch Präsident v. Mosthaf anwohnte, 
die gehobenste Stimmung. Die 
Geduld der weiblichen Jugend 
wurde freilich auf eine harte 
Probe gestellt, da der programm 
mäßig den Abend beschließende 
Tanz erst in vorgerückter Stunde 
zu seiner Geltung kam. Der fol 
gende Tag ward mit einem 
musikalischen Frühschoppen be 
gonnen, dem abends ein Bankett 
folgte mit Musik- und Gesangs 
vorträgen , Deklamationen und 
Soloszenen. Möge, um mit dem 
Meister zu sprechen, Glück und 
Segen auf dem neuen Hause 
ruhen und es jederzeit seinen 
Zweck, der Geselligkeit und der 
Förderung der technischen Wis 
senschaften zu dienen, treulich 
erfüllen! Eine textliche und bild 
liche Darstellung des Gebäudes 
behalten wir uns vor. F. 
Wettbewerbe 
Plakatkonkurrenz Stutt 
gart. Das Preisgericht für die 
vom Verein für Fremdenverkehr 
ausgeschriebene Konkurrenz hat 
zuerkannt: den I. Preis dem 
Kunstmaler G. Lebrecht-Stuttgart, 
den H. Preis dem cand. arch. 
J. W. Berrer-Stuttgart, den 
III. Preis H. Blüttry-Düsseldorf. 
Die preisgekrönten Plakate bleiben 
nebst einem Teil der übrigen Ent 
würfe bis zum 2. Februar im 
Lokal des Württ. Kunstgewerbe 
vereins im Landesgewerbemuseum 
ausgestellt. 
Kleine Mitteilungen 
Württembergischer Kunst 
verein Stuttgart. Neu aus 
gestellt; Gemälde, Zeichnungen, 
Plastische Arbeiten in Marmor 
und Bronze von Arthur Volkmann; 
Augustabend von Guido v. Maffei; 
Herrenporträt von M. Berg; Da 
menporträt von K. Stockmeyer; 
Erster Erfolg, Mutterglück, Inter 
mezzo, Unter der Pergola, Dorf- 
Kirche Notre Dame in Bruyeres (Frankreich). Siehe unter „Bücher“
	        

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