Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1909)

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2. Januar 1909 
BAUZETTUNG 
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3. Zweites Obergeschoß. 
1 Sitzungssaal für den Landtag für etwa 48 Ab 
geordnete und 16 Regierungskommissare, 1 Zimmer für 
den Präsidenten des Landtags in der Nähe des Sitzungs 
saales, 2 Zimmer für die Abgeordneten, daneben Garderobe 
mit besonderem Waschraum, mit dem Zimmer für die 
Abgeordneten verbunden 1 Schreib- und Lesezimmer, 
zwischen den Zimmern der Abgeordneten oder neben 
dem Lesezimmer 1 Bibliothekzimmer, 1 Zimmer für die 
Minister, 1 Zimmer für die Regierungskommissare, mit 
demselben in Verbindung 1 Schreibzimmer für die Regie- 
rungskommissare, 1 Bedürfnisanstalt und Waschtoilette, 
in unmittelbarer Nähe des Sitzungszimmers 1 großer 
Vorplatz und 1 Wandelbahn oder breite Gänge, die zum 
Aufenthalt der Abgeordneten dienen können. 
4. Drittes Obergeschoß. 
Der Sitzungssaal durch 2 Geschosse reichend, aus 
reichender Raum für das Publikum, desgleichen für die 
Presse, hieran anschließend 1—2 Schreibzimmer für die 
Presse, 1 Aktenraum, 1 Bedürfnisanstalt und Wasch 
toilette. Das Gebäude ist möglichst feuersicher und in 
monumentaler Bauart zu projektieren. 
Dem Erläuterungsbericht zu dem preisgekrönten Ent 
wurf der Herren Prof. Bonatz und Architekt Scholer in 
Stuttgart entnehmen wir nachstehende Beschreibung. 
Das vorliegende Projekt stellt den ganzen verlangten 
Gebäudekomplex auf den Hauptplatz und hält noch 
Platz für eine spätere Erweiterung frei, die unter Um 
ständen durch eine Straßenüberbrückung mit dem Haupt 
bau verbunden werden könnte. 
Das Gebäude für die Ministerien und das Landtags 
gebäudewurden zu einem einheitlichen Bauwerk zusammen 
geschlossen und zwar so, daß die großen Räume des 
Landtags den architektonisch bedeutsamen Mittelbau 
einnehmen, während die Räume der Ministerien sich 
rechts und links um geräumige Lichthöfe herumlegen. 
Durch diese symmetrische Ausbildung erhält die 
Außenerscheinung ein wohltuendes Gleichgewicht mit 
klar hervortretender Dominante. Auch ermöglicht die 
Vereinigung eine sehr rationelle Grundrißanlage, in 
welcher die Haupttreppen, Abortanlagen, Aufzüge u. s.w., 
auch Heizanlage gemeinsam benutzt werden können. Die 
Nebentreppen liegen an den äußeren Schmalseiten des 
Gebäudes. Alle Treppen, Korridore, Vorplätze sind gut 
belichtet, nach den Höfen liegen außer den Korridoren 
nur die großen Treppen und die Abortanlagen. Die An 
einanderreihung der Bureauräume bot keinerlei Schwierig 
keiten, auch lassen sich bei einer derartigen regelmäßigen 
Anlage Verschiebungen leicht vornehmen. 
Besonderer Wert wurde auf Anlage wirkungsvoller 
Vestibüle beim Eingang und vor dem Sitzungssaal gelegt. 
Der Schwerpunkt des Aeußeren liegt in dem konkav 
zurückweichenden Mittelbau, der durch eine große Frei 
treppe und dem reich ausgebildeten Dachreiter noch 
besonders hervorgehoben wird. Die Anfahrt auf die er 
höhte Terrasse über die Freitreppe geschieht mittels der 
großen Rampen von den Seitenstraßen her. Die Zu 
fahrten zu den Höfen liegen auf der Seeseite des Ge 
bäudes. 
Die Seeseite zeigt möglichst große, ruhige Formen; 
die Wandelhalle (darunter die Restauration) springt in
	        

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