Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1909)

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Nr. 29 
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E. Eaff. Klasse III 
Hauseingang und Fenster mit Klappläden (Aufnahme) 
führung eines Bauwerks gehört, vertraut gemacht und 
aus dem reichen Schatze einheimischer, guter Arbeiten 
in Stadt und Land, u. U. in Verbindung mit Umarbeitungen 
oder Ergänzungen und Anpassungen an neuzeitliche 
Bedürfnisse, Anregung geschöpft, wie die Abb. S. 226 ff. 
zeigen. Das Entwerfen, das eigentlich schon in diesem 
vorbereitenden Unterricht beginnt (siehe Abb. S. 227 ff.), 
wird dann weitergeführt über kleinere Aufgaben wie Wag 
häuschen (Abb. S. 229), Kassenhäuschen u. dgl. zu klei 
neren Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern und andern 
Wohngebäuden bis zu einfachen öffentlichen Gebäuden 
(Schulen u. dgl.), stets unter Berücksichtigung verschie 
dener Arten von technischer Ausführung und Gestaltungs 
möglichkeiten. 
Dabei wird großer Wert auf die Ausbildung des Details 
schon im Entwurf gelegt, wie Abbildungen auf S. 231 und 
S. 232 zeigen. Ueberall muß sich der Schüler schon von 
Anfang an über die Art der Aus 
führung klar werden, wodurch ein 
gedankenloser Formalismus vermieden 
wird. 
Den Schluß bildet dann die An 
leitung zum Entwerfen ganzer Gebäude 
gruppen, Straßen- und Platzanlagen, 
Stadterweiterungen u. dgl. im Land 
stadtbau (siehe Abb. S. 225). 
In der Darstellungsart ist Wert auf 
Einfachheit und Sachlichkeit gelegt und 
der Grundsatz verfolgt, daß alles der 
Schüler ohne Hilfe des Lehrers selbst 
fertigmachen muß. Der Lehrer zeigt 
nur den richtigen Weg. Es ist so kein 
künstliches Hinaufschrauben des allge 
meinen Niveaus möglich, es wird aber 
auch anderseits begabten Schülern freie 
Hand gelassen, zu zeigen, daß sie mehr 
können als der Durchschnitt. Auf diese 
Weise entsteht ein richtiges Bild von 
der Leistungsfähigkeit des einzelnen 
und der Gesamtheit. Die hier abge 
bildeten Entwürfe aller Art sind Belege 
für das Gesagte. 
Y ereinsmitteilungen 
Vereinigung ehern. Bangewerkschiiler (Hoch 
bau) Darmstadt. Nachfolgende Mitglieder haben das 
vom 6. bis 9. Juli in Darmstadt abgehaltene Staatsexamen 
bestanden: Ph. Damm-Gießen, Peter Herdel-Offenbach, 
W. Maus-Offenbach, Ph. Stark-Oberingelheim, Hermann 
Vitt-Nidda. Hammann, Schriftführer. 
Wettbewerbe 
Museum für Völker- und Länderkunde Stuttgart. 
Das Preisgericht hat in seiner entscheidenden Sitzung 
vom 13. Juli sich zu folgender Preisverteilung entschieden. 
Es kommen vier Preise zur Verteilung, ein erster zu 
3000 M., zwei zweite zu je 2000 M. und ein dritter zu 
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R. Speidel. Klasse III. Bürgerhaus in Böblingen 
W. Höschele. Klasse III 
Pfarrhaus in Hofen a. N. (Aufnahme)
	        

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