Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1909)

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BAUZEITUNG 
Nr. 2 
der Bezirksbauinspektor E. Dahlinger in Waldshut; zu Ober 
ingenieuren: der Vorstand der Mascbineninspektion Offenburg, 
Masobineninspektor K. Schmidt, der Vorstand der Bahnbau 
inspektion Mannheim, Bahnbauinspektor E. Müller, der Vorstand 
der Bahnbauinspektion I Offenburg, Bahnbauinspektor J. Riegger, 
der Inspektionsbeamte bei der Generaldirektion der Staatseisen 
bahnen, Maschineninspektor F. Eitner, der Vorstand der Bahn 
bauinspektion Neustadt, Bahnbauinspektor K. Rummele, der 
Vorstand der Bahnbauinspektion Kehl, Bahnbauinspektor Ohr. Leh 
mann, der Vorstand der Bahnbauinspektion Durlach, Bahnbau 
inspektor H. Abele, der Vorstand der Bahnbauinspektion Gerns 
bach, Bahnbauinspektor F. Lehn, und der Vorstand der Bahnbau 
inspektion Eberbach, Bahnbauinspektor R. Roth. Verliehen 1 
das Ritterkreuz erster Klasse vom Zähringer Löwenorden mit 
Eichenlaub: dem Vorstand der Bahnbauinspektion II in Basel, 
Fr. Wenner; das Ritterkreuz erster Klasse: dem Hilfsreferenten 
beim Ministerium des Großh. Hauses und der auswärtigen Angelegen 
heiten, Baurat H. Poppen, den Kollegialmitgliedern der General- 
direktion der Staatseisenbahnen Baurat W. Schwarzmanm 
Baurat H. Zutt, dem Professor an der Baugewerkschule, Baurat 
H. Schlüter, dem Vorstand der Rheinbauinspektion Freiburg, 
Baurat W. Caroli, dem Vorstand der Wasser- und Straßenbau 
inspektion Karlsruhe, Baurat A. Eisenlohr, den Professoren an 
der Baugewerkschule K. Ährensund A. H e i 11 e r, den Professoren 
an der Kunstgewerbeschule J. G. Kleemann-Pforzheim und 
K. Kornhas-Karlsruhe; das Ritterkreuz zweiter Klasse: dem 
Hoohbauinspektor E. Holtzmann sowie den Eisenbahningenieuren 
O.Berneck, J.Klute, L.Neok, E.Riegler, J.Reiohold, 
J. Schwerteck bei der Staatseisenbahnverwaltung, dem Archi 
tekten K. Luckscheiter -Freiburg; die Kleine Goldene Verdienst- 
medaille: dem technischen Assistenten Fr. Jogg er st-Freiburg, 
den Straßenmeistern E. Naudascher-Ettlingen, J. Wörner- 
Neckarelz, M. E1 b 1 e - Freiburg, Fr. Roth- Wiesloch. 
Hessen. Ernannt: der Regierungsbaumeister H. Best aus 
Darmstadt zum Ministerialsekretär bei dem Ministerium der Finanzen. 
Elsaß-Lothringen. Verliehen: dem Wasserbauinspektor 
J a eh nike - Straßburg der Charakter als Baurat mit dem Range 
der Räte vierter Klasse. Beauftragt: mit der Leitung der 
Arbeiten der Regulierung des Rheins der zum Wasserbauinspektor 
ernannte bisherige Kreisbauinspektor Schneider mit Wohnsitz 
in Straßburg. 
Bücher 
Volkstümliche Kunst aus Schwaben. Im Auftrag der Kgl. Württ. 
Zentralstelle für Gewerbe und Handel herausgegeben von Direktor 
PaulSchmohl, Vorstand der Beratungsstelle für das Baugewerbe, 
unter Mitwirkung von Prof. Dr. Eugen Gradmann, Kgl.Landes 
konservator. Mit 611 Abbildungen. Polio. Gebunden 25 M. (Paul 
Neff Verlag [Max Schreiber], Eßlingen a. N.) In allen deutschen 
Gauen regt sich der Wunsch, das bisher oft sehr vernachlässigte 
Erbe unsrer Väter besser zu hegen und zu pflegen, uns neu zu eigen 
zu machen und auf dieser Grundlage unsre Kulturarbeit weiter zu 
verrichten. Das Schwabenland, das in bezug auf die Reichhaltigkeit 
und Mannigfaltigkeit überkommener Bau- und Kulturdenkmäler von 
andern deutschen Gauen kaum übertroffen wird, durfte auch nicht 
Zurückbleiben im edeln Wettstreit um die Erhaltung des Erbes, ist 
es doch unsre Pflicht, zu sammeln, zu erhalten und zu pflegen, so 
lange es noch nicht zu spät ist. Auf diese Weise sollen unserm 
Volke die Augen wieder geöffnet werden für das Schöne und 
Tüchtige in der Heimat. Dann wir 1 manches dem Untergänge 
entrissen werden können und, was einmal durch Alter dem Tod 
unrettbar verfallen ist, im Bilde weiterleben und vielleicht in jüngeren 
Werken auferstehen. Darum veranlaßte die Beratungsstelle für das 
Baugewerbe bei der Kgl. Zentralstelle für Gewerbe und Handel in 
Stuttgart die Herausgabe dieses Sammelwerks, das eine Auswahl 
der Schätze des schwäbischen Landes in sich birgt. Wie viele 
schöne alte Dorf- und Städtebilder, malerische Straßenzüge, inter 
essante Holz- und Steinbauten, Brunnen, Kirchen und Kapellen, 
stolze Brücken, entzückende Gärten trifft der Beschauer hier an. 
Wie reichhaltig ist der Schatz an schönen Schmiedearbeiten, Möbeln, 
Gedenksteinen, Grabmalen,Wappen- und Hausschildern, Geräten u. dgl. 
Manche Rathäuser, Pfarrhäuser, Mühlen, Burgen, Keltern, Türme, 
Friedhöfe, Fabrikanlagen, Gasthäuser, Gartenhäuschen u. s. f., die 
durch ihre Gestaltung und Lage sich auszeichnen, sind hier zur 
Anschauung gebracht. Das Werk soll dazu berufen sein, zur Be 
lebung des Heimatsinns und zur Förderung des Sinnes für gediegene 
Arbeit als Vorbildersammlung für Baumeister und Handwerker, als 
Anschauungsmaterial für Schulen und Studierende zu dienen, und 
wird gewiß weit über Württembergs Grenzen hinaus dem größten 
Interesse begegnen. 
Beiträge zur zeichnerischen Massenermittlnng, Massenver- 
teilung und Förderkostenbestimmung der Erdarbeiten. Von 
Dr.-Ing. R. Schütz, Berlin 1908. Verlag von Wilhelm Ernst & Sohn, 
Berlin W. 66. Preis geh. 2,40 M. Ausgehend von der geschicht 
lichen Entwicklung und Darstellung der einzelnen zeichnerischen 
Verfahren zur Massenermittlung u. s. w. zeigt der Verfasser, wie 
auf einfachem zeichnerischem Wege die Förderkosten sich bestimmen 
und die billigste Förderart sich rasch finden läßt; dabei gibt 
er uns drei übersichtliche und leicht verständliche graphische 
Tabellen in die Hand, aus denen mit einem Zirkelgriff sofort beides 
abgelesen werden kann. Sehr praktisch wird auch noch dargelegt, 
wie Uebergangswerke (Kreuzung des neuen Verkehrsweges mit 
einem bestehenden in Ueber-, Unter- oder Niveauführung) Berück 
sichtigung im Massenplan finden. Das Werk kann den ver 
schiedenen Verwaltungen, ganz besonders aber den Unternehmer- 
firmen in Erdbewegungen nur bestens empfohlen werden. Sd. 
Antipatentgesetz und Erfindernotwehr. Eine Denkschrift 
zur Patentreform. Herausgegeben vom Allgemeinen Erfinderver 
band. Berlin 1908. Preis 1,80 M. Kommissionsverlag von „Kapital 
und Erfindung“. Daß unsre Patentgesetze vielfach mangelhaft sind 
und insbesondere die jährlich steigenden Patentgebühren sowie die 
Möglichkeit einer Patentanmeldung auch vom Nicht er finder 
oft sehr schädigend wirken, ist allgemein bekannt. Vorliegendes 
Schriftchen will nun Mittel und Wege zu Verbesserungen zeigen 
und überhaupt über dieses ganze Gebiet aufklärend wirken. Aller 
dings inwieweit die in demselben aufgestellten idealen Forderungen 
bewilligt werden können, ohne wieder andre Interessen zu schädigen, 
wird die Zukunft lehren. Sd- 
Die Statik des Eisenbetonbanes. Elementares Lehrbuch zum 
Gebrauche an Schulen und zum Selbstunterricht. Von Ottomar 
Schmiedel, Oberingenieur. C. W. Kreidels Verlag, Wiesbaden 1909. 
Der Verfasser bringt zunächst einen kurzen Ueberblick über die 
Baustoffe und deren Eigenschaften. Dann werden in einfacher und 
klarer Weise die verschiedensten Formeln hergeleitet, die im Eisen 
betonbau bei einfachen Platten- und Ritzendecken, Säulen, Fach 
werkskonstruktionen und Gewölben zur Anwendung kommen. Für 
den im Dimensionieren weniger Geübten ist besonders wertvoll, 
daß die entwickelten Gleichungen ein zeitraubendes Versuchsrechnen 
fast ausschließen. Zahlreiche Berechnungsbeispiele zeigen die An 
wendung der Formeln und der aus ihnen zusammengestellten 
Tabellen. Als Anhang sind dem Werke die preußischen Bestim 
mungen vom Mai 1907 beigefügt. Kr. 
Das Abbinden der Portlandzemente. Von Dr. S. Kasai. 48 S. 
Mit einer Einführung, acht Abbildungen und zahlreichen Tafeln im 
Text sowie sieben angehängten Tafeln. Berlin 1908. Verlag der 
„Tonindustrie-Zeitung“ G. m. b. H. Preis geh. 3 M. Kurz zusammen 
gefaßt weist der Verfasser an vielen Versuchen nach, daß Ab 
binden und Erhärten des Portlandzements verschiedene von einander 
unabhängige Vorgänge und Wirkungen sind und daß eine Störung 
des Abbindens auf die Endfestigkeit des Zements dann keinen 
Einfluß hat, wenn der schon abbindende Zement noch einmal 
fest durohgearbeitet wird. Die dann vorhandene neue Abbinde 
zeit stellt sich bei allen Portlandzementsorten auf etwa acht Stunden. 
Die Endfestigkeit wird aber, wie seither schon festgestellt, sehr 
viel geringer dann, wenn eine nochmalige Durcharbeitung 
nicht mehr stattfindet. Es ist daher der Portlandzement (und 
der Beton) nach wie vor beim Abbinden und Erhärten vor Er 
schütterungen zu bewahren. Dagegen kann ein Schnellbinder 
ohne wesentliche Verluste in der Endfestigkeit in einen Langsam- 
binder verwandelt werden durch zweimaliges Änmachen. Sd. 
Verantwortliche Schriftloltung: Chefredakteur und Herausgeber Adolf Fausel. 
Architekt W. Klatto, beide in Stuttgart. Druck; Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart.
	        

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