Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085.4-6,1909
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1909/344/
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BAUZEITUNG 
Nr. 43 
Schaffnerwohnungen des Städtischen Elektrizitätswerkes in Trier 
zelnen Gebiete des Wohnhausbaus zeichnerisch und 
textlich zu behandeln, macht es möglich, sein Werk 
für Unterrichtszwecke an Schulen oder zum Selbst 
studium zu benutzen, da es dem angehenden Bau 
techniker in Musterbeispielen vorführt, wie man schön 
und zweckmäßig baut. A. 
Wünsche zur Reform der Stuttgarter 
Baupolizei 
Aus Interessentenkreisen wird uns geschrieben: 
Wer von uns Bauleuten kennt nicht das Fegfeuer, 
dem wir bei Einreichung eines Baugesuchs auf dem Rat 
haus wochenlang ausgesetzt sind! Die Ursache hiervon 
ist hauptsächlich die nacheinander erfolgende Beteiligung 
einer ganzen Anzahl von Aemtern und Beamten bei der 
Begutachtung desselben. Da ist das erste die Anbringung 
des Gesuchs beim Ratschreiber und Vorprüfung durch 
denselben — warum nicht gleich bei einem sachver 
ständigen Techniker wie anderwärts? Dann Auflegung 
des Gesuchs beim Yerwaltungsbeamten, damit die hierzu 
aufgeforderten Nachharn ihre wirklichen und vermeint 
lichen Rechte wahren können, Aeuierung der Stadtpflege 
und des Tiefbauamts, der Wasserwerksverwaltung u. s. w. 
zu demselben, nun Prüfung durch die Bauschau, wieder 
holte Zurückgabe des Gesuchs an den Einreichenden 
wegen verschiedener, selbst geringfügiger Planmängel u.s.w., 
endlich gelangt es in die ßaupolizeiabteilung des Ge 
meinderats, deren Rechtsauslegung, wohl infolge des 
häufigen Yorsitzwechsels in derselben, nicht immer be 
friedigt. Wenn das Gesuch nun genehmigt ist, so geht 
es anscheinend denselben gewundenen Schneckengang 
rückwärts, sonst wäre nicht zu verstehen, warum die 
Baukontrolle bei der Anmeldung von Bauwesen die 
stereotype Antwort erteilt: „Ich werde Ihr Bauwesen 
abnehmen, sobald die Bauakten bei uns einlaufen.“ Leider 
sind die seit Jahren über diese umständliche Einrichtung 
in der Tagespresse von uns erhobenen Klagen bis jetzt 
von keinerlei Erfolg begleitet. Im Gegenteil; denn 
hierzu kommt, daß auch bei der Ministerialabteilung für 
Hochbauwesen, namentlich seit dem durch schlechte Aus 
führungsweise hervorgerufenenBaueinsturz auf dem Legions 
kasernenplatz, eine manchmal entschieden zu peinliche, 
um nicht zu sagen kleinliche Prüfung der Baugesuche
        

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