daß weitaus der größte Teil der Albbevölkerung zur ebangelischen
Kirche sich bekennt, weil Württemberg und die Reichsstadt Ulm
in ihren Gebieten reformiert haben.“ Nur die hohenzollernschen
hetzt preußischen) Lande, sowie das zur Herrschaft der Thurn und
Taris gehörige Härdtfeld, sind hse geblieben.
Sodann spricht diese gesamte Vevölkerung den schwäbischen
Dialekt, wenn auch fast in jedem Albgau mit etwas anderem
Jdiom. In den südwestlichen Gebieten (Baargau, Randen, ja
chon in der Balinger Gegend) ist das Schwäbssche ziemlich mit
em sogen. Alemannischen bersetzt, was natürlich gegen die Schweiz
sin zunimmt. Im Nordosten (Härdtfeld, Bopfingen) kommt in
Anlehnung an das Ries schon eiwas bairisch-schwäbischer Accent
herein. VDie mittlere Alb, mit den altwürttembergischen Ober⸗
imtern Kirchheim, Münsingen und Reutlingen, ein Gebiet, das
vohl auch insonderheit „rauhe Alb“ genannt zu werden pflegt, hat
den Typus des schwäbischen Dialekts am besten bewährt, wogegen
die „Ulmer Alb“, in Anlehnung an die etwas eigene Mundart
der einstigen Reichsstadt, sich wieder manche Besonderheilen in
der Sprache erhielt.
Auch in Beziehung auf Klima und Bodenbeschaffen—
heit darf man mil nuͤhten die ganze schwäbische Alb in einen
Topf werfen. Wohl gilt ganz allgemein vom Boden der Alb,
was schon aus den früher geschilderten geognostischen Verhältnissen
ervorgeht, daß die Höchfläche derselben allenthalben mehr oder
veniger steinig und wasserlos und daß das Klima durchweg rauher
ist als in den übrigen Teilen des Landes, abgesehen vom Schwarz⸗
wald. Der mittlere Jahresdurchschnit der Waärme beträgt
auf der Alb 60 C. Die Wasserarmut aber hängt, trotzdem der
nittlere Jahresniederschlag, wiederum abgesehen vom Schwarz⸗
wald und Allgäu, größer ist als sonst überall' im Land nen
nee der Alb bei Giengen a. B., größte bei Urach und
* e bekanntlich zusammen mit dem das Wasser durch—
assenden Kalkgestein. Manche Gebiete zeigen daher vollständig
den Typus der „Karstlandschaft“ mit Dolinen und „Erdfällen“,
höhlen und unterirdischen Wasserläufen. Im übrigen ist durch
ie in den letzten 30 Jahren ins Werk gesetzte und nun fast auf
der ganzen Abb durchgeführte großartige „Wasserversorgung“
—A Höhe gepumptes Ouellwasser nicht
bloß dem früheren Mangel ab eholfen, sondern der Bevölkerung
ine bequemere Deenehe ee Hochdruck aus den
— gewährt, als dies die meisten Gemeinden des übrigen
Landes besitzen (vgl S. 6)
Im ,einzelnen aber ergeben sich hinsichtlich der Ertragsfähig⸗
keit des Vodens und der miltleren Jahrestemperatur für die ver—