Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1914)

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BAUZEITUNG 
Nr. 13 
Versorgung der Angestellten für den Fall ihrer Berufs 
unfähigkeit und für den Fall ihres Eintritts in das 65. Le 
bensjahr (Ruhegeld), Versorgung der Hinterbliebenen 
aber nach dem Tode der Angestellten (Hinterbliebenen 
rente). 
Ruhegeld erhält derjenige, bei dem folgende Voraus 
setzungen erfüllt sind: Einmal muß er die Wartezeit er 
füllt und die Anwartschaft aufrecht erhalten haben. So 
dann muß bei ihm der Versicherungsfall eingetreten sein, 
d. h. er muß entweder das 65. Lebensjahr vollendet haben 
In der Uebergangszeit — in den ersten drei Jahren 
nach dem Inkrafttreten des Gesetzes, also bis zum 31. Dez. 
1915 — kann die Wartezeit mit Genehmigung der Reichs 
versicherungsanstalt für Angestellte nach vorhergehender 
ärztlicher Untersuchung durch Einzahlung des entspre 
chenden Kapitals (Prämienreserve) abgekürzt werden. 
(§359 a. a. O.) Tritt dann der Versicherungsfall ein, so 
werden die Leistungen des Gesetzes (Ruhegeld und Hin 
terbliebenenrente) sofort gewährt. Der Antrag auf Ab 
kürzung der Wartezeit ist an die Reichsversicherungsan- 
Architekt: 
Friedrich 
Wielandt 
Regierungs- 
Baumeister 
Konstanz 
oder er muß dauernd berufsunfähig sein oder seit minde 
stens 26 Wochen berufsunfähig sein, ohne daß er für 
immer berufsunfähig ist. 
Unter Erfüllung der Wartezeit versteht man das Zu 
rücklegen einer bestimmten Anzahl von Beitragsmonaten. 
Tritt der Versicherungsfall vor Erfüllung der Wartezeit 
ein, so wird kein Ruhegehalt gewährt. 
Die Wartezeit beträgt nach § 48 im Falle der Pflicht 
versicherung: für männliche Versicherte 120 Beifrags 
monate, für weibliche Versicherte 60 Beitragsmonate, im 
Falle der freiwilligen Versicherung: für männliche Ver 
sicherte 150 Beitragsmonate, für weibliche Versicherte 90 
Beitragsmonate. 
stalt für Angestellte Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollern- 
damm 193—195 zu richten. 
Aufrechterhaltung der Anwartschaft. Zur Aufrechter 
haltung der Anwartschaft müssen nach dem Kalenderjahr, 
in welchem der erste Beitragsmonat zurückgelegt worden 
ist, innerhalb der zunächst folgenden 10 Kalenderjahre 
mindestens 8 und nach dieser Zeit mindestens 4 Beitrags 
monate während eines jeden Kalenderjahres zurückgelegt 
werden. (§ 49 a. a. O.) Nach Zurücklegung von 120 
Beitragsmonaten kann die bis dahin erworbene Anwart 
schaft an Stelle der Weiterzahlung der Beiträge durch 
Zahlung einer Anerkennungsgebühr von 3 M. erhalten 
werden. (§ 15 a. a. O.)
	        

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