Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085,4-11,1914
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1914/161/
STUTTGART 
DTÜM 
FÜR WÜRTTEMBERG 
BHDEN* HESSEN *GLr 
SHSS- LOTHRINGEN- 
Inhalt; Betrachtungen über den Gmünder Friedhofkunst-Wettbewerb. — Bauwerk- 
meistertag in Eßlingen. — Vereinsmitteilungen. — Wettbewerbe. — Kleine Mit 
teilungen. — Personalien. — Bücher. — Sprechsaal. 
Alle Rechte Vorbehalten. 
Betrachtungen über den Gmünder Friedhofkunst-Wettbewerb 
Von Gewerbelehrer E. Fischer, Schwäb. Gmünd 
Was kommt dabei heraus? Diese Frage wird wohl 
manchem nahegelegen sein, der vor einem halben Jahr 
die Bedingungen für dieses Preisausschreiben gelesen hat. 
Vorbilder für bürgerliche, schlichte Grabmale, die den 
Gesamtherstellungspreis von 500 M. nicht überschreiten, 
suchte man auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege des 
Wettbewerbs zu erlangen. War auch dieser Weg nicht 
mehr neu, so war es doch der Umstand, daß kein indu 
strielles Unternehmen dieses Preisausschreiben veranstal 
tete, sondern daß es der Bund für Heimatschutz war, der 
durch ein solches Ausschreiben in einer Stadt, die als 
Kunststadt von altersher einen guten Klang hat, den Sinn 
für gute Orabmalkunst, der auch hier bedauerlicherweise 
so sehr geschwunden war, neu zu beleben suchte. Eine 
wesentliche Förderung wurde dem Gedanken zuteil, der 
der Leitung des Bundes entsprungen, durch den damali 
gen Vorstand der Gmünder Gewerbeschule, Regierungs 
baumeister Rektor Dr. Klaiber. 
Er verstand es, weitere einflußreiche Kreise zu interes 
sieren, und zur Ehre der Gmünder Fabrikanten muß hier 
gesagt werden, daß sie in geradezu hochherziger Weise 
durch Zuwendung beträchtlicher Mittel diese ideale Sache 
unterstützten. Das, was dabei herauskam, kann als ein 
äußerst zufriedenstellendes Ergebnis bezeichnet werden, 
und dürfte die edlen Stifter, denen auch an dieser Stelle 
Dank gebührt, befriedigt haben. 
Die Beteiligung am Wettbewerb war eine überaus rege. 
Im ganzen sind 192 Arbeiten eingelaufen, worunter er 
freulicherweise nur ganz wenige tatsächlich minderwertige 
Arbeiten zu finden waren. Das Preisgericht, dem außer 
Verfasser: 
Joseph Arnold- 
Hanau 
Gmünder 
Friedhofkunst- 
Wettbewerb 
I. Preis 
Silbervergol 
deter Pokal der 
Firma W. Binder 
Wert 300 M.
        

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