Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085,4-11,1914
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1914/212/
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BAUZEITUNO 
Nr. 26 
hauptsächlich darauf ankommt, daß die einzelnen Steine 
sich nicht untereinander verschieben können, weder seit 
lich noch in senkrechter Richtung. Nie und bei keinem 
Steinmaterial sollte man die Mühe scheuen, jeden einzel 
nen Stein vor dem Einbetten gründlich anzunässen. Bei 
etwas porigen Steinen ist das ganz unerläßlich, damit 
dem Einbettungsmörtel nicht die zum Abbinden erforder 
liche Feuchtigkeit von solchem Stein absorbiert wird. 
Aus derselben Erwägung sind aber stark poröse Stein 
arten überhaupt nicht für Mosaikfußböden zu gebrauchen. 
Selbstverständlich ist dichtes Aneinanderrücken der Steine 
Bedingung für gute Wirkung des Mosaiks, weil jede 
stärkere Fugenbildung den einheitlichen Oesamteindruck 
störend unterbricht. Nach diesem Einbetten werden 
dann die Steine mit einem flachen Brett durch leichtes be 
hutsames Aufschlagen festgeklopft, nicht aber gestampft, 
wie das unglaublicherweise mitunter angeregt wird. Das 
Nachfüllen der Steinfugen erfolgt hiernach aber nicht 
schon sofort, sondern erst dann, wenn sich die eingebet 
teten Steine vollständig mit der Einbettungsschicht gesetzt 
haben. Die dazu erforderliche Zeit ist natürlich nach Art 
des Einbettungsmörtels verschieden. Das Fugenfüllungs 
gabe des Erzeugnisses dieses Schaffens an andere 
zu bestimmen, insbesondere dieses Erzeugnis auch wirt 
schaftlich nutzbringend zu verwerten. 
Das Urheberrecht an Photographien ist heute durch 
das Gesetz vom 9. Januar 1907 geschützt. Dieses ent 
hält gegenüber dem früheren Recht wesentliche Neue 
rungen, auf die hier besonders hingewiesen werden soll. 
Das Gesetz schützt die Photographien, gleichgültig, ob 
sie von einem Amateur oder von einem Berufsphoto 
graphen hergestellt sind und ohne Rücksicht darauf, ob 
sie künstlerischen Charakter haben oder nicht. Eine 
künstlerisch ausgeführte Photographie wird nicht zu einem 
Kunstwerk und genießt auch nicht den längeren Schutz 
der Werke der bildenden Kunst. Dieser Standpunkt des 
Gesetzes ist bedauerlich, denn die Dutzendware eines 
Photographen in der Meßbude und der unbeholfene Ver 
such eines Amateurs wird genau so geschützt wie ein 
künstlerisch ausgeführter Pigment- oder Bromöldruck, der 
vom Verkehr als Kunstwerk bezeichnet wird. 
Urheber ist, wer die Aufnahme macht oder sie leitet, 
im photographischen Atelier ist der Geschäftsinhaber Ur 
heber, mag auch ein Angestellter selbst die Aufnahme 
Kinderschule 
und 
Kinderkrippe 
in Schorndorf 
Gesamt 
anlage 
Architekt; 
Bauwerk 
meister 
Walker 
Schorndorf 
mittel, gleichviel ob Kalk oder Gips oder Zement, ver 
wendet man in jedem Falle nur als dünnflüssigen Brei. 
Zum Glattschleifen und Polieren des soweit fertigen 
Mosaikfußbodens stehen gegenwärtig ganz vorzüglich 
arbeitende Maschinen zur Verfügung. Wo umfang 
reichere Aufgaben dieser Art vorliegen, sind sie wegen 
der mit ihrer Verwendung verbundenen außerordent 
lichen Zeitersparnis aufs dringendste zu empfehlen. Meist 
genügt es da schon, wenn man die Maschine nur einmal 
über den rohen Belag quer und längs hinüberführt, um 
den Boden völlig eben und poliert zu bekommen. Trotz 
dem wird diese Maschine wohl nie ganz das Arbeiten mit 
der Hand (oder dem Fuß) ersetzen. Denn die Ecken des 
Fußbodens erreicht man mit der Maschine überhaupt 
nicht. Und außerdem würde ihre Inbetriebnahme für 
Fußböden kleineren Umfangs viel zu umständlich und 
unwirtschaftlich. FLR. 
Der Schutz des photographischen 
Urheberrechts 
Von Rechtsanwalt Dr. A. K a h n - Karlsruhe 
Urheberrecht ist das auf die Tatsache geistigen Schaf 
fens sich gründende ausschließliche Recht, über die Kund 
machen, entwickeln und retuschieren. Der Angestellte hat 
der Leitung des Geschäftsinhabers zu folgen und wird 
als Stellvertreter des Geschäftsinhabers bei Erwerb des 
Urheberrechts betrachtet. Wenn jedoch ein Angestellter 
in seiner freien Zeit auf Ausflügen oder Reisen Aufnah 
men macht, so erwirbt nur er das Urheberrecht nicht et 
wa sein Geschäftsherr, denn hier ist er nicht als Ange 
stellter, sondern als selbständiger Privatmann tätig ge 
worden. 
Während früher jede Photographie den Namen und 
Wohnort des Verfertigers bezw. Verlegers und das Ka 
lenderjahr des ersten Erscheinens enthalten mußte, ist 
nach dem neuen Gesetz der Bezeichnungszwang wegge 
fallen. Ohne weiteres entsteht das Urheberrecht mit der 
Aufnahme, der Urheber hat nichts weiter zu tun, um sein 
Urheberrecht ins Leben zu rufen. 
Es ist gleichgültig, ob die Aufnahme rechtlich und 
sittlich erlaubt war, denn gerade bei verbotenen oder un 
sittlichen Aufnahmen kann der Urheber ein Interesse da 
ran haben, zu verhindern, daß sein Werk in die Oef- 
fentlichkcit kommt. 
Das Gesetz stellt den Werken der Photographie alle 
der Photographie ähnlichen Verfahren gleich, wie Licht 
druck, Photo- oder Heliogravüre, photographischer Stein- 
und Metalldruck usw. Das Gesetz gibt dem Urheber
        

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