Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085,4-11,1914
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1914/257/
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FÜR WÜRTTEMBERG 
BADEN* HESSEN* Gl* 
SRSS-LOTHRINGEN- 
Inhalt: An unsere Leser. — An unsere Mitglieder. 
Kleine Mitteilungen. — Bücher. 
Inserate. — Wettbewerbe, 
Sprechsaal. 
An unsere Leser. 
Die friedliche Arbeit des deutschen Volkes wurde durch die Ereignisse gewaltsam unterbrochen. 
Auch wir sind genötigt uns einzuschränken, gedenken jedoch von Zeit zu Zeit, so wie es die Verhält 
nisse gestatten, eine Nummer herauszugeben. Der Verleger der Bauzeitung, Herr Schüler, ist zur Land 
wehr einberufen. 
Diejenigen unserer Leser, die nicht unter die Waffen treten, bitten wir, während der Kriegszeit 
der „Bauzeitung“ Ihr Interesse zu bewahren. Wer davon noch mit Zahlungen, sei es für Abonnement, 
Inserate, für die Bauordnung usw. im Rückstand ist, den bitten wir — soweit jeder in der Lage ist — 
an uns zu denken. 
Jedem unserer Leser aber, der als Soldat seine Pflicht für das Vaterland zu erfüllen hat — und 
es sind unter den Lesern der Bauzeitung gar viele — rufen wir von Herzen „Lebewohl“ zu. Möge es 
allen vergönnt sein, das siegreiche Schwert bald wieder mit den Werkzeugen des Friedens und der 
Arbeit zu vertauschen. 
Verlag der Bauzeitung. 
An unsere Mitglieder. 
Der über unser deutsches Vaterland hereingebrochene Krieg übt seine tiefeinschneidende Wirkung 
naturgemäß auch auf unser Vereinsleben aus. Hunderte von unseren Mitgliedern sind zu den Fahnen 
einberufen worden und müssen ins Feld ziehen. Bei ihnen sowohl, wie bei den Daheimgebliebenen 
steht heute die Verteidigung des Vaterlandes und der Erfolg der deutschen Waffen im Vordergrund des 
Interesses, zurückgetreten und zurückgestellt bis auf Weiteres sind die Fragen von Stand und Beruf. 
Waffenehre und Waffenruhm geht jetzt über alles, denn Mars regiert die Stunde. 
Angesichts dieser unumstößlichen Tatsachen wäre es nutzlose Verschwendung von Zeit und Geld, 
wenn wir ihnen nicht Rechnung tragen und auch unsere Tätigkeit darnach einrichten wollten. Wir 
wissen aber ebenso, daß unsere Mitglieder diese Anschauung teilen und deshalb ohne Ausnahme ein 
verstanden sind, wenn wir während der Dauer des Krieges 
eine wesentliche Beschränkung sowohl in der Erscheinungsweise der Bauzeitung 
für Württemberg etc. als auch in unserer gesamten Vereinstätigkeit 
eintreten lassen, wie sie eben durch die Ereignisse der Zeit geboten ist. Nach dem Kriege, der nach 
unserem Hoffen und Wünschen ein recht kurzer und für unser Vaterland siegreicher sein möge, werden 
wir dann umsomehr zur gewohnten kraftvollen Erfüllung unserer Aufgaben wieder übergehen. 
Noch bitten wir unsere Mitglieder sowie deren Angehörige und Freunde, das dieser Nummer 
beiliegende Fragebogenformular freundlichst beachten und es uns, soweit es für die Abonnenten der 
Bauzeitung und die Mitglieder der technischen Vereine Württembergs, Badens und Hessens in Betracht 
kommt, ausgefüllt umgehend wieder zusenden zu wollen. Die Erfüllung dieses Wunsches liegt im all 
seitigen Interesse, vornehmlich aber auch in dem der beteiligten Vereinsleitungen, die namentlich über die 
Zahl der zu den Fahnen einberufenen Mitglieder ihrer Vereine unterrichtet sein möchten. 
Und nun noch allen unseren Mitgliedern ein herzliches „Lebewohl“ und ein „Auf Wiedersehen“ 
nach glücklicher und gesunder Heimkehr aus siegreichem Feldzug! 
Die bautechnischen Vereine Württembergs, Badens und Hessens.
        

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