Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1914)

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BAUZEITUNG 
Nr. 10 
schule, die das Einjährige schon haben, sollten mit der Auf 
nahmeprüfung gleich in die 3. Kl. eintreten können, ohne 
Aufnahmeprüfung jedoch der 2. Kl. zugeteilt werden. (Ohne 
vollständige Aenderung des Lehrplans wäre das nicht 
ausführbar. D. Red.) In Klasse 3 und 4 würden nun 
sämtliche Besucher gemeinsam unterrichtet werden und 
die Nichteinjährigen hätten, wie oben angedeutet, die 
Diplomprüfung zu bestehen, während die übrigen Be 
sucher nach Absolvierung von Klasse 5 und 6 eine Ab 
gangsprüfung, ähnlich der jetzigen Bauwerkmeisterprüfung 
zu machen hätten, womit sie den Titel „Baumeister“ er 
werben sollten. Es dürfte wohl eine dankbare Aufgabe 
der technischen Vereinigungen sein, diese Grundzüge 
weiter auszubauen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. 
H. 
nicht im Einklang stehend bezeichnet werden. Man empfahl 
vielmehr, den Preis baukantigen Holzes um 2 M. das cbm 
zu erhöhen. Für die Durchführung einer derartigen Preis 
erhöhung liegen aber die Verhältnisse zurzeit durchaus 
ungünstig. Einmal deshalb, weil der Bedarf vorläufig 
noch sehr schwach ist und dann auch, weil vom Ober 
rhein sehr niedrig gehaltene Angebote an den Markt 
kommen. Die Beschäftigung der Schwarzwälder Säge 
werke ist immer noch derart schlecht, daß von diesen 
mitunter Aufträge zu Preisen übernommen werden, bei 
welchen Verdienst ausgeschlossen ist. Die Bäche haben 
wieder genügend Wasser, und so können die Wasser 
sägen wieder ungehinderten Betrieb unterhalten. Bemer 
kenswert ist, daß übrigens auch die Sägewerke von 
Nach 
Aufnahme 
von Bau 
werkmeister 
H. Wacker- 
Feuerbach 
Altes Fach 
werkhaus 
aus 
Siebeldingen 
(Pfalz) 
Erbaut 1591 
(Wir haben diesen Ausführungen Raum gegeben, ob 
wohl wir, wie dies schon aus unseren Anmerkungen 
hervorgeht, mit dem Inhalt in verschiedenen Punkten 
nicht einig gehen können. ,Daß die mittleren Techniker 
das Einjährige als Vorbedingung für die Zulassung zur 
Bauwerkmeisterprüfung anstreben müssen, darin hat der 
Verfasser recht. Die Red.) 
Vom Holzmarkt 
Die Lage des Bauholzmarktes blieb andauernd sehr 
ruhig. Auf seiner kürzlichen Tagung (am 20. Februar) 
befaßte sich der Verein der Holzindustriellen Rheinlands 
und Westfalens eingehend mit den Preisverhältnissen des 
Bauholzes, die allgemein als mit den Rundholzpreisen 
Hessen-Nassau und angrenzender Bezirke ihre Bauholz 
preise um 1—2 M. das cbm erhöhen wollen. Vom Schwarz 
wald aus wurden neuerdings für baukantige Tannen- und 
Fichtenhölzer mit regelmäßigen Abmessungen zu 41 bis 
42 M. das cbm, frei Schiff Köln-Duisburg, angeboten. 
Ferner verlangte man von da für das cbm Hölzer mit 
üblicher Waldkante 42’/<—42 V* M., für vollkantige Ware 
4374—4372 M. und für scharfkantige 44 V*—44 3 /i M., 
frei Eisenbahnwagen Mannheim. Vorratshölzer werden 
fortdauernd in großen Posten von Schwarzwälder Säge 
werken angeboten, welche etwa 36—37 M. für das cbm, 
frei Eisenbahnwagen Mannheim, fordern. Umsätze grös 
seren Umfangs fehlten aber, trotz der niedrigen Preis 
stellungen. Vielfach befaßten sich die süddeutschen 
Sägewerke, mangels genügender Bauholzaufträge, mit dem 
Einschnitt von Blochware in Tanne und Fichte, worin
	        

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