Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085,4-11,1914
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1914/89/
Inhalt: Hat die neue Bauordnung vom 28. Juli 1910 gegenüber der alten vom 6. Okt. 
1872 bezüglich der Untergeschosse für Stuttgart eine wesentl. Verbesserung gebracht? 
Vereinsmitteilungen. — Wettbewerbe. — Kleine Mitteilungen. — Bücher. — Sprechsaal. 
Hat die neue Bauordnung vom 28. Juli 1910 gegenüber der alten vom 6. Oktober 1872 
bezüglich der Untergeschosse für Stuttgart eine wesentliche Verbesserung gebracht? 
Die alte BO. enthält besondere Bestimmungen über 
die Anzahl der zulässigen Stockwerke und Angaben dar 
über, ob und wann ein Untergeschoß als Stockwerk zu 
rechnen ist, nicht. Es blieb vielmehr gemäß Art. 23 Abs. 
5 der alten BO. den Ortsbaustatuten Vorbehalten, hierüber 
nähere Bestimmungen zu treffen. 
Auf Grund dessen enthält das Stuttgarter Ortsbau- 
Statut vom 22. Juli 1897 in § 27 eine Bestimmung über 
die Beschränkung der Zahl der Stockwerke von weniger 
als 16 m breiten Straßen und ebendaselbst u. a. auch die, 
daß Untergeschosse von mehr als 2,50 m Höhe, gemessen 
in der Mitte des Gebäudes vom Gehweg bis zur Oebälk- 
unterkante, als Stockwerk mitgezählt werden. 
Diese Bestimmung war mit Rücksicht auf die vielen 
zum Teil stark ansteigenden Straßen Stuttgarts sehr ange 
zeigt und durchaus berechtigt, solange sie nur in be 
schränktem Maße, d. h. nur an besonders steilen Straßen, 
voll ausgenützt wurde. 
Da aber erfahrungsgemäß das Bestreben der Bauenden 
insbesondere der Bauspekulanten dahin geht, die baupol. 
Bestimmungen aufs alleräußerste auszunützen, ja so 
gar sehr häufig noch über das Erlaubte hinauszugehen,
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.