Title:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
XIX/1085.4-12/13,1915/16
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1499766280559_1915-1916/65/
FÜR WÜRTTEMBERG 
BADEN*HESSEN*Gb 
SHSS LOTHRINGEN* 
Geschäftsgebäude der Landwirtschaftlichen Genossenschafts-Zentralkasse Stuttgart. 
Hypothekengläubiger und Besitzwechselabgaben. — Deutscher Arbeitgeberbund für 
das Baugewerbe. — Berechnung von Eisenkonslruktionen zum Umbau eines Wohn 
hauses zu einem Qeschäftshause nebst Einbau eines Erkers. — Vereinsmitteilungen. 
Alle Rechte Vorbehalten. 
Qeschäflsgebäude der Landwirtschaftlichen Qenossenschafts- 
Zentralkasse Stuttgart. 
Entwurf von Architekt Albert Eitel, Stuttgart. 
Die Landwirtschaftliche Genossenschafts-Centralkasse 
Stuttgart hatte unter einer Anzahl Architekten einen 
engeren Wettbewerb veranstaltet, um Entwürfe für ein 
Geschäftsgebäude zu erlangen, das in der Johannes 
straße gebaut werden soll. Die eigenartige Lage des 
Grundstückes ließ es der Bauherrschaft nahegelegen er 
scheinen, zum Wettbewerb zu greifen. Der Bauplatz liegt 
an der einspringenden Ecke Johannes- und Lerchenslrafie 
und das Gebäude hat den Uebergang zu vermitteln von 
der sehr breiten Johannesstraße zu deren schmälerten 
Fortsetzung. 
Das Preisgericht, bestehend aus den Herrn Ober 
baurat Eisenlohr, Baurat Maier, Stadtbauiat Mueßmann, 
Oberregierungs-Rat Baier, Stuttgart, Pfarrer Layer, Ober 
türkheim, Direktor Schmidt, Stuttgart, halte über sechs 
Entwürfe zu entscheiden und faßte einstimmig den 
Entschluß, daß der Entwurf „Johannesstraßenaxe“ 
als bester zu bezeichnen ist und führte dazu aus : 
Der Entwurf wird in städtebaulicher Hinsicht den an 
den Platz zu stellenden Anforderungen am besten gerecht, 
erfüllt die Raumbedürfnisse zweckmäßig und erlaubt eine 
günstige Ausnützung der oberen Stockwerke mit Wohn 
ungen, ohne daß die Wohnungstreppen in der Büroeinteilung 
störend empfunden werden. Der Entwurf kommt den Bestim 
mungen des Baugesetzes und der Ortsbausatzung am 
nächsten und enthält auch in dem Vorschlag zur Ueberbau- 
ung des Nachbargrundstücks die brauchbarste Lösung. 
Die technischen Sachverständigen des Preisgerichts 
empfehlen der Bauherrschaft dringend, im Bestreben auf 
eine baukünstlerisch gute Gestaltung und zur Sicherung 
einer Ausdehnung der Geschäftsräume in jeder Richtung, 
das Nachbargrundstück selbst zu kaufen und die Ueber- 
bauung womöglich in die Hand zu nehmen, oder wenig 
stens in vom Architekten des eigenen Baus zu bestimmender 
Richtung zu beeinflussen. Als der Verfasser des Entwurfs 
„Johannes-Straßenaxe“ ergab sich: Architekt Albert Eitel. 
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