Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1915/16)

16-/29. Februar 1916 
BAUZEITUNG 
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freien Platz verlegt ist, die Gärten auf die entgegengesetzte 
Seite und nach Süden zu. Dieser Spielplatz ist etwas zu 
groß, und eine etwas geringere Tiefe wäre auch für die 
Gruppierung der Baumassen von Vorteil. Eine hübsche 
Brunnenanlage ziert den Spielplatz, der beiderseits von 
Hallenunterständen flankiert ist, die den Kindern bei un 
freundlichem Wetter als Unterstand dienen. 
Was die Raumeinteilung anlangt, so hat der Verfasser 
durchweg Doppelwohnungen auf jedem Stockwerk ge 
wählt. Wenn trotz dieser Anordnung die Rente nicht 
groß ist, so rührt dies von den sehr geräumigen Einzel 
grundrissen her, die im übrigen eine gute und zweck 
mäßige Einteilung aufweisen. 
Nr. 5 9, „S ü d o s t e n“. 
Der Verfasser hat sich in der Hauptsache an die be 
stehenden Baulinien gehalten und eine geschlossene Bau 
anlage um den nach Südosten offenen Hof gruppiert, wo 
durch eine klare, einfache Anordnung erzielt worden ist. 
Die an der Ecke der Haupt- und Krämerstraße vor 
gesehene Aenderung der Baulinie ist zweckmäßig. Gegen 
die in den geräumigen Hof aus wirtschaftlichen Gründen 
angeordneten zwei niederen Hinterhäuser ist nach Lage 
und Größe nichts einzuwenden. 
Die Lage des Spielplatzes im Zuge der Durchfahrt 
der Querstraße ist keine glückliche. 
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III. Preis. Kennwort: Südosten. 
Verfasser: Architekt Willi Benz und Dipl-Ing. Oskar Widmann, Stuttgart. 
Das äußere Bild der Wohnkolonie gibt, wie dem 
Schaubild zu entnehmen ist, eine hübsche Gesamterschei 
nung; trotz der Auflösung und Trennung der Baulinien 
ist eine gute harmonische Gesamtwirkung erzielt. Im 
einzelnen ist die Architektur gut und zweckentsprechend 
einfach gehalten. 
Wie schon oben angedeutet, ist die Zahl der Woh 
nungen und die wirtschaftliche Ausnützung der Gesamt 
anlage eine verhältnismäßig bescheidene, was von der 
Größe der einzelnen Wohnungen und der etwas lichten 
und deshalb nicht zu beanstandenden Gesamtüberbauung 
herrührt. 
Die Durchfahrten unter den Häusern an der Haupt- 
und Nähterstraße sind zu entbehren. 
Die Anordnung der Mehrzahl der Wohnungen nach 
dem sonnigen Hofe zu ist zweckmäßig. Auch die Zahl 
der gewählten Typen und die Zahl der auf eine Treppe 
verwiesenen Wohnungen ist nicht zu beanstanden. 
Die Einzelausbildung der Wohnungen ist nicht 
durchweg glücklich (entfernte Lage der Speisekammern 
von der Küche, Lüftung der Speisekammern von Treppen 
häusern aus, schmale lange Zimmer). 
Die Wohnküchen der Zweizimmerwohnungen sind 
als solche teilweise zu klein. Das Gleiche gilt für einen
	        

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