Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1917/18)

I./15. Januar 1917. 
BAUZEITUNG 
Vorraum mit den Couponzellen. Die Stahlkammer ist 
mit allen neuzeitlichen Einrichtungen und Sicherungen 
gegen Einbruch- und Feuergefahr versehen, dafür zeugen 
die mächtige Panzertüre und die Panzerfensterläden, sowie 
die Stahlarmierung der Wände, Decke und Fußboden. 
Von der Effekten- und Depotabteilung führt eine Stein 
treppe nach 2 großen Bankgewölben, welche lediglich für 
die Zwecke der Bank eingebaut sind. Diese Gewölbe sind 
bezüglich der Bauart genau so sicher hergestellt, wie die 
vorbeschriebene Stahlkammer. 
Direkt an der Schalterhalle liegen im Erdgeschoß 
2 Direktorenzimmer und ein Sprechzimmer. Die beiden 
ersten Räume sind an den Wänden mit Eichenholz und 
eingebauten Schränken versehen und haben Stukkdecken. 
Im 2. Stock befindet sich der große Sitzungssaal mit 
anschließendem Vorzimmer und mit einem Konferenz 
zimmer, Der Sitzungssaal ist mit Eichenholzgetäfer ver 
sehen, das Vorzimmer hat Mattenverkleidung und Kleider 
ablage. In diesem Stockwerke liegt die Buchhaltung, 
welche in einem großiäumigen Saal untergebracht ist. 
Außerdem befinden sich hier die Räume für die Rechen 
maschine, sowie ein feuersicherer Bücherraum. Vom Vor 
platz aus führt ein elektrischer Aufzug nach einer großen 
Registratur im Dachstock. 
Im 1. Untergeschoß ist die Zentralkleiderablage und 
ein Registraturraum eingebaut. Im 2. Untergeschoß lie 
gen die Räume für die Heizung und die Kohlen. 
Das ganze Gebäude hat Zentfalwarmwasserheizung 
Das Sprechzimmer hat Tapete. Der Bodenbelag ist in 
Linoleum hergestellt. 
Im 1. Stock befindet sich das Zimmer des Verwaltungs 
rates mit 2 Sprechzimmern, ähnlich ausgeführt wie die 
Direktorenzimmer im Erdgeschoß. Anschließend sind die 
verschiedenen Büroabteilungen, wie Sekretariat, Hypo 
thekenabteilung, laufendes Geschäft, Expedition, Telephon 
zentrale, Zimmer für Schreibfräulein und ein feuersicheres 
Tagesgewölbe. Die Büroräume sind an den Wänden mit 
Salubra tapeziert, die Decken sind glatt behandelt und 
weiß gestrichen, die Böden haben Linoleumbelag. Die 
künstliche Beleuchtung erfolgt durch elektrische Indra 
lampen und durch Pultbeleuchtungen. Beamten- und 
Direktionsaborte sind genügend vorhanden und mit allen 
hygienischen Ausstattungen versehen. 
mit Pumpenumwälzung. In jedem Raum ist eine Lüftung 
eingebaut, welche ein ständige Lufterneuerung ohne Zug 
erscheinungen ermöglicht. Bei der Heizungsanlage ist 
hierauf besondere Rücksicht genommen. 
In dem Bau ist eine ausgiebige Haus- und Staats 
telephonanlage mit Glühlampenschaltung eingebaut. In 
den verschiedenen Bankräumen sind noch elektrische 
Alarm-, Signal- und Feuermelde-Einrichtungen, sowie eine 
elektrische Uhrenanlage vorhanden. 
Wie ersichtlich, ist das Gebäude ein außerordentlich 
reich gegliedertes Geschäftshaus, das eine scheinbar ganz 
einfach zu gestaltende äußere Erscheinung gefunden hat. 
Es ist gelungen, die Vielgestaltigkeit des inneren Betriebs 
in klaren und großen Zügen zum Ausdruck zu bringen. 
Durch die mächtigen Pfeilerstellungen werden die drei
	        

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