Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1917/18)

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BAUZEITUNG 
Nr. 23/26 
III. Preis Kennwort; „Vorstadt“, Verfasser: Hermann Moser, Architekt, z. Zt Miliiärbauan t Cannsiatt 
und Friedrich Endress, Architekt, Stuttgart-Gablenberg. 
Nr. 12 Kennwort: „Vorstadt“ 
Der Verfasser des vorliegenden Projekts hat durch 
seine vielleicht etwas zu dichte Bebauung 181 Wohnungen 
auf dem Gelände erzielt. Während die westliche Hälfte 
der Bebauung ein sehr gutes Bild ergibt, ist die östliche 
Hälfte in ihrer Teilung in zwei Hofflächen parallel zur 
Hauptstraße wesentlich ungünstiger. Es ist unverständ 
lich, warum der Verfasser von der Hauptstraße mit dem 
einen Bauteil zurückrückt. Durch Stellung des mittleren 
Bauteils in die Bauflucht der Rotenbergstraße hätte der 
Verfasser einen besser ausnutzbaren, zusammenhängen 
den Flächenraum erhalten. Die Grundrisse der Woh 
nungen sind im Ganzen zweckentsprechend. Erwünscht 
wäre für die Vorplätze etwas mehr Licht nnd größere 
Abwechslung. Die Grundflächen mit 67 und 57 qm für 
die dreizimmrigen und zweizimmrigen Wohnungen dürften 
ausreichen. Die Lage der Wohnungen zu den Himmels 
richtungen ist gut, ebenso die Lage des Spielplatzes. 
(Fortzg. flgt.) 
Verschiedenes. 
Abgelehnte Baubeihilfe. Da die Wohnungsnot in 
Lübeck schon so groß ist, daß mit ihrer Abhilfe nicht bis 
nach dem Kriege gewartet werden kann, war der Staat 
an den gemeinnützigen Bauverein herangetreten und hatte 
ihn aufgefordert, sofort Kleinwohnungsbauten zu errichten, 
wohingegen der Staat sich bereit erklärte, ihm 45% der 
Baukosten zu ersetzen. Trotz dieses scheinbar günstigen 
Angebots hat der Verein es doch abgelehnt, darauf einzu 
gehen, da die vom Staat angebotenen 45% die Verteuer 
ung der Baukosten nur zum Teil ausgleichen könnten. 
Wettbewerb. 
Der Schwäbische Siedelungsverein e. V. und der 
Siedelungsverein Groß-Stuttgart G. m. b. H. in Stuttgart 
haben beschlossen, zur Gewinnung von Entwürfen für den 
Bebauungsplan und die Bautypen einer Heimstättensie- 
delung auf Markung Weil im Dorf O./A. Leonberg einen 
Wettbewerb zu veranstalten. Eingeladen sind alle reichs- 
deutschen Architekten, welche in Württemberg ansäßig 
oder geboren sind. Die Unterlagen für den Wettbewerb 
sind vom Schwäbischen Siedelundsverein e. V. in Stutt 
gart, Königstr. 78 111 zu beziehen gegen Entrichtung eines 
Betrags von M. 10.—. Die Entwürfe sind bis spätestens 
2. September 1918 abends 6 Uhr abzuliefern. Preise von 
M. 5 000.—, M. 3 000.— und M. 2000.— und für An 
käufe zusammen M. 5000.— sind vorgesehen. 
Preisrichter sind: Kommerzienrat E. Breuninger, Stutt 
gart; Dr. med. H. Göhrum, Stuttgart; Baurat C. Heim, 
Stuttgart; Professor Jansen Architekt Berlin; Hofwerk 
meister E. Kübler, Stuttgart; Stadtbaurat A. Muesmann, 
Stuttgart; Forstmeister Schleicher, Leonberg; Architekt 
Paul Schmitthenner, Berlin; Bürgermeister Sigloch, Stutt 
gart 
Verantwortlich : Karl Schüler, Stuttgart. Druck : Gustav Stürner in Waiblingen. 
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III. Preis, Erdgeschoß-Grundriß, Kennwort; „Vorstadt", Verfasser: Hermann Moser, Architekt, 
z. Zt. Militärbauamt Cannstatt und Friedrich Endress, Architekt, Stuttgart-Gablenberg.
	        

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