Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1917/18)

Dezember 1917. 
BAUZEITUNG 
Verwaltung des Vereins Deutscher Eisenbahnverwaltungen 
in Berlin W. 9, Köthenerstr. 28/29, eingereicht werden. 
Die Entscheidung über die Preisbewerbungen erfolgt im 
Laufe des Jahres 1920. 
Wettbewerbe für Plakate. Der Verein der Plakat 
freunde E. V. zu Berlin veranstaltet einen Wettbewerb 
zur Erlangung künstlerisch wertvoller Plakate für die 
nächste Kriegsanleihe und setzt an Preisen 20000 Mk. 
aus. Dem Preisrichter-Kollegium gehören u. a. an: 
Ludw. Hohlwein, Hofrat Alexander Koch, Prof. Bruno 
Paul, Prof. Emil Pretorius, Dr. Walther Rathenau, Ober 
bürgermeister Dr. Wermuth. Nähere Bedingungen durch 
den Verein der Plakatfreunde E. V., Charlottenburg 2, 
Joachimstalerstr. 1. Termin für die Ablieferung der Ent 
würfe ist der 15. Jan. 1918. 
Preussen erst dann einer befriedigenden Lösung entgegen 
geführt werden können, wenn die gesamten Fragen des 
Wohnungswesens, einschließlich des Realkredits, einer 
Zentralstelle, d. h. einem Ministerium allein überwiesen 
werden. Es ist sachwidrig, wenn verschiedene Fragen 
des Wohnungswesens dem Handelsministerium überwiesen 
sind und andere Wohnungsfragen dem Ministerium für 
öffentliche Arbeiten usw. Die Fragen, die mit der Woh 
nungsfrage Zusammenhängen, dürfen nicht von verschie 
denen Zentralinstanzen behandelt werden, sondern nur von 
einem Ministerium. Wir würden es für einen schweren 
Fehler halten, wenn an Stelle einer freiheitlichen Neuord 
nung des Baurechts und des Städtesiedlungswesens die 
Besserung des Wohnens nur versucht würde auf dem 
Wege des kommunalen Bauens, oder gar nur des Bauens 
auf Reichs- und Staatskosten. Es würde dadurch niemals 
eine befriedigende und ausreichende Lösung der Woh- 
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Haus: Fegert & Reichert, Heilbronn 
Ecke Qöthe- und Pfühlstraße. 
Ansicht und Grundriß des Obergeschosses. 
Architekten: 
Beutinger & Steiner, Heilbronn. 
nungsfrage erreicht werden. Solche wird nur durch ein 
Wohnungsgesetz erreicht, welches die freie Unternehmer 
tätigkeit von hemmenden Fesseln befreit. 
Städtische Häuserkasse. Sofort nach Beendigung 
des Krieges soll in Karlsruhe eine städtische Häuserkasse 
mit einem Kapital von 500000 Mark ins Leben gerufen 
werden. Sie soll dazu dienen auf bestehende Wohn 
häuser zweite Hypotheken zu geben und das Kleinwoh 
nungswesen zu fördern. 
Großzügige Wohnungsfürsorge in Flensbnrg. In 
der Sitzung der städtischen Kollegien wurde die Frage 
der Beschaffung gesunder und preiswerter Wohnungen 
für die minder bemittelte Bevölkerung besprochen und 
beschlossen, geeignetes Baugelände anzukaufen und dies 
Baugenossenschaften zur Bebauung zur Verfügung zu 
stellen. Es wurden dann sofort 50 Hektar an verschie 
denen Stellen angekauft für einen Preis von 500000 Mark. 
Für vorläufige Freilegung der auf diesen Geländen vor 
vorgesehenen Straßen und für die nötigen Vorarbeiten 
wurden weitere 5000 Mark bereit gestellt. 
Verschiedenes. 
Kleinsiedelungen. Die Stadtverwaltung in Mühl 
hausen in Thüringen verkaufte das 170 Morgen große 
Gelände des alten Exerzierplatzes an die Siedlundsgenos 
senschaft Sachsenland in Halle an der Saale, welche dort 
250—300 Kleinsiedlerstellen mit je 1/2 Morgen Garten 
schaffen will. — Der Hannoverschen Siedlungsgesellschaft 
wurden etwa 70 Morgen Acker und Weideland in der 
Gemarkung Hohnsdorf an der Elbe, Kreis Lüneburg zur 
Verfügung gestellt. Sie will dort ländliche Kleinsiedler 
stellen schaffen. — Der Stadtrat von Zweibrücken hat ein 
35000 Geviertmeter großes Gelände in Hernbachtal an 
gekauft und stellt dies Kaufliebhabern zu günstigen Be 
dingungen zur Verfügung. Die Bebauung hat jedoch nach 
einheitlichen Gesichtspunkten zu erfolgen. Besonders 
müssen dort Kleinwohnungen errichtet werden. 
Grundbesitz und Wohnungsfrage. Der Vorstand 
des Schutzverbandes für deutschen Grundbesitz nahm fol 
gende Entschliessung an, „Die Wohnungsfrage wird in
	        

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