16 /30. Sept. 1919. 
BAUZEITUNG 
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beitreten und sich dadurch eine ermäßigte Leihgebühr 
sichern, Spender und Besitzer guter Lichtbilder durch Her 
gabe von Stiftungen in Geld oder Lichtbildern. 
Die Anschrift der neuen Vereinigung ist; „Ver 
einigung Schwäbisches Lichtbild Stutt 
gart, Baugewerkschule“ (Professor Lörcher). 
Anfragen wegen Ausleihung von Lichbildern wollen zu 
nächst unterlassen werden, bis neue Mitteilungen in den 
Zeitungen erfolgen. Die bisher angeschlossenen Vereine 
sind: Schwäbischer Albverein, Bund für Heimatschutz, 
Bund für Vogelschutz, Fremdenverkehrsverband, Landw. 
Hauptverein, Württ. Schwarzwaldverein, Ev. Verein für 
christl. Kunst, Verein für ländl. Wohlfahrtpflege, Verein 
zur Förderung der Volksbildung. Mehrere weitere Ver 
eine beabsichtigen beizutreten. 
Vortrages von Architekt Frese (Barmen). Baumeister 
Kretzschmar (Leipzig) behandelt Organisationsfragen im 
Baugewerbe. Für die weitere Errichtung von Bauaus 
schüssen bei den Handwerkskammern, worüber der Ver 
bandssyndikus berichtete, sprach sich die Versammlung in 
einer Entschließung aus. Zur Neuordnung des bautech 
nischen Unterrichts beschloß die Tagung eine Reihe von 
Leitsätzen. Weiterhin erhob der Verbandstag in einer 
näher begründeten Entschließung schärfsten Einspruch ge 
gen die Forderung der Gewerkschaften auf Beseitigung 
der Zuständigkeit der Innungen und Handwerkskammern 
für die Regelung des Lehrlingswesens. Aus den zahlrei 
chen geschäftlichen Vorlagen, die die Versammlung ferner 
noch beschäftigen, ist noch bemerkenswert der Bericht 
über die Feierabend- und Bernhard-Felisch-Stiftung des 
mit Kämpfer (hohe Scheiben). 
Der Innungsvcrband Deutscher Baugewerknieister 
hielt am 17. und 18. September d. J. in Cassel unter der 
Teilnahme von über 200 Vertretern des Baugewerbes aus 
allen Teilen des Reiches seinen 42. Verbandstag ab. ln 
Vertretung des erkrankten Verbandsvorsitzenden, Archi 
tekten Oestrich (Berlin) leitete Maurermeister Hirschberg 
die Versammlung. In dessen Begrüßungsrede wurde des 
jetzt fünfzigjährigen Bestehens des Verbandes gebührend 
gedacht und treue Weiterarbeit im Dienste des Bauge 
werbes gelobt. Das Submissionswesen behandelte Bau 
meister Schwarz (Dortmund); in einer Entschließung 
wurde die Vergebung der Arbeiten nach dem Grundsatz 
des angemessenen Preises gefordert. Das Sozialisierungs 
problem besprach in eingehender Weise Verbandssyndikus 
Schlegel (Berlin). Beschlüsse wurde hierzu nicht gefaßt. 
Eine im Anschluß an ein Referat von Architekt Müller 
(Stettin) eingebrachte Resolution trat für Errichtung von 
eigenen Haftpflichtversicherungsanstalten durch die Bau 
gewerksberufsgenossenschaften mit Nachdruck ein. Das 
Wesen von Preisschutzvereinbarungen und die Grund 
sätze von Unkostenberechnungen waren Gegenstand eines 
Verbandes, deren Vermögen jetzt auf rund 118 000 Mark 
angewachsen ist. Der bisherige Oeschäftführende Aus 
schuß des Verbandes wurde einstimmig wieder gewählt. 
Zum Ehrenmitglied ernannte die Versammlung Baurat 
Müller (Dresden), den bisherigen langjährigen Vorsitzen 
den der Bezirksgruppe Sachsen. Die Tagung bildete einen 
würdigen Abschluß der ersten fünf Jahrzehnte der alten 
Vertretung des deutschen Baugewerbes und war zugleich 
ein, die besten Hoffnungen erweckender Auftakt für weite 
res, erfolgreiches Wirken dieses Verbandes im Dienste 
seines Handwerks. 
Stuttgart. Der Verein „Württ. Kunstfreunde“ veran 
staltet seinen ersten Vortragsabend unter gütiger Mitwir 
kung des Herrn Privatdozenten Dr. H. Hildebrandt am 
3. Oktober d. J. im Kunstgebäude über „Der Expressionis 
mus in der Malerei“. Selbst unter eifrigen Kunstfreunden, 
geschweige denn in weiteren Kreisen herrscht noch viel 
fach Unklarheit über Wesen und Ziele der expressionisti 
schen Bewegung wie über ihr Verhältnis zu Impressionis 
mus und Naturalismus. „Expressionismus“, „Kubismus“, 
„Futurismus“ usw. werden ständig miteinander verwech-
        

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