Full text: Süd- und Mitteldeutsche Bauzeitung (1919/20)

Süd- und mitteldeutsche 
DITTO 
Heue folge der Bauzeitung für Württemberg, Baden, dessen, 
ElsaB-üothringen. 
Gegründet als Württembergische Bauzeitung im Jahre 1904. 
Inhalt: Vorentwürfe. — Anstreichen von Zement- und Betonkörpern. — Die Verbindungen 
an der badischen Baugewerkschule in Karlsruhe, — Schulden und Forderungen 
an das feindliche Ausland. — Verspätete Ablieferung von Treppen für einen 
Neubau. — Rundschau J ^-<'iVareJnSt«ütteilungen. — Bücher. 
■ - - — 
O» • A Alle Rechte Vorbehalten. 
Vorentwürfe. 
Im Anschluß an die Veröffentlichung in 'Hßr J 
Nummer bringen wir heute die weiteren Entw 
Kinderkrippe in der Birkenwaldstraße. Neben den 
verschiedenartigsten Räumen für die Krippe soll der Bau 
noch eine Anzahl Dreizimmerwohnungen für Angestellte 
aufnehmen. Das Gebäude bildet ein Gegenstück zum 
bestehenden Kinderheim. Der Entwurf der Architek 
ten Karl und Friedr. Scheu (Mitarbeiter Otto Weiler) 
wurde in folgender Weise beurteilt; 
Das Gebäude ordnet sich dem Kinderheim in gefälliger 
Weise unter. Die Grundrißlösung ist zweckmäßig. Die 
Gänge sind kurz und gut durchlüftbar. Das Haupttrep 
penhaus ist gut gelegen und angenehm mit der Halle ver 
bunden. Die äußere Durchbildung ist einfach und gut. 
Im Anbau könnten durch weitere Aufbauten vielleicht 
noch mehr Wohnungen gewonnen werden. 
Wohnhaus für Beamte des Vieh- und Schlachthofs in 
Verbindung mit einer Viehmarktbank. In dem dreistöcki 
gen Gebäude an der Ecke der Schlachthaus- und Viehhof 
straße in Gaisburg sollen im Erdgeschoß kleinere Bank- 
und Büroräume, in den oberen Stockwerken je zwei Vier 
zimmerwohnungen untergebracht werden. 
Der Entwurf von Architekt Fritz Müller hat die nach 
stehende Beurteilung erfahren: 
Der vorliegende Entwurf ist eine gute Lösung der ge 
stellten Aufgabe. Der Bankeingang ist durch die An 
ordnung einer Vorhalle hervorgehooen. Der Grundriß 
im Erdgeschoß zeigt eine zweckentsprechende Verbindung 
Bankräume mit richtiger Trennung von Publikum 
-^xmd Bankbetrieb. Reizvoll ist der Zugang zu der Woh 
nungstreppe. Der Wohnungsgrundriß ist einwandfrei. 
Die äußere Erscheinung schließt sich in ansprechender 
Weise dem bestehenden Platzausdruck an, unter guter 
Kennzeichnung der Bank im Erdgeschoß. 
Gemüsehalle auf dem Marktplatz in Cannstatt. Der 
Raumbedarf der Halle ist 500 qm; in der Halle soll ein 
geschlossener Raum angeordnet sein. Zugleich waren 
Vorschläge zu machen, wie etwa bei einer Umbauung des 
ganzen zwischen Stadtkirche, Rathaus, Marktstraße, Kü 
fergasse und Lammgasse liegenden Gebietes der Markt 
platz neu gestaltet werden könnte. 
Der wiedergegebene Entwurf der Architekten Oelkrug 
und Lederer wurde folgendermaßen beurteilt: 
Der Entwurf ist eine gute Lösung der bestellten Auf 
gabe, doch ist die Halle mit 410 qm zu klein. Durch einen 
rechtwinkligen Anbau von 9/10 m am hinteren Teil der 
östlichen Langseite kann Abhilfe geschaffen werden. 
Auch die Oberlichtkonstruktion ist zu verbessern, um 
die Schneewinkel zu vermeiden. Städtebaulich ist das 
Projekt nicht ungünstig. Es greift denkbar wenig in den 
alten Bestand des Platzes ein und gestattet ein sofortiges 
Erstellen der Elalle. Wegen des geringen Abstandes 
gegen .die Platzwand (5 m) wären die offengedeckten Ver 
kaufsstände an der Westseite zweckmäßig ins Innere zu 
verlegen. Durch Wegfall entsprechender Stände im Innern 
würde der Raum für das Publikum vergrößert. Das 
Aeußere der Halle ist schlicht, gefällig und in seiner nie 
deren Haltung durchaus zweckentsprechend. 
Kinderkrippe in der Birkenwaldstraße. 
Architekten; Karl und Friedrich Scheu (Mitarbeiter Otto Weiler), Stuttgart.
	        

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