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BAÜZEITUNG 
Nr. 16/17 
Verein staatl. geprüfter badischer Werkmeister, E. V., 
Karlsruhe. Der Aufforderung des Vereins an seine Mit 
glieder, sich an Entwürfen für eine neue Mitgliedskarte 
zu beteiligen, wurde leider bis heute recht wenig nachge 
kommen. Bei der Geschäftsstelle ist bis jetzt nur ein ein 
ziger aber äußerst geschickter und schöner Entwurf des 
Herrn Architekt Fr. Pfeiffer in Heidelberg eingegangen, 
wofür wir ihm auch hier unseren besten Dank aus 
sprechen. 
Die den Schriftführern der einzelnen Bezirke gesandten 
Fragebogen bitten wir gesammelt längstens in 14 Tagen 
an unsere Geschäftsstelle einzusenden. 
Neu beigetreten sind unserem Verein folgende Herren 
Kollegen; 
Friedr. Jasper, Baumeister in Karlsruhe, Durlacherstr. 58. 
Josef Kinast, Architekt in Haslach (Kinzigtal). 
Gustav Fang, Architekt in Gengenbach, Gartenstr. 8. 
Fritz Mayer, Baumeister in Heidelberg, Werderstr. 42. 
R. Rock, Baumeister in Bretten, Promenadeweg 39. 
Philipp Schulz, Baumeister in Heidelberg, Schillerstr.,39. 
Wir heißen die Kollegen herzlich willkommen. Ferner 
bitten wir um die Adressen von den Kollegen: Johann 
Treu, früher in Pforzheim, und Karl Zweydinger, früher 
in Karlsruhe. 
Bezirk IV. ln der Mitgliederversammlung vom 13. ds. 
Mts. wurde beschlossen, die Bezirksversammlung am 9. 
oder 16. Mai in Heidelberg abzuhalten. Die Versammlung 
soll nachmittags stattfinden und am Vormittag soll eine 
Besichtigung oder ein gemeinschaftlicher Spaziergang 
veranstaltet werden. Einladung an jedes Mitglied erfolgt 
noch. Der Bezirksversammlung liegt ein Antrag vor, 
jeden Monat für die in Heidelberg und Umgebung woh 
nenden Kollegen, es sind deren 34, eine Versammlung in 
Heidelberg zu veranstalten, um mit dem Verein in engerer 
Fühlung zu bleiben. Die Versammlungen in Mannheim 
müssen bis auf weiteres auf den zweiten Dienstag jeden 
Monats verlegt werden, da das Fokal, Restaurant Bieder 
maier, Kleine Menzelstraße 6, für Donnerstag anderweitig 
vergeben ist. Zahlreiche Beteiligung bei der Bezirksver 
sammlung wird erwartet. Der Schriftführer. 
Verein der Bauamtswerkmeister und Bauwerkmeister 
bei der Finanzverwaltung. Wir erfüllen hiermit die trau 
rige Pflicht, unsere Mitglieder von dem am 10. April d. J. 
erfolgten Ableben unseres Kollegen W. Müller, Bau 
amtswerkmeister beim Bezirksbauamt Ulm, in Kenntnis 
zu setzen. Wir werden dem Verstorbenen ein gutes An 
denken bewahren. Der Ausschuß. 
Bücher. 
Kann ich auch jetzt noch mein Haus bauen. Von 
Hermann Muthesius. Richtlinien für den wirk 
lich sparsamen Bau des bürgerlichen Einfamilienhauses 
unter den wirtschaftlichen Beschränkungen der Gegen 
wart. Mit Beispielen. 170 Seiten mit 66 erläuternden 
Abbildungen. Preis gebd. Mk. 10.-—. München, F. Bruck 
mann A.-G. 
Von dem Verfasser des bereits in mehreren Auflagen 
verbreiteten Buches „Wie baue ich mein Haus“ erscheint 
soeben ein neues Werk, welches die Frage der Möglichkeit 
des Bauens von kleinen bürgerlichen Häusern aufs ein 
gehendste behandelt und die Gesichtspunkte der heute 
unbedingt gebotenen baulichen Einschränkungen ge 
sondert darstellt. Die ausführliche Behandlung dieser Ge 
sichtspunkte von berufener Seite, wie es hier geschieht, 
dürfte zurzeit auf diesem Gebiet durch nichts an Wichtig 
keit übertroffen werden. Allen diesen ein praktischer Weg 
weiser und ein Ratgeber zu sein, das ist das Bestreben des 
neuen Muthesius’schen Buches. Gibt es doch auf alle beim 
Hausbau unter den heutigen schwierigen Verhältnissen 
vorkomraenden Fragen in einer Anzahl von übersichtlich 
angeordneten Kapiteln Antwort. — Eine große Anzahl 
Abbildungen zeigen in Grundrissen und Ansichten prak 
tische Beispiele von ausgeführten und zur Ausführung be 
stimmten Bauten. 
Erdbüchlein. Kleines Jahrbuch der Erdkunde für 1920. 
Herausgegeben unter Mitarbeit von Dr. Richard Bitter 
ling, Prof. Heinrich Fischer, T. Kellen, Ernst Wächter und 
Prof. Dr. K. Weule. Mit 42 Abbildungen und Kärtchen. 
Stuttgart, W. Franckh’sche Verlagshandlung, 1920. 80 
S. oktav 3.60 Mk. — Der vorliegende erste Jahrgang ent 
hält alle durch die bisherigen Friedensverträge eingetre 
tenen Aenderungen, die meist durch deutliche Kärtchen 
erläutert sind. Außerdem, enthält das Jahrbuch Aufsätze 
über: Heimat und Fremde — Was wir an unseren Kolo 
nien verloren haben— Die Lage des britischen Weltreichs 
und die geographischen Veränderungen innerhalb seiner 
Grenzen — Die Polarforschung während des Weltkrieges 
— und eine Reihe interessanter kleiner Mitteilungen. 
Wasserspeicherung und ihre Bedeutung für die 
Wasserkräfte Württembergs. Dr. Ing. Burkardt. 
(Verlag Eugen Wahl, Stuttgart; Preis Mk. 18.—.) Von 
der Tatsache ausgehend, daß Württemberg im Vergleich 
mit den Nachbarstaaten über verhältnismäßig geringe 
Wasserkräfte verfüge, würden als Maßnahmen für die 
Steigerung derselben in Betracht kommen; Die weit 
gehendste Ausnützung der Wassermengen und des Ge 
fälles, sodann aber die Speicherung des überschüssigen 
Wassers in Sammelbecken zur Umwandlung der Nacht 
kraft in wertvolle Tageskraft entsprechend dem Bedürfnis 
der verarbeitenden Industrie des Landes. Der Ausgleich 
in großem Maßstab in Talsperren und vorhandenen Seen 
ist technisch jedoch nur an wenigen Stellen im Schwarz 
wald und in den Seen Oberschwabens möglich, in groß 
zügiger Weise ist die Aufspeicherung in Seen bei dem 
Projekt über die Ausnützung der Argen von Oberbaurat 
Gugenhan vorgesehen. Die Errichtung von Tagesaus 
gleichbecken im Zuge des Oberkanals beschränkt sich in 
der Hauptsache auf die gefällsreichen Nebenflüsse und ist 
dort mit Rücksicht auf die weitgehnde Ausnützung und 
den Mangel an freien Staugefällen nur bei künftigen Wer 
ken mit großen Gefällsstufen möglich. Die künstliche 
Akkumulierung in hochgelegenen Becken, wie sie bereits 
von Professor Thomann in Neckartenzlingen und von der 
Firma Voith bei Heidenheim ausgeführt ist, ist überall 
anwendbar. Allerorts finden sich rasch ansteigende 
Höhen, auf deren Oberfläche sich Sammelbecken anlegen 
lassen; sie hat insbesondere den Vorteil, daß sie sich leicht 
und unabhängig von dem Ort des Kraftwerks an be 
stehende Anlagen angliedern und deren Leistungsfähigkeit 
nachträglich erheblich steigern läßt. Die Wirtschaftlich 
keit der Speicherung gegenüber der Wärmekraftaushilfe 
wird schon durch den rechnerischen Nachweis erbracht, 
ganz abgesehen von den volkswirtschaftlichen Er 
wägungen, wie sie gerade der Krieg in den Vordergrund 
gerückt hat. Größte Wirtschaftlichkeit wird jedoch erzielt 
durch Zusammenfassung einzelner Werke zur Erstellung 
einer gemeinsamen Speicheranlage. Die Angliederung der 
Werke ließe sich mit geringen neuen Leitungen bewerk 
stelligen, da sich Anschlüsse an die über große Gebiete 
sich erstreckenden Hauptleitungen der Ueberlandwerke 
leicht finden lassen. Ohne Eingriffe in bestehende Rechte 
und Verhältnisse sieße sich mit dem geringsten Aufwand 
eine restlose Ausbeute und Steigerung des Ertrags der 
Wasserkräfte erzielen. 
Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Firma 
Menck & Hambrock, Altona-Hamburg, bei. 
Verantwortlich: Karl Schüler, Stuttgart. 
Druck: Gustav Stürner in Waiblingen.
        

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