Full text: Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke (1916, Jg. 15)

MITTEILUNGEN Nr. 176 
der 
Vereinigung der Elektrizitätswerke. 
Vorstand der Vereinigung: 
Vorsitzender: Meng, Direktor der städt. Elektrizitätswerke Dresden. 
i. stellvertr. Vorsitzender: Döpke, Direktor d. städt. Elektrizitätswerke Dortmund (zugl. Vorsitzender der Kommission 11). 
{I. stellvertr. Vorsitzender: z. Z. unbesetzt. 
Zuschriften sind zu richten an die 
Geschäftsstelle der Vereinigung der Elektrizitätswerke, Dresden-A. 24, Strehlener Str. 72. Fernspr. 19695 
Jahrgang XV. DO 1916 DO 
Mai: 
Inhalt: 
Vereinsarbeiten: Bericht der Kohlenkommission. S. 153. — 
Vorschriften zur Ausführung elektrischer Anlagen. S. 156. — 
Milderung der Anschlußbedingungen für Elektromotoren 
während des Krieges. S. 156. — Mitglieder-Zugang. S. 156. 
— Arbeiten des V. D. E.: Ausnahmebestimmungen wäh- 
rend des Krieges. S. 157. — Errichtungs- und Betriebs- 
vorschriften. S. 166. — Wirtschaftliche Vereinigung 
von Elektrizitätswerken: Untersuchungen über die 
neuen Spiraldrahtlampen, sogen. Gaslampen. Von Direktor 
Ely-Nürnberg. S. 167. 
Betriebserfahrungen: Erfahrungen mit verzinkten Eisen- 
leitungen. Von Direktor Friedrich-Deuben. S. 173. 
Allgemeine Angelegenheiten: Der neue Tarif der Städt. 
Elektrizitätswerke Berlin. S. 174. — Die Sommerzeit und 
die Elektrizitätswerke. Von v. Alkier. S. 177. — Kunstlicht- 
Ersparnis, Von Dr. N. A. Halbertsma-Frankfurt a.M. S. 180. — 
Rechtliches: Haftpflicht infolge mangelhafter Installation. 
S. 182. — Einzugsgebühr für Stromrechnungen. S. 183. — 
Fragenund Antworten: SS. 183. — Sonderbeilagen. S. 184. 
Vereinsarbeiten,. 
Bericht der Kohlenkommission. 
An das 
Königliche Kriegsministerium 
Allgemeines Kriegs-Departement 
Berlin W. 
Berlin, den 30. März 1916. 
Die von dem Kriegsministerium mit der Klärung 
der Frage; ob und welche Kohlenmengen den Elek- 
trizitätswerken zwecks vermehrter Verkokung ent- 
zogen werden können, beauftragten Vertreter der 
Elektrizitätswerke halten nach eingehenden Be- 
sprechungen die teilweise Verfeuerung von Koks 
oder anderen Brennstoffen für durchführbar. Inftolge 
des Umstandes,. daß die Koksfeuerungen zunächst 
über ein Versuchsstadium noch nicht hinausgekommen 
sind, werden die entsprechenden Umarbeiten an den 
vestehenden Kesseln außerordentlich schwierig und 
zeitraubend sein. Bei einzelnen Werken ist der 
Umbau möglich, bei anderen dagegen nicht. Die 
Elektrizitätswerksvertreter halten es daher für not- 
wendig, daß für die Beschleunigung der Arbeiten 
ein Ausschuß gebildet wird, bestehend aus den 
Herren Bannwarth, Döpke, Goldenberg, Kordt, Over- 
mann und einem vom Kriegsministerium zu be- 
zeichnenden Herrn. Nach Angabe des Rheinisch- 
Westfälischen Kohlensyndikats verbrauchen die von 
ıhm belieterten Elektrizitätswerke monatlich ungefähr 
90000 t verkokbarer Kohle. Hiervon können unter 
nachstehenden Voraussetzungen monatlich bis zu 
20000 t von den Elektrizitätswerken zur Verkokung 
freigemacht werden: 
1. Die Wahl des Brennstoffersatzes bleibt den Werken 
überlassen. 
Die für den Ersatz angeforderte Koksmenge muß 
in einer für Wanderroste brauchbaren Stückgröße 
von 70—90 mm in regelmäßigen Lieferungen und 
zu noch zu vereinbarenden Preisen gewährleistet 
Seın.
	        
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