Volltext: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1914)

202 
BAUZEITUNG 
Nr. 26 
Kleinkinder 
schule 
Fellbach 
..— - 
Architekten: 
Gebr. Moser 
Fellbach- 
Ulm 
möglichst in besonderen jedoch von den Sälen aus zu 
gänglichen Räumen unterzubringen; 1 offene überdeckte 
Halle. Dachstock: Wohnung der 2 Schwestern: 1 ge 
meinschaftliches Wohnzimmer zirka 16 qm, 2 Schlafzimmer, 
1—2 Reservezimmer, 1 Kammer mit Badewanne, 1 Küche, 
1 Abort, Dachraum, welcher eventl. später als weitere 
Klasse eingebaut werden kann; ferner ist vorzusehen: 
1 geräumiger Spielhof, 1 kleiner Gemüsegarten. Das 
Gebäude soll Ofenheizung erhalten. 
Die Krippe soll enthalten: Im Souterain: 1 Raum zum 
Aufbewahren der Kinderwagen, 1 Waschküche, möglichst 
unter dem Badezimmer vom Erdgeschoß, 1 Raum für 
Holz und Kohlen, 1 Keller für Geräte. Erdgeschoß: 1 
Zimmer für die Aufnahme der Kinder ca. 15 qm mit mög 
lichst direktem Zugang von außen, 1 Badezimmer zugleich 
Umkleidezimmer ca. 16 qm mit Wandkästen, 1 Wäsche 
raum ca. 10 qm, 1 Aufenthaltsraum zugleich Spielzimmer 
ca. 30 -35 qm, 1 Schlafraum ca. 35—40 qm, 1 geräumige 
Küche zugleich Speiseraum der Schwestern, 1 offene Ve 
randa, 1 Abort mit 5—6 Sitzen. Die Räume sind für 20 
Pfleglinge vorzusehen. Dachstock: Wohnung der Schwe 
stern: 1 gemeinschaftliches Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer, 
1 Reservezimmer oder 2 Kammern, 1 Kammer mit Bade 
wanne, 1 Abort, Dachraum. Für das Gebäude ist Ofen 
heizung vorzusehen. 
Der Berechnung ist für den cbm umbauten Raums, 
vom Untergeschossboden bis zur Oberkante Hauptgesims 
ein Preis von 18 Mark zu Grunde zu legen. 
Jeder der genannten Architekten erhält alsjEntschädi- 
für seine Arbeit 250 Mark. 
Technisches vom Mosaikboden 
(Nachdruck verboten) 
Infolge der herrschenden lebhaften Vorliebe für far 
bige Wirkungen im Innern unsrer Gebäude sind hier 
auch die verschiedenen Techniken des Mosaiks wieder 
sehr stark in Aufnahme gekommen. Weit mehr noch als 
die Mosaikverglasung und Mosaikmalerei ist in der mo 
dernen Baupraxis der Mosaikfußboden in Anwendung. 
Freilich hat er seine umfangreiche Wiederaufnahme nicht 
nur seinen ästhetischen Vorzügen, sondern ebenso ent 
schieden auch seiner vielfältigen Gebrauchsdienlichkeit 
zu verdanken. Sie ist ja auch hauptsächlich der Grund, 
weshalb er in all den Geschäftsräumen, deren Ausstattung 
gleichzeitig einen schmuckhaft appetitlichen Charakter und 
äußerst leichte Reinbarkeit besitzen soll, wie in Molkerei 
geschäften beispielsweise oder in Fleischerläden, gerade 
zu als das Ideal der Fußbodenbekleidung geschätzt wird. 
Daraus geht denn aber auch hervor, daß der Unterschied 
Architekten: 
Gebr. Moser 
Fellbach- 
Ulm 
Kleinkinder 
schule 
Fellbach 
Erdgeschoß 
grundriß
	        
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