Volltext: Götterlehre oder mythologische Dichtungen

neue sich zu berathschlagen. In der Mitte sitzt 
Amphiaraus, seinen Tod, und den Tod der übrigen 
voraussehend, mit niedergeschlagnem Blick. — Ihm 
gegenüber P-lyllices in Nachdenken und Traurigkeit 
versenkt, den Kopf ans die Hand gestützt. — Neben 
dem Amphiaraus sitzt Parthenopäus, und schlägt 
in ruhiger überlegender Stellung die Hände um das 
Knie zusaiumen. — 
Adrastus ist aufgestanden und scheint, mit 
Schild und Lanze bewaffnet, entschlossen wieder ins 
Treffen zu eilen. — Tydeus folgt ihm, ebenfalls 
bewaffnet, allein mit weniger Muth und niederge 
schlagenem Blick. Vom Polynices mit dem Kopf auf 
die Hand gestützt, bis zum Adrastns, der entschlos 
sen ins Treffen eilt, ist gleichsam eine Stuffenfolge 
der innern Gemüthsbewegung auf diesem alten Kunst 
werke ausgedrückt. — Auf eben dieser Tafel ist »ach 
einer antiken Gemme Oedipus dargestellt, wie er 
im Begriff ist, die Cphinp zu todten. 
Die Pelopiden. 
Pelops, ein Sohn des Tantalus, der von de» 
Göttern erhöhet und gestürzt ward, kam nach Grie 
chenland zum Könige von Pisa, Oenomaus, der 
ihn gastfreundlich aufnahm»—Pelops warb um die 
schöne Hippodamta, des Königs Tochter. Allein 
dem Oenomaus war gewcißagt worden , daß sein 
Eidam ihn tödten würde. — Ein jeder, der um
	        
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