Full text: Götterlehre oder mythologische Dichtungen

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Rückerinnerung festhalten konnte, das Glänzendste 
waren. 
Den Tempel des Olymvischcn Jupiters umgab 
ein heiliger Hain, worin die Bildsäule» der Ueber- 
winder ist der Olympischen Spielen, von den be 
rühmtesten Meistern verfertigt, errichtet waren. — 
Die Menschheit schloß stch in der Verehrung ihrer 
eigenen Würde vertraulich an die Gottheit an. 
Athen. 
In dieser Lieblingsstadt der Göttin der bildenden 
Künste erhov stch der Geist bis zu dem höchsten 
Schwünge der Gedanken, wo die Menschheit, in 
den darstellenden Werken der Kunst stch spiegelnd, 
gleichsam erst sich selbst bewußt wurde, da sonst ein 
Geschlecht »ach dem andern in einer Art von dum 
pfer Betäubung die kurze Spanne des Lebens durch 
träumte, und keine Spur von sich zurückließ. 
Die Panathenäen, welche hier der Minerva zu 
Ehren gefeiert wurden, waren ein schönes Fest, 
worin die ganze Stadt, durch Wetteifern in den 
Künsten, sich gleichsam von neuem der Göttin hei 
ligte. 
Auch war die Bildsäule der Göttin in ihrem 
Tempel zu Athen, gleich der des Olympischen Ju 
piters, aus Gold und Elfenbein verfertigt, ein 
Werk des Phidias, in welches sich auch hier die 
Majestät der Gottheit vom Himmel zur Erde nic- 
dersenktc.
	        

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