Volltext: Götterlehre oder mythologische Dichtungen

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in  so  fern  sie  mit  Schiffen  befahren  werden,  und  er
-entweder  Stürme  erregt,  oder  mit  seinem  mächtigen
Dreizack  die  Meereswoge»  bändigt.  Darum  wurden
ihm  allenthalben  Tempel  erbaut,  Altäre  geweiht,
und  Opfer  dargebracht.
Als  Juno  einst  ,  bei  dem  Kriege  vor  Troja,  um
den  Jupiter  zu  überlisten  ,  sich  den  liebeeinflößende»
Gürtel  der  Venus  erbat,  so  that  sie  es  unter  dem
Vorwände,  sic  wolle  sich  dieses  Gürtels  bedienen,
um  an  den  Grenzen  der  Erde,  bei  dem  Oceanus
und  der  Tethys,  von  denen  sie  zu  der  Zeit  des  Saturnus
  liebevoll  gepflegt  und  erzogen  sey  ,  einen  alten
Zwist,  wodurch  dieß  Götterpaar  schon  lange  entzweiet ­
  wäre,  beizulegen.  —
Diese  beiden  alten  Gottheiten  werden  also  wie
ganz  entfernt  von  der  Regierung  und  den  Geschäften
der  neuen  Götter  dargestellt,  und  ihrer  nur  gedacht,
indem  ihre  alten  Zwiste  der  Juno  zum  Vorwände
dienen,  den  Gürtel  der  Venus  zu  erhalten,  womit
sie  den  Jupiter  überlisten  will.
Die  Qceaniden.
Die  Söhne  und  Töchter  des  OceanuS  sind  die
Flüsse  und  Quellen.  Die  Töchter  des  Oceanus  werden ­
  von  dem  ersten  tragischen  Dichter  der  Grieche»
aufgeführt,  wie  sie  den  Prometheus,  der  au  den
Felsen  geschmiedet  ist,  beklagen,  und  über  die  Tyranei
  des  neuen  Herrschers  der  Götter  mit  ihm
seufzen.
	        
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