Full text: Alt-Stuttgarts Baukunst

nter dieser ‘Benennung iß nicßt affein die Glrcßitektur der 
Mj U eigensficßen Glftfladt zu verßeßen, sondern diejenige Glft= 
cftuttgarts im Gegensaß zu der modernen Qroßßadt 
‘Unsere Gamm fang erßreckt sicß afso aus die asten s)or= 
süß* 2 c/?. ßeonßard und ßiebfrauenvorfladt, sowie auf die 
Gingemeindungen neueren ‘Datums: fffesfacß und Cannßatt. 
‘Was den in frage kommenden Zeitabßßnitt betrifft, so beßandeft er die 
üferiode vom Gnde des XY ten bis zur ‘Glitte des XIX ten sjaßrßunderts. 
Oßne zu den arcßiteßtoniscß reicßßen Städten Deutsßfands zu geßören, 
besißt cstuttgart docß eine ‘Reiße von öffentficßen Gebäuden, an wefcßen die 
‘Wandfungen des Geßßmacks in der Glrcßitektur vom späten Glittefafter bis in 
unsere frage verfofgt werden können. 
Zu den srüßeren Perioden geßören die scßönen gotiscßen fKircßen: ostißs=, 
ßeonßard= und fjfospitafkircße, deren ßattficße fjfaffen feider in späteren Zeiten 
durcß Ginbauen von Gmporen beeinträcßtigt wurden. 
Das aste cscßfoß iß eines der origineffßen ‘Werke profaner Baukunß der 
deutßßen Renaissance aus dem XYI ien sjaßrßundert. Dieses Gebäude mit dem 
präcßtigen Glrkaden=fJfof (fräs. 1. i.) wurde unter der Regierung des ffferzogs 
Cßrißopß 1550 — 1568 von Gib er sin frrefßß erbaut. 
Zu der guten Renaissance=Gffeit geßört aucß die aste fKanzfei (fräs. 8. i.) 
am cscßifferpfaß mit ißren renovierten Dort äsen (Glbb. 1) und reicßen ‘Wendel* 
treppen, fron dem einßigen ‘Pracßtbau des neuen ßußßauses, erbaut von Georg 
Beer 1575 —1593, zeugen nur nocß die auf der fKgf. friffa in Berg, im cscßfoß 
ßicßtenßein und auf dem flfeideßof ausbewaßrten fragmente, sowie die spärficßen 
Reße, die aus den frrümmern des im sjaßre 1902 abgebrannten fjfoftßeafers 
ausgegraben und in den fKgf. Glnfagen aufgeßefft wurden, fron dem von Gfein* 
ricß cscßickßardt 1599—1607 erbauten neuen Bau, der im sjaßre 1757 verbrannte 
und dessen Reße 1782 voffends abgebrocßen wurden, iß feider nicßts meßr er= 
ßaften afs der Grundßein im Glftertums-Gluseum. 
Glus derselben Zeit ungesäßr sammt der Gfäuserkompfex des Gtändeßauses 
zwiscßen der {Kronprinz*, fKanzfei=, Gafwer•* und ßindenßraße. Das Ginwesen an
	        

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