Full text: Die Cisterzienser-Abtei Maulbronn

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1519* Gemälde ant Thor (Jahreszahl jetzt vergangen). 
Um 1520 Bibliotheksaal. 
1521* Pfisterer. 
1522* Wiederausmalurrg der Gewölbe des Paradieses. 
1550* Gefindehaus. 
1580* Ausbau des Fruchtkastens. 
1588* Herzogliches Schloß. 
1004* Trepxenthürmchrn am Fanstthurm. 
1616* Renovation der Stiftungstafel. (s. auch deir Anhang.) 
Inschristlich beglaubigte Baumeister find Hrrmannus (nach 1150), Prior- 
Walther mit Rosenschophelin und Gotschlag (um 1300), Laienbruder Bertholt 
(1424), Laienbruder Conrad von Schmie (1493), Bruder Augustin (1517), Hans 
Wunderer von Psafferthosen (1521), dieser durch seilt Zeichen, uitd Hans Remer 
von Schmie (1550); Maler Meister Ulrich (1424); Bildhauer C. V. S. (1473). 
Von Glockengießern ist der älteste Cunrat von Fulda, dann Conrad Gnorz- 
hamer von Nürnberg (1440), der noch verschiedene Glocken sür unser Lattd goß, 
und Peter zur Glocken vvit Sxeier (1506). Die erste Minnskelschrift erscheiitt 
1402, die letzte Majuskelschrist (auf Grabsteinen) 1387, die erste arabische 
Ziffer 1432. 
Weder durch Urkunden noch durch Inschriften genau bestimm! sind die Bauten 
des Uebergattgsstils, Paradies (erstmals urkundlich, und zwar als „Paradies", 
im Jahr 1288, Urk. im Staatsarchiv, gritattttt), Herrenrefektorium und Südstügel 
des Kreuzgangs, aber sie muffen dem Stile ttach, wie auch, wenn wir von der an 
der Westseite des Klostergebäudes erhaltenen Inschrift, mit 1201, ausgehen, ganz 
nt die erste Hälfte dieses Jahrhunderts fallen; um 1250 scheint nach heftigem Bau- 
drang eine Erschöpfung eingetreten zu sein (vgl. auch obett im Geschichtlichen, in 
den Jahren 1244 uitd 1257 wird von Geldarmui im Kloster berichtet); bis dann 
gegen das Cttde des 13. Jahrhunderts mit dem Kaxitelfaal und dem ittschriftlich 
durch Prior Walther errichteten Westflügel des Kreuzgangs das Bauen wieder 
eifrig betrieben wird, und zwar im edelsten frühgothifchen Stil. 
Ueber die Zeit der Crrichtuttg der schönen Brunnenkapelle und Vollendung 
der übrigen Kreuzgangslheile wiffett wir ebeitfalls Nichts, doch weist ihr Stil in 
die Mitte des 14. Jahrhunderts. Bestimmtes erfahren wir erst wieder int Jahre 
1424, beim Umbau der Kirche; für Chorstühle und Abtsstuhl fehlen wieder alle 
Nachrichten, sie deuten in dir Mitte des 15. Jahrhunderts, von wo att bis zum 
Schluffe fast sämmtliche Werke uitd Bautett datirbar sind. 
Die Klvsterseen. 
Rings um das Kloster, tvo nur irgend ein Bach geschwellt werden konnte, 
waren Weiher, oft vvit bedeutender Ausdehnung, angelegt, von deneit jetzt noch 
vier sich vollständig erhalten haben. 
Gerade oberhalb des Klosters liegt, namhaft höher als der Fuß der Kloster-
	        

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