Volltext : Erste Abtheilung. Eiserne Brücken. Heft I (1,1)

4

6

b)  Gleichförmig  vertheilte  Belastung.
Für  eine  aus  3  Semmeringmaschinen  von  je  56000  Kg.
Gewicht,  wovon  die  vorderste  rückwärts  steht,  und  2axige
Lastwagen  von  je  15600  Kg.  Gewicht  ergiebt  sich  für
nachstehende  Spannweiten  die  grösste  gleichförmig  vertheilte ­
  Verkehrsbelastung  pro  Geleise  *).

Spannweite ­

in  Mtr.

V  erkehrsbelastung.
  p.  lfd*
Mtr.  in  Kg.

Spannweite ­

in  Mtr

jVerkehrsbelas-Jtung.
  p.  lfd.
|  Mtr.  in  Kg.

Spannweite ­

in  Mtr

V  erkebrsbelas-Itung.
  p.  lfd.
Mtr.  in  Kg.

“T“

27440

12

6890

36

5440

2

13720

15

6160

40

5250

3

12970  •

18

6090

45

5000

4

11900

21

5940

50

4830

5

10970

24

5760

60

4380

6

10260

27

5720

70

4110

8

8730

30

5670

80

3870

10

7960

33

5590

90

3660

100

3470

2.  Bestimmung  der  kleinsten  Widerstandsmomente. ­


Bezeichnet  j s !  die  j  Zu ^P annilll 8  I  } n  ( | er  äussersten  Faser,
\p\  IDruckspannungJ
H  den  Abstand  derselben  von  der  neutralen  Axe.
Kl
t  das  Trägheitsmoment  des  Querschnitts,  so  ist  das
kleinste  Widerstandsmoment

33“)
33 b )

v  7lfm  in  —

entweder
oder

s
ds
p
Op

t
t  1

S  'D
worin  das  mit  dem  kleineren  der  Quotienten  '  und  1  gea
 s  a p  6
bildete  Product  zu  wählen  ist.  Da  für  Schmiedeisen
,s‘  =p  gesetzt  und  alsdann  der  Querschnitt  symmetrisch  angenommen ­
  werden  kann,  so  ist  auch  a K  —  a v  und  in  diesem
gewöhnlicheren  Falle  =  -  ,  also  beide  Werthe  gleich.
8  a a  a p  °
Die  zulässige  Anspruchnahme,  s  auf  Zug  und  p  auf  Druck,
beträgt  für  Quadrat-Ctm.  und  Kg.  bei

s  p

Walzeisen,  gewöhnliche  Sorte  .  .  7  .

600

600

,.  sehr  gute  Sorte

700

700

bestem  Nieteisen

800

:

Gusseisen,  gute  Sorte

220

1200

beste  Sorte

300

2000

Eichenholz  oder  Tannenholz,  trocken  .  .

80

60

3.  Bestimmung  der  Trägheitsmomente  der
Trägerquerschnitte.
Zur  Ermittelung  des  Trägheitsmomentes  dient  die
Gleichung:
34)  t  >  a *  •  “Tkfmax  •
In  dem  zu  wählenden,  meist  I-förmigen  Querschnitte
werden  gewöhnlich  alle  Abmessungen  bis  auf  eine  angenommen ­
  und  diese  aus  dem  für  t  gefundenen  Werthe  bestimmt. ­

Der  durchweg  angewandte  I-förmige  Querschnitt  der
geschlossenen  Balken  ist  entweder

*)  Vgl.  Allgem.  Bauztg.,  Wien,  1854  p.  142  ff.  Nach  der
österr.  Ministerialverordnung,  betr.  die  bei  Erbauung  eiserner
Brücken  zu  beobachtenden  Sicherheitsrücksichten  d.  d.  30.  Aug.
1870  beträgt  die  kleinste  zufällige  Belastung  bei
1  Mtr.  Spannweite  20  Tons  p.  1.  Mtr.  Geleise
2  „  ,,  lö  ii  ii  ii  „  ,,
5  „  ii  10  ii  ii  ii  ti  ‘i
20  ,,  „5  ,,  „  ,,  „  „
30  „  und  mehr  „  4  „  „  „  „  „
wobei  für  die  dazwischen  liegenden  Spaunweiten  zu  interpolireu
ist  Ztschr.  d  5.  Ing.-Ver.  Wien,  1870.  p.  222.

1)  der  massiv  gewalzte,  oder  er  besteht
2)  aus  dem  massiv  gewalzten  und  je  2  Gurtungsplatten,
3)  aus  einem  Stehblech  und  je  4  Winkeleisen,  oder
4)  aus  einem  Stehblech,  je  2  Gurtungsplatten  und  je
4  Winkeleisen,
deren  zweckmässigste  Höhe  und  Abmessungen,  falls  dieselben ­
  nicht  durch  specielle  Umstände  gegeben  sind,  aus
Gleichung  1  -5,  sowie  aus  den  oben  angegebenen  gangbarsten ­
  Stärken  der  Bleche,  Flacheisen,  Winkeleisen  und
Massivbalken  bestimmt  werden  können.  Die  Trägheitsmomente ­
  dieser  Querschnitte  lassen  sich  durch  Abzug  der
Trägheitsmomente  ihrer  lichten  Querschnittstlieile  von  dem
Trägheitsmoment  ihres  vollen  Querschnitts  finden.  Bezeichnet ­

h  die  Höhe  |  j es  vollen  Querschnitts,
b  die  Breite  |
hi  7*2  th  die  Höhen  (  der  lichten  Querschnitte  in  abnehmender
b {  b 2  b.i  die  Breiten  J  Reihenfolge,
wobei  von  sämmtlichen  Breiten  die  Nietlöcher  abgezogen
sind,  so  beträgt  das  Trägheitsmoment
des  massiv  gewalzten  Querschnitts  zu  1
35)  t  =  l 2  (bh 3  -  i,V),
des  zusammengesetzten  Querschnitts  zu  2  oder  3
36)  .  .  .  .  t  —  ^  (bh a  —  byhi a  —  bih-i*),
des  zusammengesetzten  Querschnitts  zu  4
37)  .  .  t  —  12  {bh a  —  bihi 3  —  —  b 3 h 3 a ),

woraus  eine  Abmessung  bestimmt  werden  kann,  wenn
die  übrigen  bekannt  sind.  Erhalten  die  Gurtungen  längerer ­
  Träger  nach  ihrer  Mitte,  dem  Wachsen  ihres  Angriffsmoments
  tt Af x  entsprechend,  einen  zunehmenden  Querschnitt, ­
  so  ergiebt  sich  das  Trägheitsmoment  desselben  für
die  Abscisse  x  aus  der  Gleichung  (34)
a*  „7,t  a»  (P  +  q)  y  {  [

38)  .

■  x)  ■

t  >  “ s  •  a AT x  >
s  -  s
Für  Träger  bis  zu  6,  8  und  10  Mtr.  Spannweite  genügen
bzw.  1,  2  und  3  verschiedene  Gurtungsquerschnitte.  Ist
ein  solcher  Querschnitt  gebildet,  mithin  dessen  Trägheitsmoment ­
  t l  und  Abstand  a s x  bekannt,  so  ergiebt  sich  die
Entfernung,  auf  welche  dieser  Querschnitt  genügt,  aus

39)

<-w

2  •

s  .  t 1
(P  +  q)  a B  1

4.  Bestimmung;  des  Flächeninhaltes  der
Trägerquerschnitte.

Bei  Zusammensetzung  des  Trägerquerschnittes  ist  es
für  die  Praxis  bequem,  statt  seines  Trägheitsmomentes,
seinen  Flächeninhalt  in  Rechnung  zu  ziehen.  Bezeichnet
c  den  Abstand  der  Resultanten  aller  Spannungen  und
Pressungen  des  Trägerquerschnitts,  so  erhält  man  für
walzeiserne  Träger,  bei  welchen  s  =  p,  auch
40)  ...  .  w 71fmin=s  c= tt lfmax,

41)

mithin  den  Flächeninhalt  des  halben  Trägerquerschnitts
f  “Tlfmax
2  s  .  c  1
worin
42)  c  =
d.  h.  dem  Quotienten  aus  dem  statischen  Momente  des
halben  in  das  Trägheitsmoment  des  ganzen  Trägerquerschnitts ­
  oder  dem  Abstande  der  Schwerpuncte  der  auf
die  grösste  constante  Zug-  und  Druckspannung  bezogenen ­
  Quersclmittshälften  gleich  ist,  welche  letztere  aus  Dreiecken ­
  bestehen,  deren  Grundlinien  parallel  zur  neutralen
Schichte  sind  und  deren  Scheitel  in  derselben  liegen.  Bezeichnet ­
  b  die  in  der  äussersten  Faser  gelegene  Grundlinie,  h
deren  Abstand  von  der  neutralen  Axe,  ßt  ß 2 .  ..  ß n  die
den  vorerwähnten  Breiten  b,  b,.  .  .  b n  der  lichten  Querschnitte ­
  entsprechenden,  reducirten  Breiten,  hi  h t .  .  .  />„  deren ­
  Abstände  von  der  neutralen  Axe,  so  ergiebt  sich  für
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.