Full text: Erste Abtheilung. Eiserne Brücken. Heft I (1,1)

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12" pr.) starke Querschwellen aufnehmen, die in sie ein 
gelassen und mittels der früher erwähnten, v er kröpften 
Laschen, Bolzen und Flacheisen mit ihnen verbunden sind. 
Da die Horizontalflanschen der Schwellenträger 0,47 Mtr. 
(1' 6“ pr.) unter denjenigen der Hauptträger liegen, so 
erscheint die Constructionshöhe um denselben Betrag re- 
ducirt und da die Hauptträger von 4,29 Mtr. (13' 8" pr.) 
auf 2,56 Mtr. (8' 2“ pr.), also um 1,72 Mtr. (5' 6“ pr.) zu 
sammengerückt sind, so wurde auch die obenerwähnte ge 
ringere Höhe der Quer- und Längsträger möglich, welche 
letztere mittels je zweier Winkeleisen untereinander ver 
bunden sind. Die Höhendifferenz der Haupt- und Quer 
träger ist zur Einschaltung von Dreiecksblechen benutzt, 
welche einen solideren Querverband bezweckt. Die zur 
Unterstützung der Bankette dienenden, rechtwinklig- drei 
eckigen Consolenträger sind theils den Querträgern gegen 
über, wo ein vertical an den Hauptträger genietetes Winkel 
eisen einen bequemen Anschluss des wagrechten und 
geneigten Winkeleisens der Console gestattet, theils zwischen 
denselben angebracht. Die letzteren bestehen aus 2 Winkel 
eisen, wovon das eine die loth-und die wagrechte Kathete, das 
andere die Hypotenuse jenes Dreiecks bildet. Der lothrechte 
Theil des ersteren ist mit dem Hauptträger, jedes Ende des 
selben mit dem entsprechenden Ende des anderen Winkeleisens 
so vernietet, dass die äussersten Enden zugleich einen unten 
rechtwinklig umgebogenen Geländerstab mittels je dreier Me 
ten zwischen sich fassen. Die Anschlussplatten für den Hori 
zontalverband, welche an ihrer Unterfläche jedes Zugband- 
desselben mittels zweier Niete aufnehmen, sind direct unter 
die Querträger, also in die Ebene der horizontalen Winkel 
schenkel der Hauptträger gelegt, aber durch eine zweite in 
der Mitte der Brücke doppelte, an deren Enden einfache An 
schlussplatte, welche auf jene Horizontalschenkel genietet 
ist, mit der unteren Gurtung der Hauptträger verbunden. 
Die Kreuzbänder selbst sind so viel gebogen, dass sie 
an ihrem Schnittpunkte direct und an den Punkten, wo 
sie die Längsträger kreuzen, mit diesen letzteren indirect 
durch Zwischenplättchen vernietet werden konnten. Die 
in den Figuren 17 bis 21 dargestellte Auflagerung 
der Träger auf die ebene Bahn einer gusseisernen Unter- 
lagplatte ist durch eine 1.3 Cmtr. ( l / 2 “ pr.) starke, zwischen 
beide eingeschaltete Blechplatte bewirkt, in welche die 
Köpfe der an den Enden der unteren Trägergurtung be 
findlichen Nieten versenkt sind. Die kleinen Platten, 
welche die Unterlegscheiben der Steinschrauben bilden, 
sind aussen rund und innen gerade, damit sie den Trägern 
zur Niederhaltung und dem beweglichen Ende zugleich 
zur Führung dienen, während das andere Ende durch 
einen, in Fig. 21 dargestellten, durch die Trägergurtung 
und die Unterlagplatte reichenden Stift festgestellt wird. 
DerStoss der Vertical platten beider Hauptträger ist zwischen 
zwei Consolenträger gelegt und dort mittels doppelter 
Laschen und zweischnittiger Niete gedeckt. Zwischen die 
beiden, an jedem Ende eines Hauptträgers liegenden Con 
solenträger, wo die Verticalkräfte ihr Maximum erreichen, 
ist zur weiteren Vertical Versteifung der Trägerwandungen 
an die letzteren überdiess ein T-Eisen genietet und um 
den oberen und unteren Verticalschenkel der Gurtungs 
winkeleisen gekröpft. 
Die statische Berechnung ergiebt sich, wie folgt: 
1. Hauptträger. 
a) Das Eigengewicht des 23' 8“ langen Oberbaus beträgt 
einschliesslich der Schwellen und Schienen 674 fit p. 1.' 
674 
Brücke oder., ^ == 28 ft p. 1." Träger, 
b) als Verkehrsgewicht sind 5900 fit p. 1.' oder 
5900 „, 
2 12 = ^ () ® P- !•" Träger, 
c) als mechanische Weite 22' = 264" pr. angenommen. 
Nach Gleichung 11 ergiebt sich mithin 
2 
72 ’ 
»JZmax =(p + g) t s = (28 + 246) ~- = 2387088a Zoll. 
Für s — 9200 und h = 30" ergiebt sich nach Glei 
chung (33*) 
' v .!/min — ! ^° • t. 
Io 
daher, wenn beide gleichgesetzt werden, nach Gleichung (34) 
1 ^ 
t = 2387088 9 |q 0 = 3892 *3/". 
Das Trägheitsmoment t‘ des gewählten Querschnitts 
(s. Fig. 16) ergiebt sich aus den Trägheitsmomenten 
a) der Verticalplatte Via • 3 /s • 29« = 762 *37" 
b) der verticalen Winkeleisenschenkel 
Via • 1 (29 3 —23°) =1019 „ 
c) der horizontalen Winkelschenkel mit 
Abzug eines Nietlochs v. Vs" Durchm. 
V12 • 4 l /s (29 3 -—28 s ) = 838 „ 
d) der Gurtungsplatten mit Abzug eines 
Nietlochs von 7 /s" Durchmesser 
V12 • 77s (30«—29 3 ) = 1550 „ 
daher V = 4169 „ 
welches also genügt. 
2. Querträger. Dieselben erleiden, bei der Ent 
fernung von 572' einer Locomotivaxe von 17000 fl, an den 
Angriffspuncten der Schwellenträger einen Maximaldruck 
von 17000-^ = 18480 ft. Da die Wand des Hauptträgers 
19" von diesem Punkte entfernt ist, so ergiebt sich 
“Jfmax = 18480 . 19 = 351120 ft Zoll, 
ferner, wenn s — 9200 gesetzt wird und h — 16" beträgt, 
nach Gleichung (33 a ) 
"37min = 
9200 
8 
t 
und, wenn beide gleichgesetzt werden, 
t = 351120 - no l A = 305 t M“. 
9250 
Das Trägheitsmoment des gewählten Querschnitts (s. Fig. 
12 und 16) ergiebt sich aus den Trägheitsmomenten 
a) der Verticalplatte i /n- 3 /s- 16« = 128 *37" 
b) der verticalen Winkeleisenschenkel 
V12.74 (16«-11*) = 173 „ 
c) der horizontalen Winkeleisenschenkel 
7x2.474 (16«-15V4 3 ) = 195 „ 
zusammen 496 „ 
d) der Nietlöcher —2. s / 4 . D/g. 6«/ 4 2 =77 
daher V = 419 „ 
welches daher reichlich genügt. 
3. Schwellenträger. Die 5' 9" = 69" langen 
Schwellenträger werden am stärksten beansprucht, wenn 
die erwähnte Loeomotivaxe über deren Mitte steht, in 
welchem Falle 
37max = P• 1 = 17000-‘f = 293250 fifi Zoll. 
4 4 
Wird s = 9200 gesetzt, so ist, da h = 117," 
Gleichung (33 a ) 
. 9200 a 
37mm = • t 
5 / 4 
beträgt, nach 
und, wenn beide Werthe nach Gleichung (34) gleichgesetzt 
werden, 
* = 293250.^=183 *3f". 
Der gewählte Querschnitt (Profil des Phönix Nro. 24“) von 
H72" pr- Höhe, s. Fig. 12 u. 16, hat bei einer Minimal 
stärke des Stegs von Vs" pr. ein Trägheitsmoment von 
207 *M", welches daher gleichfalls genügend ist. 
Für die vorstehende Construction ergiebt sich sodann 
die folgende
	        

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