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Schenkel der Winkeleisen genieteter Flacheisen zusammengesetzt
sind. Die mittleren Querträger sind mittels rechtwinkliger
und die Endquerträger mittels spitz- und stumpfwinkliger
Winkeleisen an die Hauptträger, in ähnlicher
Weise die Längsträger an die mittleren und Endquerträger
angeschlossen. Die Längsträger, welche durch je 3
T-förmige, den mit ihnen verschraubten Querhohlen sammt
den darüber gelegten Längsbohlen zur Unterstützung dienende
Schienen unter sich sowie mit den Hauptträgern durch
Nieten mit versenkten Köpfen verbunden sind, nehmen mittels
Lagerstühlen die Fahrschienen direct auf und sind unter jedem
Lagerstuhl durch je 2 gegenüber befindliche, oben und
unten verkröpfte Winkeleisen lothrecht versteift. Die Bankettträger
bestehen in dreieckigen Blechen, welche, wie die
Querträger, mittels je zweier Winkeleisen an die Hauptträger
angeschlossen und mit je 2 gegenüberliegenden, über
jene lothrechten Winkeleisen gekröpften, einfachen Winkeleisen
gesäumt sind. An der Spitze fassen die letzteren mittels
je zweier Niete die aus Quadrateisen bestehenden, unten flachausgeschmiedeten
Stäbe des Geländers zwischen sich, welches
letztere aus einer Handschiene von Fagoneisen, je 2 doppelten
Flachschienen und flachen, an den Enden etwas umgebogenen
und mit den Geländerpfosten vernieteten Diagonalstäben besteht.
Die wagrechten Winkeleisen der Querträger sind an
ihren lothrechten Anschlusswinkeleisen oben gekröpft, unten
abgesetzt, dafür aber mit einer besonderen Horizontalplatte
unterlegt und vernietet, welche sich sodann zwischen den Gurtungen
der Haupt- und Querträger befindet und zugleich den
einzelnen Zugbändern des Horizontalverbandes zum Anschlüsse
dient. Die gusseiserne Lagerplatte, welche mittels
einer kreuzförmigen Bippe in den Unterlag quad er eingelassen
und an dem unverschieblichen Ende mit einem Befestigungsstifte
versehen ist, s. Fig. 6 u. 7, trägt oben eine ebene
Vertiefung und zwei halbcylindrische Kinnen, welche die
untere Gurtungsplatte der Hauptträger sammt den darunter
hervorstehenden Nietköpfen aufnehmen. Sämmtliche wichtigere
Abmessungen sind in die Figuren 1—7 eingeschrieben.
Die statische Berechnung dieser Brücke ist derjenigen
der folgenden ganz analog.
B. Schiefe Blechbalkenbrücke in der Steigung.
Diese, in derselben Linie erbaute, schiefe Brücke über
die von Aachen nach Vaels führende Kunststrasse mit
10,24 Mtr. (34' 24“ pr.) zur Bahnaxe paralleler Spannweite,
überführt zwei Geleise und zwei aussenliegende Bankette
mittels zweier, in Fig. 12 bis 20 dargestellter, eingeleisiger
Blechconstructionen. Die Brückenbahn liegt in
einer Steigung von 1:58, welche, bei einer zur Bahnaxe
parallelen Entfernung der Auflager von 38' 6“ = 462“,
4:62
eine Höhendifferenz derselben von „V = 7,9" bedingt,
während der Schnittwinkel der Bahn- und Strassenaxe
45° 25' beträgt.
Die Construction dieser Brücke ist derjenigen der
vorhergehenden analog, daher nur in den abweichenden
Puncten zu berühren. Zunächst erfordert die grössere
Spannweite stärkere Gurtungen der Hauptträger, welche an
den Enden in nur 2 Winkeleisen, nacli der Mitte hin ausser
diesen in je 1 bis je 2 Platten bestehen. In Folge des angegebenen,
spitzen Schnittwinkels sind sowohl die schiefen
Endquerträger zu den Hauptträgern als auch die Endlängsträger
zu den schiefen Endquerträgern normal gebogen,
um mittels rechtwinkliger Winkeleisen an
dieselben angeschlossen werden zu können. Ferner wurden
die den Auflagern zunächstgelegenen Bankettträger zu jenen
Endquerträgern parallel, also unter spitzen Winkeln von
44° 25', die übrigen normal zu den Hauptträgern an diese
genietet und nur die Endpfosten der Geländer aber in die
Quader der Auflager eingelassen und mit Blei vergossen. Die
gusseisernen Unterlagplatten wurden für zwei verschränkt
liegende Steinschrauben mit ebener, jedoch für die Auflagerung
der Hauptträger vertiefter Bahn hergestellt und den
Hauptträgerenden eine schmiedeiserne Platte unterlegt, in
welche die Nietköpfe jener versenkt sind. Zur Arretirung des
festen Auflagers dienen je zwei verschränkt liegende Einschnitte
der unteren Gurtungen, in welche die erwähnten
Steinschrauben eingreifen.
Der statischen Berechnung wurde zu Grunde gelegt
a) eine mechanische Weite von 38', eine Entfernung
der normalen Querträger von 8,5' und der Hauptträger
von 9,666' pr.;
b) ein Eigengewicht von 3Ctr. für jedes Schienenlager;
c) die Verkehrsbelastung der Quer- und Längsträger
durch eine dreiaxige Loeomotive mit je 4,5' JRadstand,
180 Ctr. Gewicht der Triebaxe und je 60
Ctr. Gewicht der beiden Laufaxen und eine gleichförmig
vertheilte Belastung der Hauptträger von
44 Ctr. p. 1.' Geleise.
1. Schienenträger. Da die grösste Anspruchnahme
der Schienenträger eintritt, wenn die Triebaxe der Locomotive
über deren Mitte steht, s. Textfigur 7, so kommt
Figur 7.
auf das Schienenauflager in der Mitte und auf ein solches
an dem Ende bezw. der Druck von Q= 1 / 2 (180 + 3) und von
P = 24,7 3, mithin auf den Anschluss des Schienenträgers
ein Auflagerdruck A = P + Q = 91,5 -f- 7,72
=- 119,2 Ctr. Das, grösste Angriffsmoment beträgt mithin
nach Gleichung (15)
VMmax —A^-P-\—119,2— 27,7 3°=428,lCtrfss.
Die Schienenträger haben eine Höhe von 1' 10 l /s" und
eine Entfernung der Zug- und Druckmittelpunkte c = l,C',
mithin ist nach Gleichung (41), wenn s — 80 Ctr. p. □"
angenommen wird,
f _ a J/max _ 428,1
2 s. c 80.1,6~‘ ,d
Wird dieser Querschnitt aus 2 Winkeleisen von 3x3
x 3 /s" Stärke und dem von ihnen eingeschlossenen Theile
der Vs" starken Stehbleche gebildet, so ergiebt sich, nach
Abzug der 3 / 4 " starken Nietlöcher, nach Gleichung (23)
die Fläche
a) der beiden Winkeleisen
2 (fl + (3— 8 / 8 )— 2. 3 / 4 W = 3,09 □“
b) des Stehbleehtheils zwischen den Winkel-“
(3 = s /*> 3 / s = 0,84 „
mithin C = 3,93 „
welches also hinreicht.
Die grösste vertikale Scheerkraft entstellt, wenn sich
das Triebrad der Loeomotive auf jenem, dem Querträger
zunächstgelegenen Schienenauflager, s. Textfigur 8. befindet,
in welchem Falle auf das mittlere und andere, am
Ende befindliche Schienenauflager das Gewicht der Laufaxe
von 50 Ctr. mit bzw. 24,7 und 35,3 Ctr. entfällt. Da das
Eigengewicht 3 x 3 =9 Ctr. beträgt, so ergiebt sich jene,
dem Auflagerdruck gleiche Scheerkraft