Volltext : Erste Abtheilung. Eiserne Brücken. Heft V. (1,5)

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die  Mitte  des  Fachwerkträgers  berechnete  Gurtspannnng
des  qmm  von  2,404  kg  auf  2.2,404  =  4,808  kg.  Die  von
der  Temperatnrbelastnng  an  den  Enden  des  Fachwerkträgers
hervorgehrachte  Yerticalkraft  betrug  1288  kg,  erhöht  sich
demnach  auf  2.1288  =  2576  kg.
Die  wegen  Elasticitäts-Ausdehnung  der  Spannketten
in  Rechnung  zu  bringende  Mehrbelastung  des  Fachwerkträgers ­
  ergiebt  sich,  wenn  in  Gleichung  210  '%  statt  E,  also
232).  .  .  «i  =  i + ® />0 .2.2. 1 /3^ =F0,8718
gesetzt  wird,  während  früher  n  =  0,93155  gefunden  wurde.
Der  vom  Fachwerkträger  übernommene  Theil  der  Eigengewichtsbelastung ­
  wird  daher  in  dem  Verhältniss
'  1  —w t _  0,1282
1—n  ~  0,0685
also  um  87  %  vergrössert,  während  die  hierdurch  hervorgebrachten ­
  Gurtspannungen  und  Yerticalkräfte  in  demselben ­
  Verhältnisse  wachsen.  Hiernach  nimmt  die  früher
berechnete  Eigengewichts-Spannung  in  der  Mitte  der  Gurten ­
  s p  —  1,341  kg  den  Werth  s 1  —  1,87.1,341  =  2,507  kg
und  die  früher  berechnete  Yerticalkraft  V p  =  728  kg  an
den  Trägerenden  den  Werth  —1,87.728—  1361,36kg  an.
Die  Correction  der
zeugten  Spannungen  ergiebt

'  =  1,87,

p
durch  die  Verkehrsbelastung  ersieh ­
  durch  Substitution  von

E / a  statt  E  in  die  betreffenden  Gleichungen,  wodurch  sich
auch  die  ungünstigsten  Belastungszustände  ändern.  Statt
des  in  Fig.  19  dargestellten  Belastungszustandes,  für  welchen ­
  u  —  0,4376.1  betrug,  ergiebt  sich  nach  Einführung
von  e / 2  statt  E  aus  Gleichung  215

u
T

V

73,5  a:+3,251
24,5(Z+a:)  |

moment  “M—  0,636.0,2.I 2  -

CC  U
woraus  für  7  —  0  jetzt  der  Werth  =  —  0,636  als  derjenige
Abstand  gefunden  wird,  bei  welchem  die  Gurtungsspannung
in  der  Mitte  des  Fachwerkträgers  am  grössten  wird.  Für
diesen  Belastungszustand  findet  sich  aus  Gleichung  219,
wenn  —  0,636.1  und  '%  statt  E  gesetzt  wird,  n—0,736,
daher  ans  Gleichung  220  und  221  bezw.  das  Angriffs-0,2.0,636*
  J*  _  0,736.0,2J*
2  2
=  0,0132.1 2  und  die  gesuchte  Spannung  des  qmm
s i  2.0,0132  J*
15000.1000  1,d8kg "
Das  für  x  =  l  ermittelte  Maximum  der  verticalen
Scheerkraft  betrug  1825,15  kg  und  ergab  sich  bei  einem
dem  Werthe  v  =  —  0,2876.1  entsprechenden  Belastungszustande.
  Statt  dessen  ergiebt  sich  nun  nach  Einführung
von  h: / 2  statt  E,  x  —  l  sowie  der  bekannten  Zahlenwerthe
aus  Gleichung  216
v

daher  nach  Gleichung  232  %  =  0,8718,  nach  Gleichung  218

%=0,3398,  woraus  n  —

ni—n»

=  0,266  gefunden  wird.

Mit  Bezug  hierauf  erhält  man  aus  Gleichung  227  die
Vertikalkraft  F q =1919,34  kg.
Zusammenstellung  der  vorherigen  Rechnungsergebnisse. ­
  Stellt  man  die  in  der  Mitte  der  unteren
Gurtung  des  Fachwerkträgers  entstehende  Zugspannung
durch  Eigengewicht,  Verkehrsbelastung,  Temperaturwechsel
und  Winddruck  zusammen,  so  erhält  man  für  den  qmm
Sp+Sq+s?+4=2,50  +  1,38  +  4,80  +  8,55  =  17,23  kg,
welche  bei  dem  Zusammentreffen  aller  ungünstigsten  Umstände ­
  sehr  bedeutend  erscheint,  ebenso  für  den  Obergurt
Sp+<+St  =2,50  +  1,38  +  4,80  =  8,68  kg.
Das  Maximum  der  vertikalen,  durch  Eigengewicht,  Verkehr
und  Temperatur  erzeugten  Abscheerungskraft  an  den  Enden
des  Fachwerkträgers  beträgt
Vp  +  Fq+  Ft  =  1361,36  +  1919,34  +  2576,00=5856,70  kg.
Bei  voller  Belastung  würde  die  von  der  Verkehrslast  allein
den  Enden  des  Gitterträgers  erzeugte  Vertikalkraft

an

F=  F p

,200

1361,36  =- r -  =  727  kg  betragen.  Durch  Sub-2


p  365
traction  der  Spannung  V q  =  1919,34  erhält  man  727
—  1919,34  =  —  1192,34  kg  als  das  Minimum  der  von  der
Verkehrslast  allein  erzeugten  Vertikalkraft.  Man  erhält  also
für  das  Minimum  der  gesammten  Vertikalkraft  an  den
Enden  des  Fachwerkträgers
Vmin=  1361,36—1192,34-  2576,00=-  2406,98  kg,
wesshalb  die  betreffenden  Hängstangen  so  construirt  sind,
dass  sie  diesen  Druck  aufnehmen  können.
Die  Totallast  des  m  Brücke  beträgt  p+q  =  375+200
=  575  kg,  wovon  das  Kabel  0,8718.575  =  501,28  kg  übernimmt. ­
  Rechnet  man  hierzu  die  bei  niedriger  Temperatur
durch  den  Fachwerkträger  erzeugte  Belastung  des  m  Kabel
von  92  kg,  so  erhält  man  eine  Totalbelastung  des  m
r  —  593,28  kg.  Die  Spannung  des  qmm  im  Kabelscheitel

ergiebt  sich  daher

s s  =

0,59358.28000 2

=  8,85  kg.

2.3500.7500
Bis  zu  dem  Aufhängepunkte  des  Kabels  wächst  die  Spannung ­
  auf

-Ss

V

1  +

4  r

8,85

4.3,5*
28*

=  9,11  kg.

I

4#

.5,734  =  -0,251,

Wird  das  Eigengewicht  des  Kabels  zu  850  kg  angenommen, ­
  so  haben  die  auf  jeder  Seite  befindlichen  55  Hängstangen ­
  die  Belastung  593,28  x56—4500=28723  kg  zu
28723
tragen,  erhalten  also  eine  Spannung  von  0  r  r  =  261,4  kg.
u  .  OO

V.  Kostenberechnung,  Vergebung  und  Ausführung.

1.  Approximative  Kostenberechnung.
Zu  annähernden  Kostenberechnungen,  wie  sie  für  Generalkostenanschläge ­
  ausreichen,  lässt  sich  je  nach  den
besonderen  Umständen  bei
a)  Fu  ss  ganger  brücken  die  unter  III,  3.  A  entwickelte ­
  Gleichung  des  Eigengewichtes  für  den  qm
Brückenbahn,  bei
b)  Strassenbriieken  die  unter  III,  3.  B  entwickelte
Gleichung  des  Eigengewichtes  für  den  qm  Brückenbahn ­
  benutzen.
Nimmt  man  nur  auf  die  Eisentheile  einer  Hängbrücke ­
  Rücksicht,  so  vermindert  sich  in  Gleichung  195
nur  der  Werth  f,  indem  das  Gewicht  sämmtlicher  nicht
aus  Eisen  bestehenden  Theile  der  Brückenbahn,  wie  Bohlenbelag, ­
  Beschotterung,  Pflasterung  davon  abgezogen  wird.
Bezeichnet  man  das  so  erhaltene  Gewicht  der  eisernen
Theile  des  qm  Brückenbahn  mit  f‘,  so  erhält  man  das

gesammte  Eisengewicht  einer  Hängbrücke  für  den  qm  ihrer
Brückenbahn
233)  p  —  cl  +  f‘.
Nimmt  man  die  Kosten  der  Tonne  Eisentheile  einer
Hängbrücke  mit  Einschluss  ihrer  Aufstellung,  welche  —  je
nach  dem  Stande  der  Eisenpreise  und  Arbeitslöhne  und  je
nachdem  die'Einrüstung,  die  Montirung,  sowie  der  Transport
zur  Baustelle  kostspieliger  wird  —  zwischen  400  und  500  Mk
betragen,  im  Mittel  zu  a  =  450  Mk  an,  so  erhält  man  nach
Gleichung  233  die  Kosten  dos  Eisenwerks  für  den  qm
Brückenbahn  in  kg
234)  /c  =  ap  =  a  (cl  +  f‘)  =  0,45  (cl  +  f‘),
mithin  für  die  ganze  Brückenöffnung  bei  einer  Breite  h
der  Brückenbahn  »
235)  K  =  hbl  =  h(cl  4-  f‘)  bl  =  0,45  (cl  +  f‘)  bl
Beispiele.  Die  Gesammtkosten  des  qm  Oberbau
des  eisernen  Stegs  in  Frankfurt  a/M.  betragen  87,3  Mk,
während  ihre  Spannweite  79  und  ihre  Breite  4,6  m  misst.
Nimmt  man  an,  dass  der  Bohlenbelag  sammt  den  Streck-13

            
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